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Yogi Kievitshof



Avenches, 24.11.2012: Négotians d'Ortige trumpft im Champions Race gross auf (UPDATED)

Samstag, 24. November 2012 16:53

Der letzte Renntag der Saison 2012 hatte es in sich: Mit Négotians d'Ortige, Une du Martza und Atténarco setzten sich in den Hauptereignissen Favoriten durch - in den Trab-Championnaten blieb es bis zum letzten Rennen spannend.

(mmo) Am Saison-Finale schien nach ein paar Nebelstunden am Ende doch noch die Sonne, gewissermassen ein versöhnlicher Abschluss auch aus meteorologischer Sicht.

 

Sportlich gab es vor allem bei den Trabern noch ein paar Leckerbissen. Der letzte Lauf des CNT (Circuit National du Trot) hatte es in sich. Nègre du Digeon konnte sich mit einem halbwegs gelungenen Rennen zum Sieger dieser Gesamtwertung krönen. Dies gelang dem von Marcel Humbert gefahrenen und trainierten Vertreter der Ecurie Léomy denn auch ohne Probleme. Doch um den Sieg hatte er am Ende keine Chance. Doch alles der Reihe nach. Gleich beim Start übernahm Adrian Burger mit Nocéen de Digeon die Spitze, die beiden lösten sich nach einem Blitzstart gar von den Gegnern. Die Taktik für den Allegra-Traber war eine andere gewesen, doch einmal an der Spitze blieb er erstmal da. Nach einer Runde war der Vorsprung auf das von Négotians d'Ortige angeführte Feld immer noch deutlich, doch im letzten Bogen hatte Patricia Felber den Kontakt hergestellt. Quick Fighter rückte immer besser ins Bild, konnte aber am Ende Négotians d'Ortige um den Sieg nicht gefährden. Nègre du Digeon hielt den dritten Platz.

 

Mit Nègre du Digeon hat der über die gesamte Saison auf hohem Niveau regelmässigste Top-Traber die CNT-Wertung gewonnen. Er wird zusammen mit Négotians d'Ortige sowie den Rekonvaleszenten Nucléar und Prince du Chevrel im 2013 hoffentlich weiterhin für viel Spektakel in der hiesigen Elite-Kategorie sorgen.

 

Une du Marzta deklassiert ihre Gegner im Prix des Elites

Der Prix des Elites schien ausgesprochen offen zu sein. Mindestens die Hälfte der 12 Starter schien für den Sieg in Frage zu kommen. Hätte jemand vor dem Rennen einen Acht-Längen-Sieg prophezeiht, wäre er oder sie vermutlich nahezu für verrückt erklärt worden. Doch genau das geschah. Die Toto-Favoriten machten sich das Leben selbst schwer: Ulita de la Vallée rückte in der Gegenseite vielversprechend auf, fiel dann aber in Galopp und verlor viel Boden. Sie kam nochmal zurück und zeigte mit einem schönen Antritt und Rang fünf, dass sie weit vorne zu erwarten gewesen wäre ohne ihr Malheur. Heros Champ seinerseits pullte schon vor dem Start und forderte Wim Paal einiges ab. Letztlich war er gar nie im Rennen. Top Boy führte bis in den Einlauf, musste dann die Überlegenheit eines U-Trios anerkennen: Une du Martza liess mit Renaud Pujol alle um Längen (deren 8 bis im Ziel) stehen, Utello d'Auge hielt den zweiten Platz vor Ulycia de Bussy.

Mit diesem Sieg hatte die Ecurie du Martza im Besitzer-Championnat gegenüber der Ecurie Turrettini die Führung deutlich ausgebaut. Die "Gelb-Grünen" brauchten nun in zwei Rennen einen Doppelsieg sowie einen zweiten Volltreffer, um den Titel doch noch zu verteidigen. 

 

Turrettini-Finish in extremis

Nervenstärke war gefragt bei der Ecurie Turrettini. Der Mann für solche Fälle heisst offensichtlich Vitor Nunes de Oliveira. Zunächst liess er im Critérium des 2Ans mit Atténarco nichts anbrennen, machte den Sieg mit der Trainingsgefährtin Attaline (mit Trainerin Anne Laubscher im Sulky) weit vor dem Rest aus. Der Versuch, mit einem toten Rennen zwei Siege einzuheimsen, "misslang" um einen Hal, respektive um 4 Hundertstelssekunden. Alessia du Copy debütierte als dritte gut.

 

Somit war vor dem letzten Trabrennen der Saison 2012 klar: Falls Vitor Nunes de Oliveira mit Rattzino gewinnen würde, hiesse der Trab-Champion wieder Ecurie Turrettini, andernfalls Ecurie du Martza. Nun, Rattzino übernahm sofort die Spitze . Im letzte Bogen konnte nur noch Yogi Kievitshof folgen. Als Joey Vignoni den Vertreter der im Championat drittplazierten Ecurie Max Gordon aus dem Rücken von Rattzino in Angriffsposition brachte, schien er für einen Moment gefährlich. Doch Rattzino zog letztlich mühelos durch und gewann.

 

Trainer-Championat bei den Trabern ebenfalls erst im letzten Rennen entschieden

Während Miro Weiss bei bereits seit geraumer Zeit wiederum als klarer Flach-Champion feststand (42 Siege, 24 Vorsprung - 16. Titel insgesamt) war der Kampf bei den Trabern bis zum letzten Rennen offen. Dies weil Jean-Bernard Matthey mit Olympio de May punkten konnte, während Marc-André Bovay überraschend bis zum letzten Einsatz ohne Sieg-Zuwachs blieb. "JBM" hätte für einen Titel-Gewinn allerdings einen Sieg mit Ramuntcho Fleuri gebraucht, was auf der Meile letztlich nicht möglich war. Im von Rattzino gewonnenen Rennen folgte Ramuntcho Fleuri auf Rang vier. Somit hatte Marc-André Bovay den Titel des erfolgreichsten Trab-Trainers in der Tasche - mit gleich vielen Siegen wie Jean-Bernard Matthey (je 38 Treffer), aber 6 zweiten Plätzen mehr (35 gegenüber 29).

bovay ist auch der erfolgreichste Berufsfahrer (27 Siege) vor Jean-Bernard Matthey (24) und Renaud Pujol (23).

Bei den Amateur-Fahrern gewann Barbara Schneider (13) vor der am Ende noch mächtig aufdrehenden Patricia Felber (11) und Joey Vignoni (9).

 

Die Galopp-Besitzer-Championate waren auch schon länger entschieden: Anton und Vreni Kräuliger bei den Flach-Rennen, Esther und Ivo Baumgartner bei den Hindernis-Rennen. Erfolgreichster Hindernis-Trainer ist Philipp Schärer (9 Siege) vor seinem Bruder Andreas (5) und Jürg Langmeier (4).

Philipp Schärer ist auch erfolgreichster Hindernis-Reiter (6 Siege) vor Jonathan Viard (4) und Silvia Casanova (3 Siege bei nur 9 Starts).

Hoch überlegener Flach-Jockey-Champion wurde Olivier Plaçais mit 29 Siegen vor Tim Bürgin mit 14. Aurélien Lemaître folgt als Dritter mit 9 Treffern.

 

Bocskai-Söhrenhof-Doppel in den Flachrennen, alle Sieger aus Avenches

Die Sieger der vier Flachrennen, welche am letzten Tag in Avenches ausgetragen wurden, werden alle vor Ort trainiert. Zu einem ungewöhnlichen Double kamen Trainerin Carmen Bocskai und das Gestüt Söhrenhof. Sowohl Estoril (im Handicap 4) wie auch Cresta (Handicap 3) hätten von Sibylle Vogt geritten werden sollen, die jedoch vom Platzarzt nach ihrer Verletzung (Schienbeinbruch, danach wieder Probleme in Aarau beim Aufgalopp) nicht für die Rennen zugelassen wurde. Die beiden "Ersatz-Jockeys" Daniele Porcu und Frédéric Spanu nutzten ihren Kistenritt beide zum Sieg - notabene beide indem sie ihre Stute im Einlauf auf deutlich besserem Boden auf der Aussenseite der Bahn galoppieren liessen.

Besonders frappant war der Unterschied zu den Gegnern im Handicap 4, wo im letzten Bogen kaum mehr jemand auch nur einen Franken auf Estoril gesetzt hätte. Frédéric Spanu nahm sie ganz nach aussen und die King of Kings-Tochter zog mühelos, ohne gefordert zu werden an allen Gegnern vorbei, zuletzt an den vermeintlich um den Sieg kämpfenden Makalele und The Gallery.

Cresta war mit Daniele Porcu zuvor ähnlich überlegen gewesen, als sie Reine Liberté und Ritorno deutlich in die Schranken wies. 

 

Auch die anderen beiden Flach-Siege fielen überzeugend aus. Zunächt überraschte der Schweizer Debütant True Risk die Konkurrenz mit einem blitzsauberen Start-Ziel-Sieg. Der Riesenaussenseiter aus dem Quartier von Claudia Erni, welche das Trainer-Championat auf dem 6. Platz beendet, stiefelte mit Raphael Lingg im Sattel seinen Gegnern von der Spitze aus davon. Dem höher eingestuften Run the Show blieb fünf Längen dahinter der Ehrenplatz vor Lebensfreude. Mehr über die ungewöhnliche Geschichte des von seiner Besitzerin Annette Hirt selbst gezüchteten True Brave-Sohnes finden Sie in den Zitaten von Barbara König.

 

Für den vierten Avenches-Sieg sorgte Christina Bucher mit Stall Friends Aruaru. Der dreijährige Halbbruder der klassischen Siegerin Auenwunder (2009 Stutenderby und 1000 Guineas) setzte sich über 2000 Meter im Handicap 2 leicht gegen Gabalden und den 8.5 Kilo mehr schleppenden Shakalaka durch.

Christina Bucher, die derzeit an Krücken geht (mehr dazu in den Zitaten), kam damit als Zweite der Trainer-Statistik zum 18. Schweizer Saisonsieg, wobei sie nur 68 mal einen Schützling gesattelt hat - 26. Prozent der Starts, also mehr als jeden vierten, münzten ihre Pferde in einen Volltreffer um.

 

 

Eine detaillierte Saison-Rückschau (Galopp und Trab) folgt in den nächsten Tagen!

 

 



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