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63. GV des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz: Deutlicher Verlust im 2023 und andere Baustellen auf dem Rossriet

Samstag, 16. März 2024 22:27

An der Generalversammlung von gestern Freitagabend, 15.3.2024, bekamen die Mitglieder des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz eine Jahresrechnung mit einem Verlust von knapp 41'000 Franken präsentiert (das Betriebsergebnis betrug gar -48'000 Franken). Die Vorstands-Crew um Präsidentin Conny Ammann und Finanzchef Dario Vogel hat einige Herausforderungen zu bewältigen. Dies musste im Laufe der Versammlung allen klar werden. Die wichtigste Baustelle betrifft die Finanzen, zudem will Bahnchef Alfons Zindel die Linienführung eingangs des Jeninser-Bogens verändern und die Bewässerung (für die auf Antrag von Bettina Lampert 10'000 Franken im Budget reserviert wurde) soll besser gelöst werden.

von Markus Monstein 

 

Die beiden Maienfelder Renntage 2023 wurden von offiziell 13'200 Zuschauern besucht (deutlich mehr als 2022 und 2021, ähnlich viele wie 2019), die total 165'356 Franken an den Wettschaltern umsetzten. Ein zumindest durchschnittliches Jahr, was den Zuschauer-Aufmarsch auf dem Rossriet betrifft (ein starker erster Renntag - die Präsidentin schrieb im Jahresbericht "am ersten Renntag herrschte 'Kaiserwetter', der Aufmarsch auf dem Maienfelder Rossriet war gross, fast schon im Akkord mussten die MA an der Foodmeile ihr Bestes geben" - gefolgt von einem mittelprächtigen zweiten).

 

Am Ende resultierte ein negatives Betriebsergebnis von 48'104.71 Franken (dank ausserordentlichen Erträgen in Höhe von 7'177 Franken betrug der Jahresverlust 2023 am Ende 40'927.71 Franken). Da stellen sich Fragen.

 

Die vor einem Jahr als Nachfolgerin von Ruedi Niederer gewählte Präsidentin Conny Ammann war bemüht, zügig durch die Versammlung zu führen. Sie verwies darauf, dass der Jahresbericht wie das Protokoll der letztjährigen Versammlung auf der Vereins-Homepage aufgeschaltet wurden und verzichtete darauf, diese vorzulesen. Im Jahresbericht wurde mit keiner Silbe über die finanzielle Situation des RVMB eingegangen.

 

Vize-Präsident Dario Vogel legte den 35 anwesenden Mitgliedern des RVMB die Jahresrechnung Punkt für Punkt vor. Trotz des überraschend hohen Jahresverlustes (angesichts der durchaus gelungenen beiden Renntage) und der Tatsache, dass weder ein Budget noch Massnahmen zur Verhinderung eines neuerlichen Verlustes präsentiert wurden, kamen keine Fragen der Mitglieder. Der Apéro und das (Gratis-)Nachtessen warteten.

 

Ganz so schnell ging es dann aber doch nicht. Unter Traktandum 7 wurden zwei Abgänge aus dem Vorstand bekannt gegeben. Carmen Zindel, die umsichtig und gekonnt das Sekretariat betreut hatte, musste krankheitshalber schon Ende 2023 ihren Rücktritt geben. Der andere Rücktritt betrifft den Schreibenden, der erst vor einem Jahr in den Vorstand gewählt worden war. Wie es dazu kam und weshalb ich mir ernsthafte Sorgen um den Rennverein Maienfeld Bad/Ragaz mache, ist zusammen mit einer Analyse der RVMB-Finanzen weiter unten zu lesen.

 

Ersatzwahlen gab es keine. Somit besteht der Vorstand des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz nur noch aus fünf Mitgliedern (Conny Amann, Dario Vogel, Hansjörg Good, Marcel Jäger und Alfons Zindel), obschon gemäss Statuten die Mindestzahl von 7 verlangt wird

 

Problemstelle im Jeninserbogen soll durch andere Linienführung entschärft werden

Seit dem Unfall am 3. Oktober 2021 als es eingangs des Jeninser Bogens zu einer Rutschpartie kam und sich zwei Jockeys verletzten, ist die Problemstelle (eine Art Delle, bei welcher je nach Beschaffenheit des Geläufs, das Risiko besteht, dass Pferde rutschen und im schlimmsten Fall stürzen) immer wieder thematisiert worden. Es gibt Reiter, die seither auf dem Rossriet nicht mehr in den Sattel steigen wollen.

 

Bahnchef Alfons Zindel erklärte den Anwesenden, die Problemstelle sei gefährlich und er wolle dies ändern. Zuerst sei der Plan gewesen, diese Delle in der Kurve mit Erde aufzufüllen. Schlussendlich seien aber alle (Vertreter von Bau, Stadt und ein beigezogener Bauer) der Überzeugung gewesen, dass das nicht halte. Eine Stunde Regen würde reichen, dass das nicht funktioniere. Die "geniale" Idee, so Zindel: "Die Rails werden 10 Meter nach aussen versetzt. Dann sind wir auf topfebenem Boden. Was heisst das? Wir müssen noch rund 100 Meter neue Rails haben. Das ist ein Kostenpunkt von maximal 5000 Franken, die kommen aus Irland. Dass wir etwas unternehmen müssen, damit wir wieder mehr Pferde haben, ist sonnenklar."

 

Andere Bewässerungslösung und neu fixer Betrag im Budget

Alfons Zindel gab zu bedenken, dass es gegen den Föhn überhaupt kein Rezept gebe. Da können noch so viel bewässert werden. "Das Rossriet kann unter Wasser sein, zwei Tage Föhn und es ist hart", so Zindel, "ihr müsst Euch einfach bewusst sein, dass wir das nicht ändern können."

 

2023 konnte erstmals Wasser von der oberhalb des Rossriets gelegenen Obstplantage bezogen werden. "Wir mussten nicht mehr Tag und Nacht mit einem Motor Wasser vom Mühlbach rauspumpen. Zudem hatte ich mit einem anderen Bauern Kontakt, der einen anderen Verteiler hat und sagt, er könne das Rossriet innerhalb von 2 Tagen unter Wasser setzen."

 

Im letzten Traktandum wurde der Antrag von Bettina Lampert diskutiert: 

"Es ist ein Betrag von CHF 10'000 für die Bewässerung ins Budget 2024 aufzunehmen.

Dieser Betrag soll die Kosten für eine permanente Bewässerung der Rennbahn vor und während den Rennen abdecken. Gleichzeitig sollte man mit diesem Antrag beim Cross Club zur Unterstützung vorstellig werden. Dies käme der Gesundheit der Pferde zu Gute, was die Aktiven sicher sehr begrüssen würden.»

 

Die Antragsstellerin begründete ihren Antrag, indem sie auf mehrere Pferde verwies, die sich an den Rennen 2023 auf hartem Boden verletzt hatten. Die Präsidentin sagte dazu: "Ich bitte sie, als Mitglieder vom Rennverein auch uns als Vorstand und vor allem unserem Ressortchef Rennbahn das Vertrauen auszusprechen, dass er und wir zusammen im Team die richtigen Massnahmen umsetzen für 2024." Conny Amman wollte damit das Traktandum schliessen. Darauf meldete sich Heinz Tschudi zu Wort und sagte, das sei so nicht richtig. "Wenn ein Mitglied einen Antrag stellt, muss darüber abgestimmt werden, wenn der Antrag rechtzeitig eingegangen ist. Ich begreife Euch als Vorstand überhaupt nicht, weshalb ihr nicht abstimmen lasst. Dann seid ihr ja entlastet."

 

Finanzchef Dario Vogel antwortete: "Wir können gerne darüber abstimmen, obschon das Budget delegiert ist an den Vorstand." Worauf Tschudi entgegnete, das sei ein Antrag und darüber müsse abgestimmt werden.

 

So liess die Präsidentin dann doch noch abstimmen und der Antrag wurde mit grosser Mehrheit angenommen.

 

Renntage 2024: 16 statt 18 Rennen - tiefere Dotationen

Der Ausblick auf die Rennen 2024 fiel knapp aus. Es sei an beiden Renntagen je ein Rennen gestrichen worden, sagte die Präsidentin dazu, ohne auf die Preisgelder einzugehen.

 

Notabene: Es handelt sich gemäss Strukturplan (der an den Dachverband SPV eingereicht werden muss) um zwei Flachrennen, die weniger stattfinden werden. Die Dotationen wurden gegenüber 2023 deutlich gekürzt, -14'000 Franken am ersten Sonntag und -17'000 Franken am zweiten. Davon war an der GV gestern allerdings eben nicht die Rede.

 

Die Präsidentin betonte, es seien bereits 12 von 16 Rennen verkauft und man sei in Verhandlungen mit Sponsoren wie Helsana, Lucid Motors und Victorinox.

 

 

Zum Rücktritt von Markus Monstein aus dem Vorstand des Rennvereins Maienfeld Bad/Ragaz

 

(WICHTIG: An dieser Stelle publiziere ich, was ich gestern an der RVMB-Versammlung den Mitgliedern dargelegt habe. Gerne hätte ich dies nicht hier reingestellt, sondern nur an die Mitglieder des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz versandt - dies war aber nicht möglich, wie den folgenden Zeilen zu entnehmen ist)

 

"Liebe Mitlieder des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz, Frau Präsidentin, geschätzte Vorstandskollegen.

Wenn jemand nach nur einem Jahr einen Vorstand wieder verlässt, ist Erklärungsbedarf vorhanden. Ihr als Mitglieder des wichtigen und traditionsreichen Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz verdient Erklärungen. Deshalb möchte ich diese Gelegenheit nutzen. Ich stehe danach auch für Fragen zur Verfügung beim Abendessen.
Keine Angst, ich werde nicht alles ansprechen, was mir auf dem Herzen liegt. Aber die wichtigsten Punkte möchte ich, ja muss ich thematisieren. Weil mir der Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz sehr am Herzen liegt. Und weil ich mir Sorgen um ihn mache.


Darum wollte ich alle Mitglieder des RVMB im Vorfeld dieser Versammlung informieren. In der Hoffnung, dass sich etwas zum Positiven bewegen könnte.


Habe um die Mitgliederliste gebeten. Diese wurde mir verweigert, Datenschutz wurde als Grund genannt. An der letzten Vorstandsitzung haben wir uns darauf geeinigt, dass mein Abschiedsbrief der GV-Einladung beigelegt wird. Habt Ihr ihn bekommen? Leider nein.


Deshalb lese ich diesen nun vor, anschliessend habe ich noch ein paar Punkte, die für Euch liebe Mitglieder und für die Zukunft des RVMB wichtig sind.

 

Der Rücktrittsbrief vom 22. Februar 2024:

 

Vorzeitiger Rücktritt von meinem Amt als Vorstandsmitglied (Ressort Rennsport)
Liebe Vereinsmitglieder

Der Pferderennsport ist mein Leben. In Maienfeld aufgewachsen packte mich schon als Schuljunge die Faszination Pferderennen und liess mich bis heute nie mehr los. Ohne die Rennen auf dem Rossriet hätte mein Leben sich ganz anders entwickelt. Deshalb machte ich mir Sorgen, als der Vorstand des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz nach den Rennen 2022 durch mehrere Abgänge (effektiv erfolgt oder auf die GV 2023 angekündigt) stark unterdotiert war. Als ich angefragt wurde, zögerte ich keine Sekunde, dem Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz meine Erfahrung aus verschiedensten Rennsport-Gremien, mein Wissen und meine Energie zur Verfügung zu stellen und liess mich an der GV 2023 in den RVMB-Vorstand wählen.

Leider musste ich bald feststellen, dass die Zusammenarbeit im Vorstand sich so gar nicht mit meinen Werten deckt. Wiederholt habe ich die Präsidentin und den Vize-Präsidenten darum gebeten, sämtliche relevanten Informationen mit uns Vorstandsmitgliedern zu teilen (was im Zeitalter von E-Mail & Co. alles andere als eine Hexerei ist). Ohne Erfolg. Ich konnte meiner Verantwortung als Vorstandsmitglied deswegen nicht gerecht werden und die Aufgaben des mir anvertrauten Ressorts «Rennsport» nur begrenzt ausüben. Aus anderen Vorstandstätigkeiten (u.a. acht Jahre im Rennverein Zürich) bin ich mir gewohnt, dass zusammen diskutiert und dann gemeinsam Entscheide gefällt werden. «Gärtchen-Denken» hat m.E. in einem Vorstand nichts zu suchen, ist gefährlich und bringt einen Verein schon gar nicht weiter. Das Jahresergebnis 2023 ist Resultat davon und spricht Bände.  

Ende Januar erreichte mich nach einer neuerlichen Bitte um Informationen (so hatten wir 3 Monate nach den Renntagen 2023 weder provisorische Zahlen noch eine Debriefing-Sitzung gehabt) ein von vier Vorstandsmitgliedern unterzeichneter Brief, in welchem um meinen «freiwilligen Austritt aus dem Vorstand des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz» gebeten wurde. Dies mit der Begründung, «dass eine effektive gemeinsame Zusammenarbeit im Vorstand nicht mehr gewährleistet» sei.

Und nun? Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht vor komplexen Problemen davonlaufe, sondern diese anpacke. So habe ich z.B. zusammen mit dem Ex-Rennreiter Andi Wyss im 2022 den Pro Hindernis Racing Club ins Leben gerufen, um die prekäre Situation im Schweizer Hindernis-Rennsport zu entschärfen und den beiden Hindernis-Hochburgen Maienfeld und Aarau zu helfen. Dies gelang.

Den Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz würde ich nie von mir aus im Stich lassen. Doch ich teile die Auffassung im Brief: Die Zusammenarbeit im RVMB-Vorstand ist nicht ‘effektiv’, das war sie von allem Anfang an nicht. Unter diesen Voraussetzungen kann ich die grosse Verantwortung für einen so traditionellen, in der Region verankerten und wichtigen Verein nicht wahrnehmen (was den anderen Vorstandsmitgliedern offenbar gelingt). Deshalb komme ich dem Wunsch nach und trete an der GV vom 15.3.24 aus dem Vorstand des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz zurück.

 

Wie eingangs geschrieben, habe ich mir vor Antritt des Vorstandsamtes Sorgen gemacht um den Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz. Das tue ich noch immer. Wenn ich die aktuellen Zahlen und die Entwicklung der Finanzen der letzten Jahre sehe, dann braucht es einen RVMB-Vorstand, der ebenso fokussiert wie umsichtig die offensichtlichen Probleme löst. Dafür wünsche ich viel Glück!

 

Mit rennsportlichen Grüssen
Markus Monstein

 

Und weiter mit dem Votum:

 

Es geht hier nicht um einzelne Personen aus dem Vorstand und nicht um mich, sondern um den Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz. Ich bin überzeugt, dass sich etwas ändern muss, wenn der RVMB mittelfristig eine Zukunft haben soll – was wir ja alle wollen!

 

Wir haben alle die Zahlen gesehen. Zahlen lügen nicht, sie sind das Ergebnis der Arbeit – man kann Glück und Pech haben ja, aber über einen längeren Zeitraum widerspiegeln Zahlen die Realität.

Deshalb habe ich die RVMB-Jahresrechnungen der letzten Jahre analysiert – meine Analyse verteile ich Euch gerne.

 

 

Ihr seht sehr viele Zahlen, im Detail könnt Ihr diese zu Hause studieren.

 

Die Schlussfolgerungen sind auf der hinteren Seite aufgeführt. Das Wichtigste:
1) Der Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz wäre in den letzten 3 Jahren ohne Sonder-Faktoren (80'000 aus Regenversicherung 2022 und jeweils 40’ Zusatz-Geld aus dem Swisslos-Topf 2022 und 2021) bereits illiquid – das Umlaufvermögen per Ende 2023 betrug 131'208 Franken – die genannten drei Sonderzahlungen machen 160'000 Franken aus…

2) Ohne die Versicherungszahlung für 2022 wäre im Not-Kässeli statt 100’ keine 40’ mehr. Und dieses Geld hatte der edle Spender, ja für einen Notfall zur Verfügung gestellt. 2023 war, da sind wir uns alle einig, kein Notfall.

3) ABER: Wenn man mit einem sehr guten und einem «mittelprächtigen» Renntag ein Betriebsergebnis von minus 48'000 Franken erwirtschaftet, muss man sich Fragen stellen.

 

4) Es erträgt keine drei Jahre mehr wie 2023 – und es war ja vom Wetter her gar kein ein richtig schlechtes Jahr gewesen.

 

 

Das Betriebsergebnis 2023 ist kein Zufallsprodukt. Und ich möchte Euch nur noch vier Punkte nennen, die aufzeigen, wie die Vorstandsarbeit im letzten Jahr funktioniert hat. Und weshalb ich mir Sorgen mache.

  • Jeder Rennverein muss ein Lizenzgesuch an den Dachverband einreichen. Habe mehrmals darum gebeten (geht ja um mein Ressort Rennsport) – aber das Gesuch bis heute nie gesehen. Die böse Überraschung im August, welche die Präsidentin im Jahresbericht erwähnt hat, als die Mitteilung aus Avenches kam, dass – welch Wunder – die Covid-Ausnahme-Unterstützung von 40'000 Franken aus dem Swisslos-ADEC-Topf 2023 nicht mehr fliesst, hätte vermieden werden können. Mir ist kein anderer Rennverein bekannt, der in den Genuss solcher Sonderzahlungen gekommen ist (da muss Ruedi Niederer ein Kränzchen gewunden werden, er hat offensichtlich hervorragend verhandelt) – nicht einmal der Rennverein Zürich, der als einziger neben Avenches sogar während den COVID-Massnahmen ohne Zuschauer Rennen veranstaltet hat.

  • Von einem Budget war über Monate im Vorstand nie die Rede. Auf meine Frage, wurde mir mehrmals (zuletzt an der letzten Vorstandssitzung vor dieser Versammlung) gesagt, das Budget sei nicht wichtig – es sein ein «Papiertiger», aber ich kann Euch sagen, dieser Tiger kann ganz brutal brüllen. Und das interessiert nicht nur Jean-Pierre Kratzer, den Dachverbands-Präsidenten. An der GV habt Ihr heute ein Budget gesehen? Nein. Ich habe gefragt, wieso präsentieren wir das nicht an der GV? Das ist in der Kompetenz des Vorstandes, hiess es. Ja, das mag sein, aber wenn man ein Betriebsergebnis von 48'000 minus macht, gehört es sich auch, dass der Vorstand die Leute informiert.

  • Thema Sponsoren. Als ich fragte, hiess es immer, wir sind auf Kurs oder besser als im Vorjahr. Am 12. September haben wir dann eine Sponsoren-Liste bekommen.
    -> Erstaunlicherweise waren 4 Wochen vor dem ersten Renntag mehrere Rennen nicht verkauft.
    Habe versucht, 2 Flachrennen mit wenigen Startern am 15. Oktober zusammenzulegen, in Absprache mit der Ausschreibungskommission von Galopp Schweiz und mit den Trainern – im entscheidenden Telefonat am Mittwoch-Morgen vor Starterangabe wurde ich von der Präsidentin und vom Bahnchef überstimmt. Es waren dann zweimal je 3 Pferde am Start der beiden Flachrennen. Und wir hatten nicht alle Rennen verkauft…

  • Zweitletzter Punkt. Debriefing-Sitzung. Die wichtige Besprechung nach den Renntagen, an welcher alle Beteiligten darüber diskutieren, was gut gelaufen ist und vor allem, was verbessert werden kann. Im März schon für den 24. Oktober abgemacht. Am 19. Oktober, 4 Tage nach dem zweiten Renntag per WhatsApp abgesagt. Auf meine Nachfrage, sagte mir die Präsidentin, man habe noch nicht alle Zahlen, weshalb die Sitzung keinen Sinn mache…

    Im Dezember kam ein Mail mit Festtagsgrüssen und der Ankündigung «wir melden uns in den ersten Januarwochen mit News». Nun, es hat bis heute keine Debriefing-Sitzung stattgefunden. Macht jetzt auch nicht mehr so viel Sinn, die Eindrücke von den Rennen 2023 sind nicht mehr ganz so frisch.

 

Und nun?

Jetzt liegt es nicht mehr an mir. Ich habe alles versucht, was ich konnte. Habe mehrmals vorgeschlagen, neue Mitglieder in den Vorstand zu holen. Einen gut vernetzten Unternehmer mit Beziehungen zum Beispiel, und einen Vertreter der Stadt Maienfeld (die gemäss Statuten das Recht hat, einen solchen in den Vorstand zu entsenden). Wollte man kategorisch nicht (übrigens, gemäss Statuten müssten mindestens 7 im Vorstand sein. Nur so am Rande).

Stellt sich nun halt die Frage, ob man lieber unter sich sein will, so dass jeder sein Gärtchen pflegen kann. Oder ob es nicht Diskussionen braucht mit kritischen und auch unbequemen Fragen, um tragfähige Lösungen zu finden und die grosse Verantwortung eines solchen Amtes wahrzunehmen.

Das war’s von meiner Seite. Ich wünsche dem Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz alles Gute.

 

 
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