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Be My Hope lebt nicht mehr: Der Schweizer Hürden-König musste nach einer Kolik erlöst werden

Montag, 24. Februar 2020 14:29

Der Schweizer Rennsport verliert einen seiner grossen Publikumslieblinge. Be My Hope, der 16 seiner 26 Starts auf hiesigen Bahnen gewonnen und stets mit grossem Kampfgeist überzeugt hat, ist abgetreten. Der Champion von Heinz Furrer, den Chantal Zollet trainiert hatte, erlitt eine Kolik. Er wurde zwar operiert, musste in der Folge aber leider aufgegeben werden.

von Markus Monstein 

 

Als Be My Hope im Frühling 2016 erstmals in der Schweiz an den Start kam, deutete noch nicht allzu viel auf die Siegesrazzia hin, die der Halbblüter in den Farben von Heinz Furrer in vier Saisons auf Schweizer Bahnen zeigen sollte. Zwar hatte er unter den Fittichen seines Züchters Guy Cherel die ersten beiden Rennen seiner Karriere im Sommer 2014 gewonnen: Zwei für Halbblüter reservierte Flachrennen im Alter von drei Jahren. Anschliessend hatte er ein halbes Jahr Pause bekommen, wurde wieder in einem Flachrennen Dritter in Nantes. Sein Hindernis-Debüt Anfang Juni 2015 endete mit Rang 7 über Hürden in Compiègne (bei 8 Pferden im Ziel, über 34 Längen hinter dem Sieger, 20 Längen hinter dem Drittletzten). Obschon er anschliessend in Auteuil gleich Dritter eines 48'000-Euro-Hürdenrennens wurde (17 Pferde am Start!), konnte er in der Folge seine damalige Besitzerin Magalen Bryant offenbar nicht überzeugen. Nach Rang drei (mit Weile-Rückstand in einem Sechserfeld) in Vittel, einem 7. Platz über Hürden in Compiègne, Rang fünf auf der Flachen in Saint-Brieuc und Rang vier in seinem ersten Jagdrennen nur sechs Tage später in Le Touquet stand Be My Hope zum Verkauf. Heinz Furrer bekam ihn für das vielzitierte "Butterbrot" - wenn man bedenkt, was für ein Festival Be My Hope in der Schweiz veranstaltete.

 

Das Schweizer Debüt am 25.4.2016 missriet mit Rang sieben auf tiefem Boden in Avenches - es sollte das einzige Hürdenrennen hierzulande bleiben, in dem Be My Hope schlechter als auf Platz 4 ins Ziel kommen sollte. Den zweiten helvetischen Auftritt am 22.5.2016 in Aarau gestaltete der Schützling von Chantal Zollet zu einer Demonstration: Pferde mit grosser Flachklasse wie Ex-Derby-Sieger Oak Harbour oder die Stutenderby-Zweite Semilla dominierte Be My Hope als 7:1-Chance überlegen. Es war dies der erste von 6 Siegen mit Michael Huber im Sattel und der erste von 11 Volltreffern auf dem Schachen. 

 

Auf dem Schachen war Be my Hope (in den gelb-blauen Farben von Heinz Furrer) eine Macht.

 

Wann immer Be My Hope in Aarau über die Besen antrat, war er Favorit. Und er enttäuschte seine Anhänger nie. Seine Hürden-Bilanz auf dem Schachen ist phänomenal: 11 Starts absolvierte der Halbblüter in Aarau über Hürden, daraus resultierten 8 Siege und 3 zweite Plätze. Hinzu kamen auf dem Schachen noch 3 Erfolge auf der Jagdbahn, allesamt über 3600 Meter. Die beiden Versuche im Grossen Preis der Schweiz endeten unglücklich. Im 2018 wurde er im schnell gelaufenen Rennen beim Sieg von Fabulous Valley Fünfter und letzten Herbst wurde die Distanz auf tiefem Boden zu weit - sein Jockey hielt ihn an. Es war dies der letzten Renn-Einsatz von Be My Hope. Seine grosse Fangemeinde bekam keine Gelegenheit, sich von ihm zu verabschieden.

 

Seinen letzten Kampf konnte der grosse Kämpfer nicht gewinnen. "Er hatte eine schwere Kolik" so Chantal Zollet, "wir haben ihn operiert, aber leider ging es nicht gut aus und wir mussten ihn erlösen."

 

Vergessen wird diesen tollen Kämpfer, dieses grossartige Rennpferd bestimmt niemand.

 

Dieses grossartige Rennpferd lebt nicht mehr: Be My Hope nach einem seiner 11 Aarau-Siege (Foto: Nathalie Vorburger).

 

Mit diesem Bild hat Chantal Zollet den Tod von Be My Hope auf Facebook mitgeteilt - unser Beileid der gesamten Entourage des Champions.

 


Chantal Zollet hatte Be my Hope zum Serien-Sieger geformt.

 

 

Hier geht es zum Datenblatt von Be my Hope

 

Und hier gibt es alle Fotos aus unserer Datenbank

 

 

In der Schweiz: 29 Starts, 16 Siege, 9 Plätze, Gewinnsumme 81'178 Franken

 



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