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Le Royal



Gone Debérieux - 14 Jahre und kein bisschen müde

Montag, 11. Februar 2008 23:32

Ein Bilderbuchrenntag am zweiten White Turf-Sonntag vor 13'000 Zuschauern mit Senior Gone Debérieux als Sieger im Hauptereignis. 

Aus solchem Stoff sind Rennsport-Märchen gestrickt. Mehrmals war Gone Debérieux bereits zum Verkauf ausgeschrieben, doch fand sich (zum Glück für die Entourage!) nie der/die richtige Interessent(in) für den treuen Traber aus dem Stall Allegra Racing Club. "Er ist kerngesund, hatte nie das geringste Problem mit den Beinen, dem Rücken oder sonstwo", erklärte Trainerin Claudia Koller-Wehrly, "aber die Gegner werden halt einfach immer jünger und vor allem schneller." Dies mag auf Gras und vor allem Sand seine Richtigkeit haben - auf Schnee aber ist Gone Debérieux nach wie vor kompetitiv.

Und wie! Im mit 25'000 Franken dotierten BMW Grand Prix Pontresina zeigte er eine sehr starke Leistung. Als Claudia Koller ihn in der letzten Gegenseite innen an Haumon Jim vorbei in Front schickte, stiefelte Gone Debérieux dem Feld innert Kürze auf einige Längen davon. Die bis dahin führenden Haumon Jim und Indien du Bocage konnten nicht folgen, der Favorit Northern Man blieb im Feld - und so war im Bogen dann J'y Reste Voidéen, der Stallgefährte von Gone Debérieux, der sich auf die Verfolgung machte. Im Einlauf hatte Claudia Koller mit dem ältesten Rennpferd, das in diesem Jahr auf Schnee läuft, jedoch alles locker im Griff. "Er war so gut drauf, dass ich ihn im Einlauf überhaupt nicht fordern musst", freute sich Claudia Koller, die sogar noch Musse hatte, zu beobachten, wie ihr zweiter Schützling J'y Reste Voidéen (Adrian Gosteli) wie schon in Arosa den Allegra-Doppelsieg sicherstellte.

Trainerin Claudia Koller bekam damit recht, dass sie Gone Debérieux auf Schnee stärker einstufte als ihren anderen Schützling J'y Reste Voidéen - der "Oldie" sei auf diesem Geläuf wesentlich besser zurecht gekommen als auf demjenigen am ersten Sonntag. 

Damit gab es den gleichen Einlauf wie drei Wochen zuvor in Arosa - was die unglaubliche Zweierwett-Quote von 205:1 (!) zur Folge hatte. Nur die wenigsten hatten offenbar damit gerechnet, dass der bis dato auf Schnee ungeschlagene Northern Man nicht unter den ersten zwei ins Ziel kommen würde. Er folgte 4.5 Längen hinter J'y Reste Voidéen auf Rang drei, über 10 Längen hinter Gone Debérieux. 25 Meter Zulage sind dieses Jahr in St.Moritz offenbar kaum aufzuholen (wenn man um den Sieg mitmischen will).

Die letzten drei Traber, die in St.Moritz mit Zulagen gewannen, waren Jullyannis vor einem Jahr (4.2.07 und 11.2.07), Hesparbet (12.2.06) sowie eben Gone Debérieux (19.2.06).

Im kleineren Trabrennen erzielte der hervorragend aufgelegte Melvin bereits seinen dritten Saisonsieg beim vierten Start - lediglich eine Woche zuvor hatte er sich von Jullyannis bezwingen lassen müssen. Evelyne Fankhauser brachte den von ihrem Vater Theo für Hedy Schlatter trainierten Favoriten auf den Punkt genau und gewann nach Kampf mit einer halben Länge vor Really Upon und Miracle of Love.

 

Rushing Dasher doppelt nach - Vlavianus als Saisondebütant - Raneb steigert sich zum Sieg

Eine Woche nach dem überzeugenden Sieg beim Schnee-Debüt liess Stall Weissensteins Rushing Dasher gleich den zweiten Treffer folgen. Jozef Bojko liess den hochklassigen Frontrunner Fiepes Shuffle nie entwischen und griff diesen durch den letzten Bogen sowie im Einlauf unentwegt an. Am Schluss gewann Rushing Dasher noch leicht mit zwei Längen, doch musste sich der über 700-fache Siegreiter Bojko im Sattel des Wöhler-Schützlings doch mehr anstrengen, als von vielen erwartet worden war.  Salermo holte hinter dem als Saisondebütant stark gelaufenen Fiepes Shuffle den dritten Platz.

Über 1700 Meter schlüpfte Miguel Lopez mit Stall Schachens Saisondebütant Vlavianus im Einlauf innen durch und liess den von seinem Trainingsgefährten Shiraz angeführten Gegnern keine Chance. Rang drei ging an den überraschenden Let Go, der lange an der Spitze galoppierte. Der obligate Tagessieg für Trainer Miro Weiss war damit schon im ersten Rennen Tatsache.

Im Handicap über 1900 Meter düpierte Raneb die Konkurrenz. Markus Kolb positionierte den Fuchs aus dem Stall Golden Arabians sofort hinter dem in gutem Tempo führenden Royal Fire. Als er mit dem Schützling von Franziska Aeschbacher durch den letzten Bogen angriff, konnte nur Puro einigermassen folgen - doch auch er musste  die Überlegenheit des 11.50:1-Aussenseiters anerkennen, lief aber mit 6.5 Kilo mehr als Saisondebütant sehr ansprechend. Royal Fire würde für seine Führungsarbeit mit einem ungefährdeten dritten Platz belohnt.

Der Sieg von Raneb grenzt an ein Wunder. Weshalb? Lesen Sie seine Geschichte (bitte anklicken)!

 

King George rückt die Hierarchie wieder zurecht

Der am ersten Sonntag unverschuldet ausgefallene King George (in den Leinen eines fahrerlosen Konkurrenten verheddert  und angehalten), machte im Skikjöring auf beeindruckende Art und Weise klar, wer der Herr im Haus (oder eben der König auf dem See) ist.

Köbi Broger fuhr den von Miro Weiss für Charlotte Haselbach trainierten letztjährigen Champion mit viel Vertrauen. Als er den 2.20-Favoriten in der letzten Runde marschieren liess, zog dieser in einem fantastischen Endspurt an sämtlichen Konkurrenten vorbei. Und weil Vorsonntagssieger Odin im letzten Bogen schon ziemlich müde war, zischte King George mit fast doppelter Geschwindigkeit wie ein D-Zug vorbei. In der Zielgerade musste als letzter auch Oakmont kapitulieren. Er verlor noch 8 Längen auf den entfesselten Sieger, der über 13 Sekunden schneller war als Odin eine Woche zuvor. Abu Ardash zog im Einlauf ebenfalls noch am müden Odin vorbei auf Rang drei.

Damit bleibt der Kampf um die Skikjöring-Krone bis zum letzten Rennen offen. Sowohl King George als auch Odin können mit einem zweiten Sieg aus eigener Kraft ihren Fahrer zum "König des Engadin" krönen.

 

 



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