Ein Fest unter Nachbarn - die Grasshopper, die gleich neben der Rennbahn auf Niederhasli-Boden ihr Trainingsgelände (Campus) haben, hatten am Samstag 28. Juni 2008 zum Tag der offenen Tür eingeladen. Mit einem Blitzturnier am Vormittag auf dem GC/Campus mit drei gemischten Teams zusammengesetzt aus Spielern der GC-Fanionmannschaft und des neu integrierten Damen-Teams FFC United Schwerzenbach - und eben Ponyrennen am Nachmittag auf der Parkrennbahn.
Die GC-Stars wussten bis zum Mittagessen nicht genau, was sie am Nachmittag erwarten würde. Bis die erst vierjährige Linda Gerber mit ihrem Benjamin auf dem Campus ihren grossen Auftritt hatte.
Die Fussballer trauten ihren Augen kaum, als sie das Gespann sahen. Gelächter, ungläubiges Staunen und viel Vorfreude auf den Gesichtern. Für noch mehr Heiterkeit sorgte Pony Benjamin, als er sich mitten in der Gesellschaft erleichterte...
Nach einer kurzen Instruktion durften die verschiedenen Teams (GC Balkani, GC Südamerika, GC Europa, GC Staff, Frauen Oldies und Frauen Youngsters) dann einen Original-Renndress für Ihre Einsätze wählen (herzlichen dank den Trab-Besitzern, die ihre Dresses spontan zur Verfügung gestellt hatten!).
Danach war Abmarsch (zu Fuss) auf die Parkrennbahn, angeführt von Benjamin und Linda.

Hanspeter Latour im Interview bei der Kurz-Instruktion mit Benjamin und Linda (cm)

GC-Vizepräsident Erich Vogel - es wurde viel gelacht, mehrheitlich jedenfalls...
Nach einem Show-Race der Traber-Kids, bei welchem die künftigen Neo-Trabfahrer Anschauungsunterricht geniessen konnten, galt es ernst. Während vor allem bei den Herren-Teams einige Fussballer Mühe mit dem Unterschied zwischen Trab und Galopp bekundeten, hatten die Vertreter des GC-Staff (u.a. Hanspeter Latour, Mats Gren und Walter Grütter) alles im Griff und kamen in allen 5 Rennen (über jeweils rund 200 Meter) unter den ersten 3 ins Ziel.
Hanspeter Latour hatte sich vor seinem Rennen ins Sulky von Jens gesetzt - der eigentlich einem Konkurrenten zugelost worden war - und machte unmissverständlich deutlich, dass er nicht gedenke, dieses Sulky wieder zu verlassen. "Dä gibi nümm hääär!" Die beiden wurden 3.
Mit Abstand am besten meisterten jedoch die Frauen Oldies (alle älter als 21 zählten bereits dazu...!) die ungewohnte Aufgabe. Von fünf Rennen gewannen sie deren 4 (zum Teil nach Disqualifikationen) und holten sich die Gesamtwertung überlegen vor dem GC Staff (Binggeli, Latour, Gren, Grüter, Foletti) und GC Südamerika (mit Dos Santos, Bobadilla, Zarate, Gabriel, Touré).
Einen Riesen-Job machten die Ponys, die bei heissen Temperaturen tapfer ihr Programm abspuhlten - sowie natürlich die Ponytraber-Kids, die unter der "Leitung" von Ursi Kessler, den GC-Fahrern vor ihrem Einsatz möglichst wertvolle Tipps mit auf den Weg gaben.
Hanspeter Latour im Sulky von Jens... (Fotos: Hitsch Mettler)

...mit viel Spass im Rennen...

...und bei der taktischen Besprechung vor dem Einsatz von Mats Gren, rechts Katrin Fahrni

Die Damen aus dem Team "Frauen Oldies" hatten es am besten im Griff...
Zum Schluss gab es für Trainer Hanspeter Latour noch eine Überraschung. Heinz Koller hatte Melbourne an einen Doppelsulky angespannt und holte den urchigen Trainer im Führring ab.
Vor der Tribüne gab das Trio dann richtig Gas - unter dem Jubel der Zuschauer und sehr zur Freude von Hanspeter Latour, der mit den Armen (immer nur einer aufs Mal, der andere war mit Festhalten beschäftigt...) winkte und die Fahrt sichtlich genoss.
Im Interview mit GC-Medienchef Eugen Desiderato, der den Fan-Anlass zusammen mit Markus Monstein (RVZ) organisiert hatte, meinte Latour der für ihn typischen Art: "Das werde ich nie vergessen! Vor allem hat mich beeindruckt, wie gehorsam diese Traber sind - wenn nur meine Spieler auch so wären...!"
Auch GC-Topskorer Raùl Bobadilla liess es sich nicht nehmen, im Doppelsulky eine Runde zu drehen - wie auch ein Fan, der "auf Kommando" als erster im Führring auftauchte und sich so die Fahrt verdiente.

Hanspeter-Latour hatte im Doppelsulky hinter Melbourne sichtlich Freude...

...und auch GC-Topskorer Raùl Bobadilla liess sich auf das Abenteuer ein.

Dies alles sehr zur Freude der Zuschauer...
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