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Lyskoya



Junior du Rib holt die 60. Meisterschaft der Traber! (UPDATED)

Sonntag, 07. September 2008 17:23

Jean-Bernard Matthey nach 15 Jahren wieder Meister! 

1993 hatte der unverwüstliche Jean-Bernard "J.-B." Matthey mit Snoopy du Brode die Meisterschaft der Traber gewonnen - nun also doppelte er mit Junior du Rib im Besitz des passionierten Heinz Zaugg nach. 

Dies nach einer taktischen Meister-Leistung, im wahrsten Sinn des Wortes. Nachdem er sich den Rücken von Joe de Ligny gesichert hatte, behielt J.-B. Matthey stets den Überblick, forcierte im richtigen Moment und hatte im Einlauf noch Zeit zu schauen, wie nahe der tapfer kämpfende Ludwig du Martza noch an ihn heran- aber nicht vorbei kam. 

Ein grosser Triumph für Jean-Bernard Matthey, aber auch für Junior du Rib. Beim sage und schreibe 164. Start war es der 38. Sieg der Karriere, was einen 23%-Sieg-Schnitt ergibt. Wahnsinn! Und wenn man weiss, dass Junior zudem noch 47 weitere Podest-Plätze auf seinem Konto hat, kann man einfach ausrechnen, dass er bei über der Hälfte seiner Starts unter den ersten 3 ins Ziel gekommen ist!

Als er in die Schweiz gekommen war im Hinblick auf diese Saison, hatte er einige harte Jahre hinter sich. 24 Starts im 2007, gar 27 im 2006, 23 im 2005 und 21 im 2004 - also innerte nur vier Saisons 95 Rennen, mehr als die meisten anderen Pferde im ganzen Leben. Doch Jean-Bernard Matthey schaffte es nach einem missglückten Schnee-Versuch, den ungemein harten Sancho Pança-Sohn aus der Zucht der Ecurie Rib neu zu motivieren und den Elfjährigen bis zur Meisterschaft zu führen. Chapeau. 

Nicht vergessen darf man aber auch das Pech von Ludwig du Martza, der (zu) lange eingeklemmt war, um noch den grossen Coup zu landen. Und das Versprechen des drittplazierten Ouragan de Bussy - der kleine Bruder von Napoléon de Bussy ist ja erst 6 Jahre jung, hat also noch 5 Jahre Zeit bis er so alt ist wie Meister Junior du Rib... 

 

Drei zum Teil verheerende Stürze überschatteten den Renntag

So spannend die Meisterschaft der Traber war, so packend die Einläufe (wie im Stuten-GP mit Polyanta knapp vor Victoire d'Escreux, King George vor der hartnäckigen Lyskoya, Moldau bei den Nachwuchshürdlern vor Rayyan oder Kamarino vor Jostovisso), so stark wurde der Renntag von Stürzen überschattet. 

Das Geläuf war zwar trotz der heftigen Regenfälle am Vortag und durch die Nacht bis am Morgen des Renntages mit 3.0 (Flach) gemessen worden. Doch die oberste Schicht war rutschig. 

Im Jagdrennen schien im letzten Bogen alles klar für Daban und Josef Tomek. Die beiden hatten sich von ihren Gegnern gelöst, der Sieg war nur noch Formsache. Da plötzlich passierte es. Daban rutschte Ausgangs Bogen weg und kam zu Fall, Josef Tomek stürzte fürchterlich und verletzte sich erheblich (Muskelriss unterhalb des Knies, Handgelenk-Bruch, Hirnerschütterung).

"Ich habe bei der ersten Passage dieses Bogens gesehen, dass es innen rutschig ist", erklärte Tomek, "darum bin ich auf dritter Spur gegangen - und trotzdem ist Daban ausgerutscht. Schade, wir hätten zweifellos gewonnen."

Doch damit leider noch nicht genug. Im Cross-Country überschlugen sich die negativen Ereignisse. Zunächst hatte die Entourage von Strong Enough verzweifelt nach einem Ersatzreiter für den verletzten Josef Tomek suchen müssen. Am Ende sprang Olivier Plaçais ein, der noch nie ein Cross-Country und in Frankreich bisher lediglich 8 Hindernisrennen (7 Hürden, 1 Steeple) bestritten hatte, ohne je Geld gewonnen zu haben. Und der bedauernswerte Franzose erlebte eine Feuer-Taufe, wie sie schlimmer nicht sein konnte. Bei der Landung nach einem Absprung rutschte vor ihm Mezzogiorno derart unglücklich weg, dass er zu Fall kam, der nachfolgende Strong Enough stürzte über ihn. Dabei verletzten sich die beiden Trainingsgefährten derart schwer (Sprunggelenk- respektive Wirbelfraktur), dass sie nicht mehr zu retten waren - auch ein Tierspital-Aufenthalt im Fall von Mezzogiorno konnte nicht mehr helfen. 

Die grosse Tristesse also. Zwei erfahrene, hervorragende Springer. Beide kerngesund ins Rennen gegangen. Unsere Gedanken sind beim Trainer der beiden, bei Hansjörg Speck, bei seinem Team, der ganzen Entourage und natürlich den Besitzern. Sie alle machen eine schwere Zeit durch.

Zum Glück blieben die Reiter in diesem Fall unverletzt. Olivier Plaçais dürfte der Schock dennoch in den Knochen sitzen. Und Bertrand Thelier erlebte nur einen Tag nachdem La Bostela in Avenches mit einem schweren Sehnenschaden aus dem Rennen gekommen war, wieder das für einen Reiter schlimmste Ereignis. 

Josef Tomek formulierte es so: "Um mich mache ich mir keine Sorgen, auch wenn die Saison gelaufen ist. Das verheilt alles wieder. Aber ich bin sehr, sehr traurig wegen Mezzo und Strong." 

Tragisch - und dies alles genau ein Jahr nach dem sinnlosen Tod von Nathalène an gleicher Stelle.


 


Hier die Meisterschaft 2008 von A wie Autostart bis Z wie Ziel - gefilmt von Barbara König

(bitte einfach anklicken)

 

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Wer den Film in voller Bildschirm-Grösse sehen will (ideale Qualität erzielen Sie mit GROSS-SCHALTEN und dann 2 Meter vom Computer wegsitzen...): unten rechts (neben Lautsprecher-Symbol) auf das Viereckchen klicken! Braucht allerdings einen schnellen Computer-Prozessor und eine schnelle Grafik-Karte... 

 

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