Riesen-Drama um den ungarischen Wunderhengst Overdose. Keine Angst, er ist kerngesund. Doch wenn ein Pferd 1700 Kilometer anreist und dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause fährt, muss man von einem Drama sprechen.
Alles schien seinen gewohnten Lauf zu nehmen für Overdose. Er startete schnell, hatte innert vielleicht 100 Metern schon 4 oder 5 Längen Vorsprung auf seinen auf dem Papier grössten Widersacher Marchand d'Or herausgeholt. Doch dann wurde klar, dass es einen Fehlstart gegeben hatte - die Boxentür eines Konkurrenten war nicht aufgegangen. Einige Jockeys hatten die Zeichen zum Abbruch des Rennens nicht gesehen oder gehört, darunter der Overdose-Jockey Andreas Suborics. Er ritt weiter, störte sich nicht daran, dass kein Gegner mehr in der Nähe war. Kein Wunder, auf Overdose ist man sich dies ja gewohnt...
Beim zweiten Versuch liess die Entourage Overdose dann nicht mehr antreten. Sicher ein richtiger Entscheid, hatte er doch als fast einziger das Rennen schon absolviert.
Die Frage war schliesslich, ob Overdose auch dem späteren Sieger Marchand d'Or hätte Paroli bieten können. Wir haben einen virtuellen Renn-Vergleich auf youtube gefunden. Und die Antwort lautet: JA, Overdose hätte ganz dick mitgemischt. Schliesslich ritt Andreas Suborics nicht bis am Schluss...
Die von Overdose realisierte Zeit von 54.40 Sekunden lag übrigens nur eine Zehntelssekunde über dem Rekord von Habibti...
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