Sie war eine der hoffnungsvollsten Dreijährigen in Schweizer Quartieren, nun werden wir alle nie wissen, wie gut die von Guy Raveneau trainierte Stute wirklich war.
Am 26. April 2009 hat Precocious Air in Dielsdorf nach einer starken Kampf-Partie unter Freddy di Fède das erste Rennen ihrer Karriere gewonnen - dies nachdem sie schon in Avenches als erste ins Ziel gekommen, aber wegen Behinderung zurückversetzt worden war.
Vor dem Rennen hatte der ehemalige Handicapper Herbert Wohlgensinger, der die Stute in England entdeckt hatte, Precocious Air an Peter Aregger verkauft. Und das ehemalige RVZ-Vorstandsmitglied hatte sich natürlich sehr über den Sieg seiner Neuerwerbung gefreut.
Die Freude währte leider nicht lange. Denn als die Redback-Tochter aus einer Thatching-Mutter (kostete als Jähring 42'000 Guineas) am Sonntag Abend in ihrer neuen Heimat auf dem Räuchlisberg bei Amriswil bei der Familie Kaderli ankam, konnte sie kaum mehr gehen.
"Sie hatte eine Fraktur im Springgelenk", erklärte Trainerin Meret Kaderli, die sich natürlich riesig auf den Neuzugang "mit der unglaublichen Ausstrahlung" gefreut hatte. Gemäss Veterinär stammt die Verletzung mit grösster Wahrscheinlichkeit aus dem Rennen, ein Ermüdungsbruch könne praktisch ausgeschlossen werden.
Precocious Air war leider nicht mehr zu retten.

Precocious Air (Nr. 2 mit Freddy Di Fède) in ihrem letzten Rennen auf dem Weg zum Sieg (U.Wild)
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