Als seine bisher grössten Erfolge hatte Freddy Di Fède anlässlich seines Derby-Rittes auf Auenwunder seine Einsätze als Jockey von Führpferden in Gruppe-I-Rennen bezeichnet. Nun hat er doch tatsächlich mit einem "Hasen" auf Gruppe-Ebene gewonnen.
So geschehen am 28. Juni 2009 in Saint Cloud, wo er mit der Aga Khan-Stute Ashalanda als Pacemaker der Stallgefährtin Shamakiya (Christophe Soumillon) engagiert war. Über 2400 Meter (Gruppe II, 130'000 EUR) kam es am Schluss jedoch anders heraus, als es gedacht war. Freddy Di Fède schaute sich im Einlauf immer wieder um und sah, dass die Gegner zwar näher kamen, aber nicht zwingend... So nahm er mit der 24:1-Aussenseiterin Ashalanda die eigene Chance wahr und wehrte sämtliche Angriffe ab, den letzten um einen kurzen Hals. Stallgefährtin Shamakiya folgte eine halbe Länge weiter zurück in totem Rennen auf dem dritten Platz. Doch alle Favoritinnen-Wetter konnten sich dank der Stallwette (Quote) ebenfalls freuen.
So kann es der bei Alain de Royer Dupré tätige Jockey sicher verschmerzen, dass er in der Schweiz nach dem 4. Fall von übermässigem Peitschengebrauch (innerhalb eines Jahres) mit einer Busse von 500 Franken und 4 Tagen Lizenzentzug bestraft wurde.
Anders als bei Matej Rigo, der als Amateur mit Schweizer Lizenz reitet, konnte Galopp Schweiz dem 25-jährigen französischen Profi kein Peitschenverbot verfügen - dies wäre für ihn quasi einem Berufsverbot gleichgekommen.

Stein des Anstosses: Freddy Di Fèdes Ritt auf Sahara Boy (2. zu Sweet Venture) in Frauenfeld (U.Wild)
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