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Ailton



Pont des Arts trotzt dem scheinbar übermächtigen Poseidon

mardi, 04. août 2009 09:39

Pont des Arts macht für den Schweizer Turf den 31.Juli 2009 zum Nationalfeiertag - grosse Kampf-Leistung gegen den vermeintlich übermächtigen Poseidon Adventure. 

Alle waren sich einig im Vorfeld des Grand Prix d'Avenches, der mit 90'000 Franken dotierten 7. Etappe des Défi du Galop über 2400 Meter. Der aus München angereiste Poseidon Adventure war der grosse Favorit. Selbstverständlich, denn der von Wolfgang Figge trainierte Sadler's Wells-Sohn konnte mit Abstand die besten Referenzen in die Waagschale werfen, war in Form und in vielen Gruppe-Rennen gegen ganz andere Gegner gestählt.

So sahen dies denn auch sämtliche Interview-Partner auf Equidia, von Trainer  Wolfgang Figge selbst über Torsten Mundry, Carmen Bocskai bis zum Vorjahres-Siegtrainer Guy Raveneau. Dieser brachte es auf den Punkt. "Poseidon Adventure ist der klare Favorit, von den Schweizern kann einzig Pont des Arts ihm gefährlich werden", erklärte Raveneau. Zu Ailton meinte er nur: "Mein eigenes Pferd lasse ich laufen, um mir eine Freude zu machen." Und dies erfüllte Ailton perfekt - ausser die beiden von seinem Eigner/Trainer angesprochenen Favoriten musste Ailton letztlich niemanden vor sich dulden. Rang drei war ein hervorragendes Resultat, das ihm ein neues GAG von 91 Kilo (4 mehr als bisher) einbrachte.

Taktische Meisterleistung von Olivier Plaçais schlägt Gruppe-Crack

Von der Spitze aus läuft Pont des Arts seine besten Rennen, so war die Taktik zwei- und dreijährig. Der Versuch, ihn vierjährig auf Wartetaktik umzustellen war absolut legitim, wurde aber letztes Jahr schliesslich wieder fallen gelassen. 

Mit alter Taktik, eben vorne weg, demontierte Pont des Arts diesen Frühling seine Konkurrenz zunächst in Avenches und dann im Super Grand Prix BMW in Dielsdorf förmlich. Und trotz des Ausrutschers in Compiègne, wo Pont des Arts nach zwei Monaten Pause möglicherweise etwas zu frisch war und Olivier Plaçais ihn an der Spitze kurz aufgenommen hatte (was der Kingsalsa-Sohn nicht schätzt) wurde logischerweise an der Frontrunner-Taktik festgehalten, anders als vor einem Jahr als Pont des Arts von einem der letzten Plätze kommend zwar gut fertig machte, aber mit Rang 5 Vorlieb nehmen musste.

Auch diesmal war "von hinten" kein Staat zu machen, jedenfalls nicht für "Normalsterbliche". Von den ersten fünf Pferden im Ziel, lagen vier schon Ausgangs des letzten Bogens auf einem Geld-Rang. Um bei einer von Olivier Plaçais meisterhaft inszenierten Pace - zunächst schnell, dann in der Gegenseite etwas Tempo rausgenommen, im Einlauf wieder beschleunigt - aus hinteren Regionen nach vorne zu kommen, brauchte es gewissermassen einen wie Poseidon (Adventure), den griechischen Gott des Meeres, den Bruder des Zeus.

Karoly Kerekes erkannte die Gefahr vielleicht etwas (zu) spät, liess den grossen Favoriten (1.80:1) durch den letzten Bogen zwar Aufrücken, musste aber aussen herum weite Wege gehen - dies just in dem Moment, als Olivier Plaçais ganz innen mit Pont des Arts beschleunigte. Nach dem Wegübergang sah es so aus, als würde der Gott des Meeres den Leader mit Haut und Haaren verschlingen. Doch in der Folge zeigte Pont des Arts unbändigen Kampfgeist und hielt den vier Kilo mehr tragenden Favoriten bis ins Ziel knapp um einen kurzen Kopf in Schach.

Die Überraschung war perfekt. Der wohl beste Galopper, der in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz am Start war (gemessen an den Referenzen vor dem Rennen, nicht wie z.B. bei Derby-Sieger Solon denjenigen nach dem Rennen in der Schweiz) war geschlagen. Eine Leistung, die kaum hoch genug eingeschätzt werden kann. Auch wenn wohl Karoly Kerekes sich kaum nochmal überraschen lassen würde, könnte er das Rennen nochmal reiten. Doch solches geht im Rennsport ja (zum Glück) nicht.

Interessant wäre, die beiden im Grand Prix LGT Jockey Club mitte September im Dielsdorf wieder gegeneinander laufen zu sehen - nach unseren Berechnungen hätte Poseidon Adventure dort sogar 2 Kilo weniger als Pont des Arts, stünde damit ganze 6 Kilo besser da als in Avenches.
Nun, für den ehemaligen Schützling des irischen Star-Trainers Aidan O'Brien geht es gemäss Wolfgang Figge nun mal am 16. August auf Gruppe-I-Ebene im Rheinlandpokal in Köln (155'000 EUR) weiter.

 

mehr folgt... 

 

 

PMU-Zahlen leicht unter den Erwartungen

Wer die Wettumsätze für die fünf PMU-Rennen sieht (total 1'345'607.28 EUR, also rund 2.05 Millionen Franken - oder fast soviel wie sonst in einem Jahr auf allen Schweizer Rennplätzen zusammen...), kommt ins Schwärmen.

Wenn man die Umsätze der einzelnen Rennen allerdings etwas genauer analysiert, fällt auf, dass verglichen mit den vier Rennen (gegenüber 5 dieses Jahr) vom letztjährigen 1. August sogar ein kleiner Rückgang von rund 60'000 EUR in Kauf genommen werden musste.

Dies trotz eines fulminanten Starts im Derby du Trotteur Français (Sieger Rain Storm) mit 391'257 EUR (gegenüber 198'000 EUR letztes Jahr).

Einbussen gab es insbesondere in der Trophée des 3Ans bei den Galoppern (Siegerin Furious Belle, Umsatz 230'617 EUR gegenüber 325'000 EUR letztes Jahr) mit nur 6 Startern sowie im Grand Prix d'Eté (Sieger Junior dur Rib, Umsatz 203'410 EUR gegenüber 334'000 im 2008) mit 7 Startern.

Hingegen blieb das Défi-Rennen mit 270'575 EUR (gegenüber 298'000 vor einem Jahr) relativ konstant. Hier hätten französische Starter bestimmt mehr Umsatz gebracht.

Was neben den zu wenigen Startern und dem Fernbleiben der Franzosen ebenfalls berücksichtigt werden muss, ist die Tatsache, dass leider vor dem letzten Rennen (GP d'Eté mit Junior du Rib) in Frankreich die Gewinne aus dem Quinté-Rennen noch nicht ausbezahlt werden konnten - so hatten einige Spieler weniger Geld zur Verfügung. Dies soll gemäss Aussagen von Spezialisten schnell mal einige 10'000 EUR Umsatz ausmachen.

 

 

 

 



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