Der Rennverein Zürich, der zu Beginn der Saison aufgrund der schwierigen Situation im Sponsoring-Bereich für den 13.September 2009 nur 7 Rennen (2 Trab, 5 Plach) ausgeschrieben hatte, kam dem Wunsch von Galopp Schweiz betreffend einer Teilung des 2300-Meter-Rennens gerne nach. So können nun 21 Pferde laufen statt nur deren 14, eine willkommene Geste für Trainer und Besitzer.
Im 34. Grand Prix LGT Jockey Club kommt es zum mit grosser Spannung erwarteten Aufeinandertreffen sämtlicher Schweizer Cracks (rund um Pont des Arts und Vorjahressieger Mascarpone) mit dem Gruppe-Pferd Poseidon Adventure. Sämtliche Schweizer Starter aus der Défi-Etappe im Avenches sind dabei, zusätzlich First Time und eben aus München Poseidon Adventure.
Ein wahres Gipfeltreffen der besten Galopper der Schweiz. Wenn man die Palmarès der Pferde genauer anschaut, wird erst deutlich, wie gut die Besetzung ist: Über die Klasse von Poseidon Adventure, der nicht weniger als 20 (!) seiner 26 Starts auf Gruppe-Ebene (6 Gruppe I) absolviert hat, braucht man nicht zu diskutieren. Er ist mit Sicherheit eines der absolut besten Pferde, das je in der Schweiz gelaufen ist.
Aus Schweizer Sicht ist mit Pont des Arts der aktuelle Défi- und BMW-Sieger am Start, Mascarpone ist der Titelverteidiger im Grand Prix LGT Jockey Club, dann sindmit Song of Victory und First Time die Triumphatoren der letzten 3 GP St.Moritz-Austragungen dabei, Eiswind, einstiger Toto-Favorit im Deutschen Derby, ist amtierender Titelhalter des Silberblauen Bandes. Wassiljew war bei 3 Gruppe-III-Auftritten zweimal plaziert (4.), bringt also auch einige Klasse mit, wie der in blendender Form agierende Ailton, der Zweijährig Gruppe-III-Dritter war.
Zwei kleine Wermutstropfen gibt es: Zum einen die Tatsache, dass kein Dreijähriger mit am Start ist. Dies hat wohl mehrere Gründe. Erstens sind die stärksten Dreijährigen aus Schweizer Quartieren dieses Jahr kaum so gut, um die besten älteren Pferde herauszufordern. Maintop, dem wir dies zugetraut hätten, ist leider noch nicht wieder einsatzfähig. Zweitens ist der Kalender mit (gezwungenermassen) nur zwei Wochen Pause zwischen St.Leger und Jockey Club für mögliche Kandidaten zumindest suboptimal, um das so zu formulieren.
Zum Zweiten ist kein wirklich herausragender Sattelkünstler mit dabei, wie dies in früheren Jahren wie z.B. Mick Kinane oder Michael Roberts der Fall war.
Doch ist ein Jockey am Start, der den Dielsdorfer Big Point schon dreimal gewonnen hat: Der letzte Erfolg von Jean-Michel Breux, dem Eiswind anvertraut wird, liegt allerdings schon 15 Jahre zurück (Siege 1994 und 1991 mit Wacio sowie 1993 mit Badolato).
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