Wie wir aus dem Quartier von Mario Hofer erfahren haben, hatte der Rekurs des in Krefeld trainierenden Österreichers gegen den Entscheid der Sanktionskommission Galopp Schweiz, Silver Market "aufgrund der fehlenden Eintragung der Impfung im Pferdepass zu disqualifizieren (BBAG-Auktionsrennen 1.August 2009 in Avenches), Erfolg.
Somit bleibt das sportliche Verdikt gewahrt: Silver Market, die mit 4 Längen gewonnen hatte, ist (und bleibt) Siegerin vor Cumascheals und Captain Pedro.
Die Begründung dazu kennen wir nicht. Doch gilt es festzuhalten, dass Silver Market sowohl am 21.6.2009 in Frankreich (Wissembourg) sowie drei Wochen nach dem Avenches-Sieg in Deutschland (Baden-Baden) ohne Probleme an den Start gehen durfte.
Das Schweizer Reglement fordert (wie wir bereits berichtet haben) in der Weisung betreffend der obligatorischen Impfungen gegen Pferdeinfluenza unter Paragraph 1, Absatz 5: "Die Impfungen von im Ausland trainierten Pferden müssen den Bestimmungen des jeweiligen Landes entsprechen, in dem das Pferd trainiert wird."
Wir verweisen zudem auf den - zugegebenermassen anders gelagerten - Fall Victoire d'Escreux, die ihren Sieg vom 11.November 2007 ebenfalls zurück bekam - obschon damals sogar erwiesen war, dass die Stute nicht korrekt geimpft war. Damals begründete das Sportgericht SPV die Nicht-Disqualifikation damit, dass der Trainer glaubhaft machen konnte, dass er bis nach dem Rennen nichts vom Fehler bei den Impfungen mitbekommen hatte. Gemäss Vertrauensprinzip wurde damals die Disqualifikation wieder aufgehoben.
Wir halten zudem fest, dass in diesem Fall (Silver Market) die Rennleitung in Avenches aus sportlicher Sicht richtig gehandelt hat, indem sie Silver Market "unter Vorbehalt" zum Rennen zuliess.
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