Zwei Gäste aus Frankreich, beide in Schweizer Besitz, sorgen am zweiten Maienfelder Renntag für zusätzliche Würze in den beiden Jagdrennen - Oh Calin (Adolf Egloff Erben) und Out of Control (Mark Haenni) wurden nachgenannt und dürften mit ihrer Klasse (Oh Calin war vor vier Monaten 5. auf Gruppe-II-Ebene in Auteuil), respektive Erfahrung zu interessanten Prüfsteinen für die Schweizer Steepler.
Wie wir erfahren haben, wurde für die beiden Regis Schmidlin als Pilot gebucht. Insbesondere Oh Calin hat in der Schweiz noch eine Rechnung offen - als Favorit kam er im Herbst 2008 im GP Schweiz nach einer (zu) passiven Reitweise seines damaligen Jockeys auf dem Schachen nur als enttäuschender 4. ins Ziel. Dies soll nun anders sein.
Doch Vac de Regnière, Quelca de Thaix, Ungar, Great Spain und Plusvite dürften die Schweizer Quartiere in Abwesenheit des in die Winterpause verabschiedeten GP-Schweiz-Siegers Roi de Rose im Grossen Preis des Kantons Graubünden würdig vertreten.
Gespannt darf man auf den neuen Zollet-Schützling Mister Vassy sein, ein bis vor kurzem von Thomas Trapenard trainierter Fünfjähriger, der diesen Frühling in Enghien noch ein Quinté gewonnen hat.
Wenig Auswahl gibt es für die Wetter in mehreren Rennen - im Cross-Club-GP kommt es zur Revanche ohne die grosse GP-Maienfeld-Siegerin Avalon, die gemäss Trainerin Bettina Lampert gut aus dem Rennen gekommen ist, nun aber eine Pause bekommt - möglicherweise eine Woche später in Frauenfeld nochmal an den Start gehen soll (je nach Stand in der Cross-Trophy).
Auch der von seinem Reiter nach der falschen Hindernispassage unverständlicherweise noch weiter gerittene und schliesslich gestürzte L'Indien du Cadran figuriert nicht mehr im Aufgebot. So sind maximal fünf Pferde am Start des grossen Cross - und dies auch nur, falls der "doppelt stehengebliebene" Vodetus nicht im kleinen Cross läuft.
Fünf Starter, das bedeutet, dass es keine Dreierwette gibt. Dies ist auch im Flach-GP der Fall, wo es voraussichtlich Ailton mit dem unglaublich günstig im Rennen stehenden Don Chester zu tun bekommt, sowie mit Wassiljew, Quiron und Panamera.
Bei den Hürdlern gibt es maximal 6 Starter - dies, wenn Paparazzi seinen Stallgefährten Hairball begleitet und eine Woche nach seinem nicht ganz wie erwartet geglückten Debüt nochmal läuft. Sonst gäbe es auch hier keine Dreierwette...
Dies sollte dafür im kleinen Cross der Fall sein. Die sieben Starter des ersten Sonntags sind stehengeblieben, wobei Vodetus wie bereits erwähnt auch im Cross-Club-GP noch drin ist.
Bei den Trabern sieht es nach einem vollen Feld aus. Möglicherweise zwei, doch ist bei den vornehmlich jungen Trabern mit weniger als 40'000 Franken Gewinnsumme (17 Stehengebliebene) das Problem, dass einige Trainer/Besitzer sich entscheiden müssen, ob sie lieber in Maienfeld oder eine Woche später in Frauenfeld (praktisch identisches Rennen (!) bis 35'000 Franken Gewinnsumme) laufen wollen. Auf der Allmend haben diejenigen Vorrang, welche in Maienfeld nicht gelaufen sind...
Bei den Elite-Trabern, die ebenfalls eine Woche später in Frauenfeld die nächste Startmöglichkeit haben, ist der Kreis der Kandidaten von 16 auf 10 geschrumpft. Unter anderen ist der frische Sieger Quitou Pierji nicht mehr dabei.
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