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Ailton



Quelca de Thaix holt Jagd-GP - Fuhrmann-Festspiele auf dem Rossriet in Maienfeld (UPDATED)

dimanche, 18. octobre 2009 20:29

Dirk Fuhrmann gewann mit Quelca de Thaix den Jagd-GP - sowie 3 weitere Rennen! (U.Wild)

 

Trotz Kälte liessen sich 6500 Zuschauer nicht beirren und verbrachten einen spannenden Renntag auf dem Maienfelder Rossriet - dabei setzten sie 97'203 Franken an den Wettschaltern um. Es war der grosse Tag des deutschen Hindernis-Jockeys Dirk Fuhrmann, der gleich vier Rennen gewann. Mit Quelca de Thaix setzte er sich im GP Kanton Graubünden leicht durch - zuvor hatte er mit Cromat, Fighting Johan und zudem mit Ailton den Flach-GP gewonnen. Der Cross-GP ging hoch verdient an Negus des Mottes, das wichtigste Trabrennen holte sich Level One Jiel.


 

 

6500 Zuschauer sahen am zweiten Maienfelder Renntag einen entfesselten Dirk Fuhrmann sowie Negus des Mottes mit geglückter Revanche im Grossen Preis des Cross-Club. 

Glück im Unglück hatten die Verantwortlichen des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz am zweiten Renntag – denn obwohl Petrus Kälte gebracht hatte, liess er Gnade walten und verzichtete auf Regengüsse. Trotzdem kamen logischerweise nicht 11‘000 Zuschauer aufs Rossriet wie vor einem Jahr, aber immerhin 6500 Unentwegte erlebten spannende Rennen und plazierten Wetten für insgesamt 97‘203 Franken. Michael Stocker, der neue Präsident des Rennvereins Maienfeld/Bad Ragaz, und seine Crew konnte absolut zufrieden sein mit dem Meeting 2009.

 

Spannendes Jagdrennen mit grossem Sieger

Zwei der elf Rennen waren mit je 20‘000 Franken Preisgeld dotiert. Die Beantwortung der Frage, welches denn nun das Hauptereignis des Tages sei, wurde jedem selbst überlassen. Sportlich gesehen traten die  klassemässig besseren Pferde im Jagdrennen um den Grossen Preis des Kantons Graubünden an. Ein starkes Feld mit acht Startern machte sich auf den 4200 Meter langen Weg mit 31 Hindernissen.

Bric d’Or, der nach Einschätzung der Wetter grösste Aussenseiter im Feld, führte über weite Strecken des Rennens und wurde schliesslich mit dem dritten Platz für seine Arbeit belohnt. Während der grosse Favorit Vac de Regnière sang- und klanglos als Letzter ins Ziel kam – möglicherweise wegen des klebrigen Bodens – kam es zu einem spannenden Duell um den Sieg. Der deutsche Jockey Dirk Fuhrmann spielte seine ganze Klasse aus, ritt den Schimmel Quelca de Thaix auf dem kürzesten Weg gegen den letzten Sprung und zog mit starkem Endspurt noch leicht am extra für dieses Rennen aus Frankreich angereisten Oh Calin vorbei.

Die Zuschauer tobten und jubelten Dirk Fuhrmann zu – der 38-jährige hatte zuvor bereits sage und schreibe drei Tagessiege erzielt, nach zwei Erfolgen bereits vor einer Woche. Fuhrmann-Festspiele also in Maienfeld. Der sympathische rund 600-fache Siegreiter hatte danach ein Luxus-Problem mit den vielen Maienfelder Ehrenpreisen. "So eine grosse Wohnung habe ich gar nicht, um das alles zu verstauen", lachte der Mann des Tages, bevor er sich mit dem Auto auf den Weg nach Meran machte, wo er lebt und reitet.

 

Der grosse Sieger Quelca de Thaix, der in den Farben seines Trainers Guy Raveneau läuft, nahm damit erfolgreich Revanche für sein Pech beim Schweizer Debüt vor drei Wochen in Aarau – dort war er wegen eines Kilos zu wenig getragenen Gewichts nachträglich vom dritten Rang disqualifiziert worden. 

 

Negus des Mottes verdienter Cross-Sieger

Aus Sicht der Zuschauer war das grosse Cross-Country unter dem Patronat des wichtigen Gönnervereins Cross Club Maienfeld der unbestrittene Höhepunkt des Tages. Und auch hier war Revanche angesagt. Sylvain Dupuis, der Jockey von Negus des Mottes, wollte die unglückliche Vorstellung vom ersten Sonntag korrigieren. Beim Kappeli-Wall waren die beiden nach einem Flüchtigkeitsfehler ausgeschieden. Dies könnte gestern der entscheidende Vorteil gewesen sein, weil Negus des Mottes so hatte Kräfte sparen können.

"Er war so frisch in der Woche zwischen den beiden Rennen, dass ich ihm etwas mehr Arbeit geben musste als ursprünglich geplant", erklärte seine Trainerin Meret Kaderli. Sie hatte offensichtlich alles richtig gemacht.

Negus des Mottes sprang vom Start bis ins Ziel hervorragend, Sylvain Dupuis zeigte einen starken Ritt – der hoch verdiente Sieg war die logische Folge.
Den Ehrenplatz holte sich Quel Beau Mec mit einem starken Endspurt den zweiten Platz vor dem Cross-Debütanten Bet on Me. Der am ersten Sonntag zweitplazierte Aibas musste sich mit dem fünften und letzten Platz begnügen.

Mit seinem Sieg sicherte sich Negus des Mottes bereits den Titel des Cross-Champions 2009 - Besitzer Peter Aregger wird in Frauenfeld unabhängig vom Ausgang des dortigen letzten Querfeldeinrennens der Saison einen schönen Ehrenpreis in Empfang nehmen können.

 

Zwei Bündner Siege beim "Hindernis-Nachwuchs"

 Wie am Vorsonntag gab es im Rahmenprogramm zwei Bündern Siege. Der für den gebürtigen Maienfelder Hans Jörg Zindel laufende Schimmel Cromat war mit Dirk Fuhrmann auch in seinem zweiten Cross-Country von der Spitze aus unschlagbar. Wo die Leistungsgrenze des für verhältnismässig günstige 17‘000 EUR in Baden-Baden ersteigerten Fünfjährigen liegt, kann noch nichtmal abgeschätzt werden.

Für den zweiten Bündner Sieg sorgte Pilgrim für den Maienfelder Stall SVH um den Cross-Club-Präsidenten Silvio Vogt. In bestechender Manier gewann der Fuchs mit Philipp Schärer das Jagdrennen für Vierjährige vor den beiden Zindel-Pferden Vajpayee und Royal Sadler. Auch Pilgrim ist ein grosses Versprechen für die Zukunft – gut möglich, dass er in 51 Wochen auf dem Maienfelder Rossriet wieder gross auftrumpft. Dann aber mit grösster Wahrscheinlichkeit ohne Philipp Schärer, für den es das letzte Rossriet-Meeting gewesen sein dürfte - wenn er nicht irgendwann seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt.

 

Level One Jiel "sans émotions" - Patricia Felber schliesst zur Spitze auf

Das bestdotierte Trabrennen wurde eine leichte Beute von Level One Jiel. In Abwesenheit von Junior du Rib, der nach einem leichten Kreuzschlag in seiner Boxe bleiben musste, versuchte Khan zwar alles, doch der Inländer musste die Überlegenheit des Schützlings von Patricia Felber in der Zielgerade bald einmal neidlos anerkennen. Die Westschweizer Trabfahrerin hat damit im Kampf um den Amateur-Champion-Titel zu Claudia Koller aufgeschlossen, die seit den Schnee-Rennen in Führung war. Beide haben nun 7 Siege auf ihrem Konto, Claudia Koller einen zweiten Platz mehr. Schon in Frauenfeld könnte Patricia Felber mit einem weiteren Sieg mit Level One Jiel einen grossen Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Hinter den beiden lauert mit 6 Siegen Barbara Schneider, die mit Napoléon de Bussy (zuletzt mit Husten) und Roc Breton interessante Trümpfe in der Hand hält.

 

Dummheit des Tages: 10 Schläge

Zum Schluss noch kurz zur Dummheit des Tages: Diese leistete sich der "hinlänglich vorbestrafte" Matej Rigo im grossen Flachrennen mit Quiron. Im Kampf um den Sieg "vergass" der an sich talentierte Amateurrennreiter einmal mehr die geltende Peitschen-Regelung, verpasste Quiron nicht weniger als 10 (!) Schläge (also doppelt so viele wie erlaubt) und muss nun wegen "übermässigem Peitschengebrauch im 4. Fall innerhalb eines Jahres"  mit einer drastischen Strafe rechnen.
Das Dossier wurde an die Sanktionskommission übermittelt. Man darf gespannt sein, wie das Urteil ausfällt. Im Mai dieses Jahres gab man Rigo die Chance, anstelle von 4 Tagen Lizenzentzug trotzdem zu reiten, aber ohne Peitsche. Diesmal dürfte das Urteil wohl härter ausfallen, um wirklich einen Denkanstoss auszulösen.

 

 

 

 



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