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Al Din



Orientierung über neues Kategorie-System bei Galopp-Ausschreibungen (updated)

Freitag, 30. Oktober 2009 23:20

Galopp Schweiz hat am Donnerstag 29.10.2009 im Tribünenrestaurant auf der Rennbahn Dielsdorf über den Stand der Einführung des neuen Kategorie-Systems orientiert - sowie über einige andere Dinge.

Die Orientierungs-Veranstaltung war gut besucht. Die Teilnehmer, bestehend aus Trainern, Funktionären und Vertretern der Rennvereine, begrüssen eine reg(er)en Informationsaustausch mit dem Dachverband. So lassen sich Probleme auch mal ausserhalb des "Renn-Stresses" an einem Renntag diskutieren, was für alle Beteiligten nur von Vorteil sein kann.

 

Offiziell vorgestellt - obschon natürlich allen in der Szene bekannt - wurde Urs Muntwyler, der ab 1.12.2009 wieder als Geschäftsführer von Galopp Schweiz amten wird. Sitz der Geschäftsstelle ist Grüningen (ZH). Die Aufgaben rund um den Rennbetrieb als solches (Nennungen, Starter etc.) werden jedoch weiterhin in Avenches durch die IENA wahrgenommen.

 

Im Mittelpunkt stand am Donnerstag Abend das neue Kategorie-System für die Flach-Ausschreibungen. Neben den Altersgewichtsrennen (mit Aufgewichten aufgrund der im Vorjahr gewonnenen Preisgelder) und den Handicaps gibt es am 2010 nach ausländischem Vorbild nun in der Schweiz auch reine Kategorie-Rennen (wo weder Handicap-Marken noch Gewinne für die Gewichtsberechnung eine Rolle spielen).

Vorerst sollen pro Renntag ein bis zwei solcher Kategorie-Rennen durchgeführt werden, wie Thomas Peter als Präsident der Ausschreibungskommission erklärte.

Das erste Kategorie-Rennen (Kategorie E) findet am 17.Januar 2010 in Arosa statt. Startberechtigt sind alle Pferde, die seit dem 1.1.2009 kein Rennen der Kategorie A bis D gewonnen haben und seitdem nicht Zweiter oder Dritter in einem Rennen der Kategorie A bis C waren. Die Quiz-Frage, die sich für jeden Trainer nun stellt, ist die nach der Kategorie-Einteilung der Rennen seit 1.1.2009.

Galopp Schweiz hat sämtliche Rennen der (Schweizer) Saison 2009 in Kategorien eingeteilt - diese Einteilung kann via diesen Link angeschaut werden: 

Für ausländische Rennen gibt es ein international gültiges "Umrechnungs-System" - im Zweifelsfall, wenn ein Rennen keiner bestimmten Kategorie zugeordnet werden kann, gilt es automatisch als Kategorie D.

 

Grundsätzlich ist die Einführung des Kategorie-Systems zu begrüssen. Es ermöglicht Pferden, die "ausgehandicapt" sind und/oder einiges an Gewinnen angehäuft haben, auf einer dritten Schiene laufen und Erfolg haben zu können. Nicht zuletzt sind in den Kategorie-Rennen mit geschicktem Management Mehrfach-Siege möglich. 

Wenn ein Trainer mit einem Pferd, welches "unten" beginnen kann, auf die Kategorie-Rennen setzt und vielleicht in E- und F-Rennen je zwei Siege erzielt, kann es auch in der Kategorie D (ca. Hcp-3-Niveau) wieder gewinnen - weil es aus unteren Kategorien kein Gewicht mitnehmen muss. In Altersgewichtsrennen wird spätestens nach 3 Siegen die Luft meist dünn, was auch im Handicap in den meisten Fällen parallel so sein dürfte.


Für die Zulassung zu den Kategorie-Rennen sollen grundsätzlich die Resultate (in sämtlichen, nicht nur den reinen Kategorie-Rennen) der letzten 12 Monate zählen. Ab 2011 ist für die unterste Kategorie (F) ein Rückblick von 24 Monaten geplant. Wir sind der Meinung, dass auch für die zweitunterste Kategorie (E) ein Rückblick von 24 Monaten sinnvoll wäre - um die schwächeren Pferde des "Mittelstandes" zu schützen.
Ein rekonvaleszentes ehemaliges Top-Pferd braucht unseres Erachtens nicht in einer der beiden tiefsten Kategorien beginnen zu können. Kategorie D reicht vollkommen - zumal ein solches Pferd ohne Gewinn ja auch in den Altersgewichtsrennen ganz unten beginnen kann.

 

Interessante Diskussion über Zukunft des Hindernis-Sports

Nach dem ersten offiziellen Teil wurde über die Absage eines Hindernisrennens in Avenches diskutiert. Die Quintessenz aus unserer Sicht: Die Rennvereine möchten verständlicherweise keine Rennen mit nur sehr wenigen Startern, Galopp Schweiz sind grösstenteils die Hände gebunden bezüglich der Anzahl der Hindernisrennen, Trainer möchten auch Rennen für junge Hindernis-Pferde, Besitzer schlichtweg Startmöglichkeiten für all ihre Vierbeiner - dies alles unter einen Hut zu bringen, kommt in der aktuellen Situation quasi der Quadratur des Kreises gleich.

 

Die Lösung lautet hier für einmal: Geld. Es braucht nach unserem Dafürhalten schlicht und einfach Geld, um Rennen für den Nachwuchs zu finanzieren. Rennen, die halt zur Not auch mal mit nur 3 Startern gelaufen werden - nur wenn kein Sponsor sich daran stört, dass ausgerechnet sein Rennen nur so wenig Pferde anzieht, wenn kein Rennverein sich über Nenngeld-Ausfall ärgern muss, und wenn Trainer/Besitzer sicher sein können, dass ein Programm über Jahre auch tatsächlich stattfindet (und es sich lohnt junge, auf der Flachen vielleicht nicht so schnelle Pferde einzuspringen) kann ein solches Konzept funktionieren.
Dafür bräuchte es unserer Ansicht nach einen Global-Sponsor Hindernisrennen. Mit vielleicht 60'000 Franken, besser 100'000 pro Jahr - schwierig zu finden, aber doch hoffentlich nicht unmöglich. Wir nehmen Ideen gerne entgegen...!

 

Dies ist in der aktuell verkachelten Situation für uns die einzige Lösung, dass der beim Publikum so beliebte Hindernissport in der Schweiz einer gesicherten Zukunft entgegenblicken kann.

 

Die Frage, die man sich stellen darf: Wäre es nicht möglich im IENA in Avenches auch vermehrt junge Hindernis-Pferde zu fördern?

 

 

Renn-Filme aus Rennleitungs-Sicht

Anton Kräuliger zeigte in der Folge noch einige interessante Rennfilme mit bisher fürs breite Publikum nicht gesehenen Perspektiven - insbesondere vom Jockey Club. Dies dürfte dem einen oder anderen Betrachter vor Augen geführt haben, dass Entscheide nach Ansicht von nur einer Perspektive (nur von der Seite, nur von vorn oder hinten) manchmal sehr schwierig sein können. Gerade darum ist es wichtig, dass die Rennleitung am Renntag bestmögliches Film-Material zur Verfügung hat. Was leider nicht immer der Fall ist.

 

 

 

 



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