Eine Pferderennbahn in Ruswil werde nie Tatsache, liess sich SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer mehrmals, auch in jüngster Zeit zitieren.
In der Tat ist der Weg noch sehr weit. Die Initianten haben am Mittwoch (11.11.2009) über den Stand der Dinge informiert.
Wir publizieren in der Folge die Medien-Mitteilung, die in unseren Augen (noch) nicht sonderlich viel aussagt.
"Die Initianten des Projekts „Nationales Pferdesportzentrum Ruswil“ traten im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erstmals in persönlichen Kontakt mit der Ruswiler Bevölkerung. Der Projektstand konnte aufgrund der Medienberichterstattung in den letzten Wochen als einigermassen bekannt vorausgesetzt werden. Im Vordergrund stand deshalb die Diskussion. Diese verlief angeregt und in einer mehrheitlich positiven Grundstimmung, auch wenn kritische Fragen nicht ausblieben.
Der Verein TIREKT (Trägerverein für innovative Regionalprojekte) strebt bekanntlich den Bau und Betrieb eines nationalen Pferdesportzentrums im Rottal an. Das Projekt wird vom Kanton im Rahmen der Neuen Regionalpolitik NRP finanziell unterstützt. Als Standort stehen zwei Areale in der Gemeinde Ruswil im Vordergrund, nämlich das Rüediswiler Moos und die Moosächer beim Weiler Ziswil. Die Projektarbeiten haben zu Projektskizzen geführt, die konkrete Verhandlungen in verschiedenen Richtungen erlauben.
Am Abend des 11. November 2009 stellten sich die Projektverantwortlichen im Pfarrheim in Ruswil erstmals der öffentlichen Diskussion. Toni Galliker, Präsident des Trägervereins TIREKT, konnte eine grosse Schar interessierter Bürgerinnen und Bürger begrüssen. Leo Müller legte als Gemeindepräsident die positive Grundeinstellung der Gemeindeexekutive zum Projekt dar. Dr. Peter Kohler, der Projektleiter, orientierte über den gegenwärtigen Stand. Als Neuigkeiten konnten Verhandlungen mit ausgewählten Grundeigentümern und mit Finanzintermediären vermeldet werden. Resultate liegen noch keine vor.
Die anschliessende Diskussion verlief angeregt und mehrheitlich positiv. Kritische Fragen bezogen sich auf die Belastung der Bevölkerung mit Mehrverkehr und der öffentlichen Hand mit finanziellem Aufwand wegen Erschliessungsaufgaben. Die Projektleitung hielt klar fest, dass eine privatrechtlich organisierte und privat finanzierte Gesellschaft angestrebt wird. Verkehrs- und Lärmbelastung sind ernsthafte Probleme, die aber erst konkret angegangen werden können, wenn der Standort feststeht. Schliesslich wurden Bedenken zerstreut, das Projekt könnte dem Dorf Ruswil gewissermassen aufgezwungen werden. Es liegt in der Hand der Grundeigentümer, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht, und der Gesamtbevölkerung, anlässlich der Abstimmung über die Umzonung das Projekt zu beurteilen. Das Ziel, bis Ende des Jahres bezüglich der Realisierungschancen in Ruswil klar zu sehen, bleibt unverändert."
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