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Anna's Star



Trab positiv, Flach gehalten, Hindernis negativ, deutlich weniger Wett-Umsatz - Hoffnung PMU: Der traditionelle Rück- und Ausblick von horseracing.ch

Freitag, 01. Januar 2010 13:18

Wie in den letzten Jahren haben wir für Sie einige Zahlen und Fakten analysiert, die den Schweizer Rennsport in einem etwas anderen Licht zeigen -  es gibt einiges zu tun, doch die Lage ist (dank PMU...!) nicht hoffnungslos.

Sportlich haben wir nahezu alles auf horseracing.ch abgehandelt, was in der Saison 2009 für die grossen Schlagzeilen gesorgt hatte. Nun wollen wir zu Beginn der neuen Saison kurz nochmal zurückblicken auf einige Eckdaten des vergangenen Jahres - um dann einen Ausblick auf die Saison 2010 zu wagen.

 

Wettumsätze: Praktisch durchs Band schlechter als im 2008 - insgesamt rund 20%(!) tiefer

"Abwärts-Trend vorerst gestoppt" - hatten wir vor einem Jahr zum Thema Wetten in der Schweiz getitelt. Nun ist im Nachhinein leider klar, dass dies nur ein frommer Wunsch war. Denn die Umsätze fielen 2009 grösstenteils schlechter aus als im Vorjahr. Die teilweise enormen Einbussen waren da und dort witterungsbedingt, wie zum Beispiel in St.Moritz - an White Turf wurde 2009 lediglich 196'000 Franken umgesetzt, ein Minus von fast 40 % gegenüber 2008. Dies macht für die WTRA über den Daumen gepeilt über 38'000 Franken weniger Einnahmen aus dem Wettgeschäft aus. Auch beim Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz war die Einbusse sehr gross: Der Umsatzrückgang von 100'389 Franken bedeutete rund 30'000 Franken weniger Einnahmen. Allein diese zwei Rennvereine hatten also zusammen fast 300'000 Franken weniger Wett-Umsatz zu beklagen. Illusorisch zu hoffen, die anderen Vereine hätten dieses Loch stopfen können. Im Gegenteil - Dielsdorf musste bei 5 Renntagen rund 90'000 Franken weniger Umsatz in Kauf nehmen, bleibt aber mit 391'988 Franken der Schweizer Rennverein mit dem grössten Gesamtumsatz. Dichtauf folgt Aarau (358'098 Franken; 24'000 Franken als 2008), dann Frauenfeld (350'540) wie Aarau (noch) mit einem Renntag weniger als Dielsdorf, mit einem 2009-Umsatz-Minus von rund 36'000 Franken.

 

Arosa (-6182) war fast gleichauf mit 2008. Effektiv mehr Umsatz als im Vorjahr machten nur Fehraltorf (dank einem schönen Ostermontag) mit Plus 39'421 Franken sowie Saignelégier mit vernachlässigbar kleinen Umsatzen (6719 Franken gebenüber 6025 im Vorjahr).

 

Seit jeher als Sonderfall gilt Avenches. Auf der Rennbahn wurden nach unseren Recherchen (nach offiziellen Zahlen aus den Rennkalendern) im 2009 total 257'544 Franken umgesetzt - also knapp 12'000 Franken pro Renntag. Doch bekanntlich zählt für Avenches die "Platz-Wetterei" nur am Rande, obschon dies im 2009 immerhin rund 77'000 Franken in die Kasse des IENA spülte. Weit wichtiger sind jedoch die Umsätze der PMUR, welche sich mit wiederum (geschätzten) rund 120 Millionen Franken im Rahmen der Vorjahre bewegten.

 

Insgesamt resultierte nach unseren Recherchen ein Umsatz-Total auf den Schweizer Rennplätzen von 1'995'441 Franken (Vorjahr 2'428'000, minus 17.8 %), wobei diese Zahlen noch nicht offiziell sind - so bleibt noch etwas Hoffnung, dass irgendwo noch knapp 4500 Franken "gefunden" werden, damit die Marke von 2 Millionen Gesamt-Umsatz nicht erstmals seit Urzeiten unterschritten wird - dies nachdem sich seit 2005 die Umsätze um 2.4 Millionen Franken eingependelt hatten. Der Rückgang gegenüber 2008 bedeutete für die Rennvereine Mindereinnahmen in Höhe von (brutto) rund 129'000 Franken. Geld das dringend hätte gebraucht werden können...

2005 pendelt der Gesamtumsatz auf Schweizer Bahnen zwischen 2.4 und 2.46 Millonen Franken. Nach zuvor zum Teil dramatischen Verlusten.

Die 30 Prozent, welche den Rennvereinen nach Auszahlung der Gewinne verbleiben, sind immerhin über 700'000 Franken (!), welche eine nicht ganz unwesentliche Grösse im Budget der einzelnen Veranstalter darstellen - wobei natürlich festzuhelten gilt, dass letztlich nach Abzug der Kosten (für Wett-Infrastruktur und -Personal etc.) je nach Rennverein "nur" schätzungsweise rund 10 bis 15 % der Umsätze für die Rennvereine übrig bleiben. 

 

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Schweizer Wett-Umsätze:

 

  
Toto-Umsätze auf Schweizer Rennbahnen von 1992 bis 2009


 

Wie können die Umsätze auf der Rennbahn gesteigert werden? 

Diese Frage, die wir schon letztes Jahr gestellt hatten, ist demnach wichtiger denn je - mögliche (Teil-)Antworten hatten wir auch geliefert. Sie verpufften - zwar nicht ungelesen, aber so doch "un-umgesetzt".

 

Deshalb publizieren wir unsere Ideen nochmal...!

 

Denn wir sind der Meinung, dass ein paar einfachen Anpassungen, wäre durchaus Steigerungspotential drin. Einige dieser Vorschläge sind auch bereits von den Rennvereinen (Verband der Rennvereine, VRV) erkannt worden und warten auf Umsetzung.

Die Massnahmen zielen vor allem auf die geübteren Wetter - denn wir sind überzeugt, dass ein relativ kleiner Personen-Kreis von vielleicht 100 bis 200 Wettern auf den meisten Rennbahnen für einen grossen Teil des Umsatzes (schätzungsweise 50 bis 60 %) verantwortlich sind. Wenn diese wieder mehr wetten, steigen die Zahlen.

  • Zum einen sollen die mit der Einführung der neuen Wett-Terminals verschwundenen Wett-Karten wieder eingeführt werden. Dies ermöglicht insbesondere Kombinations-Wettern eine einfachere Wett-Abgabe (mit möglicher Vorbereitung schon zu Hause) ohne die Gefahr, dass das Wett-Personal die Wette nicht versteht und/oder falsch eintippt. Auf die Umsetzung warten wir weiter.

    Ein im Zusammenhang mit den wenigen "grossen Wettern" interessanter Ansatz wäre es zudem, spezielle Wett-Schalter einzurichten, bei welchen nur ab einem bestimmten Mindest-Wetteinsatz gewettet werden kann. Zum Beispiel ab 50 Franken total. So kann weitgehend verhindert werden, dass der "Profi-Zocker", der sich nun mal bis wenige Minuten vor dem Rennen Zeit lässt mit der Wett-Abgabe (z.B. um die letzten Quoten-Entwicklungen zu verfolgen), wegen Fritzli oder Vreneli, die nicht wissen was sie genau wetten sollen und dementsprechend lange dafür brauchen, von der Abgabe seiner Wette abgehalten wird.

  • Aus unserer Sicht war die Einführung des Grundeinsatzes von 2 Franken (zuvor 1) ein Fehler. Bei den einfachen Wetten (Sieg und Platz) war kaum ein Steigerungseffekt auszumachen. Bei den Kombinationswetten (Zweier- und Dreierwette) hatte die Verdoppelung des Grundeinsatzes hingegen dramatische folgen für die Wetter. Sie konnten plötzlich für den gleichen Gesamtbetrag nur noch die Hälfte der Kombinationen abgecken wie zuvor. Oder sie mussten für die selbe Anzahl der Kombinationen das doppelte bezahlen. Die Umsätze insbesondere in der Dreierwette fielen in den Keller. Nur ganz selten gibt es noch Dreierwetten mit vierstelligen Quoten, was früher fast an jedem Tag möglich war.

    Unser Vorschlag: Den Grundeinsatz für Zweier- und Dreierwetten wieder auf 1 Franken reduzieren (wie dies ja auch bei der Quarté-Wette der Fall ist). Weil die meisten Wetter sich einen Gesamt-Betrag als Tages-Budget zurecht legen, dürfte dies keinen Rückgang der Umsätze zur Folge haben - im Gegenteil, die "Profi-"Wetter könnten so dank der Tatsache, dass sie wieder mehr Kombinationen abdecken können, wieder zu mehr Wetten animiert werden.
    Falls es technisch einfacher ist, könnten auch alle Wettarten wieder zum Grundeinsatz von 1 Franken angeboten werden.
  • Der grosse Reiz liegt für die Wetter darin, eine grosse Quote zu treffen  - und genau dies ist leider in der Schweiz kaum möglich. Es muss ja nicht gleich wie in Frankreich mit der Parade-Wette Quinté sein, wo regelmässig Millionäre erkoren werden. Aber eine Wette mit der Chance auf höhere Gewinne wäre interessant - früher gab es in Aarau noch eine Mehrfach-Wette, in welcher es in vier oder sechs Rennen die Sieger vorauszusagen galt. Vielleicht wäre eine solche Wette zu prüfen.
    Die Quarté-Wette (1 Rennen pro Tag) ist von den Wettern nicht wirklich angenommen worden. Im Durchschnitt wurden in den Quarté-Rennen im 2008 rund 3700 Franken eingesetzt - davon 70% und dann diese wieder aufgeteilt auf die verschiedenen Quoten (in richtiger und beliebiger Reihenfolge, sowie Bonus 3) bringt dann halt eben auch kaum mehr schöne Quoten hervor. 
  • Schade ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es keine Jackpots mehr gibt - früher wurden die Wett-Einsätze einer Wett-Art, die nicht getroffen (z.B. wenn die Dreierwette nicht mindestens beliebig von einem Spieler getippt) wurde, in das nächste Rennen transferiert. Dies animierte die Wetter, den einen oder anderen Batzen mehr einzusetzen, um an den Jackpot ranzukommen. Heute wird so oder so ausbezahlt (entweder nur mit den ersten zwei, nur mit dem Sieger oder wenn auch den niemanden in der Dreierwette an erster Stelle getippt hat, bekommen einfach alle ihren Einsatz zurück). Schade, aber offenbar wegen den Regeln der PMU, über deren System wir in der Schweiz wetten, nicht (mehr) zu ändern, wie es von offizieller Seite mehrfach hiess. Doch nicht alles muss als PMU-gegeben hingenommen werden. Denken wir jedenfalls.
  • Ein weiterer Ansatzpunkt sind die Zweierwetten. Früher gab es nur die Zweierwette Sieg. Später kam die Zweierwette Platz hinzu. Es hat sich gezeigt, dass die beiden sich gegenseitig die Wett-Einsätze "wegnehmen" mit dem Resultat, dass beide Wetten quotenmässig weit weniger interessant sind als vor der Teilung.
    Wir haben bei unseren Umsatz-Analysen von mehreren Rennen festgestellt, dass die beiden Zweierwetten meist in etwa gleich tiefe Umsatzzahlen machen, zusammengezählt weit weniger als Sieg und Platz einzeln, und auch weniger als die Dreierwette.

    Unserer Meinung nach sollten Zweierwette Sieg und Platz wieder zusammengelegt und nur noch Zweierwette Sieg gespielt werden. Wer eine einfachere Wette als Zweierwette Sieg bevorzugt, hat immer noch die Sieg und Platz-Wette. Durch die Zusammenlegung würde der Umsatz der Zweierwette steigen, die Quoten wieder deutlich interessanter - insbesondere dann, wenn Aussenseiter dabei sind.

  • Der letzte wichtige Punkt ist die Schulung des Wett-Personals. Wer regelmässig auf verschiedenen Rennbahnen wettet, weiss zur Genüge, dass die Unterschiede frappant sind. Während auf einigen Rennplätzen alles reibungslos funktioniert, ist auf anderen schon eine Zweierwette ein Fremdwort - wehe es ist ein "x" mit in der Wette, dann ist alles vorbei. Doch auch die Crews auf den einzelnen Rennplätzen selbst ist zum Teil sehr unterschiedlich geschult.
    Die deutschschweizer Rennvereine haben dies erkannt und prüfen Verbesserungsmassnahmen. Bravo! (wobei sich im 2009 diesbezüglich nur wenig getan hat... leider). 

 

Preisgelder, Pferde und Gewinne

Wir haben uns auch bezüglich der Dotationen, der Anzahl Rennen sowie der startenden Pferde und deren Gewinne mit viel Zahlenmaterial auseinander gesetzt. 

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus: 

  • Die Zahl der in der Schweiz gelaufenen Flach-Pferde hat sich in den letzten 10 Jahren kaum verändert. 1998 liefen im Laufe des Jahres 360 Pferde auf Schweizer Bahnen, 2006 waren es 340, vor zwei Jahren dann 335, im 2008 wieder 363 Pferde. Und nun im 2009 liefen 356 Flach-Pferde mindestens ein Rennen in der Schweiz. Geht man ins Jahr 1988 zurück, lassen einen die 481 damals in der Schweiz gelaufenen Pferde etwas nachdenklich werden.
    Die Preisgelder in Flachrennen sind kontinuierlich gestiegen. 1998 wurden 1'170'500 Franken in Flachrennen ausgeschüttet, zehn Jahre später 1'863'103 Franken, 2006 waren es dann 2'069'867 Franken und im 2008 die schöne Summe von 2'227'483 Franken. 2009 waren es 2'182'440 Franken, also leicht tiefer.
    In den 166 Flachrennen der Saison 2009 (2008: 172 - 2007: 169 und 2006: 171) betrug die Dotation durchschnittlich 13'147 Franken, mehr als im 2008 (12'950), im 2007 (12'393) und 2006 (171). Die durchschnittliche Dotation war allerdings im 1998 mit 13'801 Franken höher, allerdings gab es damals nur 135 Flachrennen.
    Der durchschnittliche Gewinn pro gestartetes Pferd belief sich im 2009 auf 6130.45 Franken, im Rahmen der Vorjahre. Noch im 1998 waren es fast 1000 Franken weniger. Der durchschnittliche Gewinn pro Flach-Start eines Pferdes betrug 1465 Franken (gegenüber 1423 respektive 1341 Franken in den Vorjahren). Im 1998 waren es 1365 Franken.
    Im Durchschnitt bestritt jedes in der Schweiz angetretene Pferd im 2008 theoretisch 4.18 Flachstarts (gegenüber 4.31 im Vorjahr, 4.66 im 2007 und 4.61 im 2006) - im 1998 waren es noch 3.79 Flach-Starts pro Pferd. 
  • Im Hindernis-Sektor verlief die Entwicklung anders. 92 Hindernispferde haben im 2009 auf Schweizer Bahnen Rennen bestritten, 3 weniger als ein Jahr zuvor. Noch im 2006 waren es 117, vor elf Jahren gar 137 Hindernispferde. Die Anzahl der Hindernis-Starts auf Schweizer Bahnen fiel von 459 im 1998 auf nun unter 300 (299) im 2009 (nochmal ganze 34 weniger als im 2008!). Die Anzahl der Hindernisrennen sank im selben Zeitraum von 65 auf nun 48 (3 weniger als im 2008).
    Das ausbezahlte Preisgeld in Hindernisrennen betrug im 2009 total 584'160 Franken (9 % oder 58'464 Franken weniger als im 2008!). Verglichen mit den 787'536 Franken vor elf Jahren, ein Rückgang von 203'000 Franken (rund 26 Prozent!).
    Bei weniger startenden Pferden erhöhte sich dafür das durchschnittliche Preisgeld pro Hindernisstart auf 1953.71 Franken (gegenüber 1929.80.- im Vorjahr und 1835.10Franken im 1998). Der durchschnittliche Saisongewinn pro Hindernispferd belief sich im 2009 auf 6349.57 Franken (gegenüber 6764.46 im 2008). 

  • Bei den Trabern wurden Preisgelder von 1'968'339 Franken ausbezahlt (leicht weniger als im Rekordjahr 2008 mit 2'018'910 Franken (1,875 Mio im 2007 und 2,003 Mio im 2006). Durchschnittlich waren die 193 Rennen (196 im 2008, 198 im 2007 und 220 im 2006) mit 10'200 Franken dotiert (praktisch gleich wie im Vorjahr, mehr als 800 Franken höher als 2007, gar über 1200 Franken höher als im 2006). Der Gewinn pro Start belief sich durchschnittlich auf 874 Franken (2 Mehr als im Vorjahr), im 2007 waren es 808 Franken, im 2006 noch 762 Franken.
    Im Laufe der Saison verdienten die 282 in der Schweiz gestarteten Traber (gegenüber 312 im 2008, 297 im 2007, 333 im 2006) 6980 Franken, 530 Franken mehr als im 2008 und sogar fast 1000 Franken mehr als im 2006 - eine markante Steigerung also!
    Wenig erstaunlich ist die Tatsache, dass Traber deutlich mehr laufen als Galopper: Im Schnitt bestritt ein Traber im 2009 auf Schweizer Bahnen durchschnittlich 8 Starts (in den Vorjahren waren es 7.42 im 2008, dann 7,82 im 2007 und 7,89 im 2006).

Fazit: Der Trab-Sektor ist nach wie vor in einer Boom-Phase, bei den Flachrennen status-quo und der Hindernis-Rennsport befindet sich in einer ausgesprochen schwierigen (für die Zukunft entscheidenden) Phase.

 

 

2009 aus Sicht von horseracing.ch 

Das Jahr 2009 verlief homepage-technisch hervorragend. Insgesamt registrierten wir im 2009 die unglaubliche Marke von 20 Millionen Hits (!) und in Sachen Zugriffe auf unsere Homepage steuern wir unaufhaltsam dem 7 Millionen-Meilenstein entgegen. Im 4. Jahr unseres Bestehens freuten wir uns über Besucher aus "aller Herren Ländern"... Am meisten Zugriffe verzeichnen wir logischerweise aus der Schweiz. Doch auch in Deutschland, Holland, Frankreich, Italien, England, in der Tschechischen und der Slovakischen Republik, in Australien, Österreich, Brasilien bis nach Israel oder Russland haben wir regelmässige Besucher auf horseracing.ch!

 

Unser SMS-Service mit den Resultaten sämtlicher Schweizer Rennen blitzschnell via SMS aufs Handy erfreut sich zunehmender Beliebtheit wie auch unsere Werbebanner, sämtliche News-Rubriken sowie die äusserst beliebten Renn-Fotos von Ueli Wild und die technisch weiter verbesserten Filme dazu von Barbara König.

Die vielen Zuschriften von aktiven Leserinnen und Lesern motivieren uns ungemein und bereichern unsere Homepage, die von allem Anfang an nach dem Motto "von Leuten aus dem Schweizer Rennsport, für den Schweizer Rennsport" aufgebaut ist.

Wir würden uns jedoch wünschen, dass die neu eingeführte Kommentar-Funktion (welche Lesern die Möglichkeit gibt, ihre Meinung mit Namensangabe direkt unterhalb eines bestimmten Artikels zu publizieren) noch häufiger genutzt würde. Wer etwas wichtiges zu sagen hat, kann auch mit seinem Namen dazu stehen - finden wir jedenfalls.

 

Wie in den vergangenen Jahren haben viele von uns (grösstenteils als einzigem Medium) aufgegriffene Themen für Diskussions-Stoff (und hinter den Kulissen in diversen Gremiun für die eine oder andere "Lösung"  gesorgt). Da und dort kommt unser kompromissloser Journalismus nicht gut an - doch gerade weil wir von keiner Institution finanziell abhängig sind, können wir auf horseracing.ch jene Themen anpacken, welche sonst kaum jemand hierzulande anzupacken getraut. Darauf sind wir stolz.

 

Wir werden wir auch im 2010 unsere Finger auf wunde Punkte im Schweizer Rennsport legen. Weit lieber berichten wir jedoch über positive Begebenheiten!
Doch werden unsere personellen Ressourcen (zum einen wegen der deutlich grösseren Anzahl Renntage in Avenches und zum zweiten aus persönlichen Gründen) im 2010 an ihre Grenzen gelangen. Wir zählen deshalb auf das Verständnis unserer Leser, dass die Kadenz an News etc. nicht wie bisher aufrecht erhalten werden kann. Aber wir sind überzeugt, Ihnen auch weiterhin viel Interessantes bieten zu können.

 

Aussicht auf 2010

Eine neue, hoffentlich spannende, hochstehende und möglichst unfallfreie Saison steht vor der Tür. Die Basis ist gelegt, die Rennvereine arbeiten hart daran, die Preisgelder aufzutreiben. Allen Organisatoren sei an dieser Stelle wie auch allen unermüdlichen Helfern und Funktionären, die stets im Hintergrund einen tollen Job machen, ein herzliches Dankeschön ausgerichtet für die unermüdliche Arbeit gegen all die Windmühlen, die da draussen lauern.

 

Besonders wichtig wird die Einführung der PMU-Semi-Nocturnes für den Schweizer Rennsport sein. Zunächst wird vor allem der Sektor Trab (mit mehr Rennen, höheren Preisgeldern und TV-Präsenz) direkt profitieren. Dieses Projekt ist jedoch auch für IENA eminent wichtig - und damit für den Schweizer Rennsport als Ganzes. Die Einführung der Internet-Wette auf das PMU-Netz könnte ebenfalls neue Perspektiven eröffnen - je nach Verteilung der daraus resultierenden Rückflüsse.

 

Enorm wichtig wird die Entwicklung der Situation in Dielsdorf sein. Eine Annäherung zwischen dem Rennverein Zürich und den Verbänden (insbesondere SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer) ist erfolgt. Doch es braucht mehr als das.

 

Überhaupt braucht es im Schweizer (Galopp-)Rennsport in vielen Bereichen einiges mehr, wenn wir in eine bessere Zukunft steuern wollen. Der allergrösste Teil der Aktiven (und das Publikum ohnehin) interessiert sich nicht für irgendwelche Machtspielchen, sondern möchte lediglich ihren Beruf oder ihr Hobby ausüben. Der gemäss unseren Informationen ausgesprochen enttäuschende Mitglieder-Aufmarsch an der Galopp-GV Anfang Dezember spricht diesbezüglich eine deutliche Sprache und dürfte zu denken geben. 

 

Der uns (und einem grossen Teil des Publikums) besonders am Herzen liegende Hindernis-Rennsport braucht dringend neue Impulse - letztlich ist eine Gesundung wohl nur durch (finanzielles) Engagement von aussen (respektive innen, sprich aus Besitzer-Kreisen) möglich. Denn weder die Rennvereine noch Galopp Schweiz haben die Mittel, den kriselnden Sektor am Schopf zu packen und aus dem "Sumpf" zu ziehen. Ideen sind gefragt...

 

Kurzum, es gibt viel zu tun. Doch insbesondere dank dem Trumpf "PMU" ist die Lage nicht hoffnungslos. Und wir dürfen uns auf eine spannende, sportlich hoffentlich hochstehende Saison 2010 freuen.

 

 

Ihr Markus Monstein
für das horseracing.ch-Team

 

 

 

 



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