Wir publizieren in der Folge die Pressemitteilung der turf-freunde.ch:
"Leistungssteigerung - mit welchen Mitteln?"
"turf-freunde.ch", der in jeder Hinsicht unabhängige Fanclub des schweizerischen Galopprennsportes, eröffnete sein diesjähriges Mitgliederprogramm mit der Einladung zu einem vielversprechenden und gut besuchten Vortrag unter obigem Titel.
Natürlich konnten die Organisatoren nicht voraussehen, dass der Publikumsaufmarsch am Samstag, 6. März, im "Hirschen" Regensdorf, wegen im ganzen schweizerischen Strassennetz herrschender Verkehrsprobleme zufolge Glatteis in Frage gestellt werden würde. Umso grösser war dann die Freude der Veranstalter darüber, dass der Vortragssaal mit gegen fünfzig Anwesenden bis auf den letzten Stuhl besetzt war.
Auf die der Wetterunbill Trotzenden warteten die Ausführungen von Hauptreferentin Brigitte Stebler, eidg.dipl. Human- und Tierphysiotherapeutin. Sie wurde assistiert durch die Co-Referenten Thomas Peter, schweiz. "Handicapper", und langjähriges Mitglied der Rennleitungen in Deutschland/Schweiz sowie die in Rennkreisen bestens bekannten Dr. med. vet. Hanspeter Meier (als Vertreter der schweizerischen Zucht) und von Ex.Trainer/Rennreiter René Stadelmann (in der Eigenschaft als Juniorenförderer). Mit deren Präsenz kam eine Phalanx von Fachkräften zusammen, wie man sie an öffentlichen Veranstaltungen (neben turf-freunde.ch-Mitgliedern waren Gäste ausdrücklich willkommen) in der hiesigen Rennszene selten antrifft. Die Palette der Besucher reichte denn auch von Rennpferdetrainern über Besitzer und deren Entourage bis hin zu einer erfreulichen Vertretung aus dem Juniorenlager.
Brigitte Stebler gelang es in ihrem dreiviertelstündigen Referat, mit überzeugenden Argumenten (bestens illustriert durch Power-Point-Projektionen) die unabdingbare Funktionseinheit von Pferd und Reiter herauszuarbeiten. Ihre Darstellung reichte von einer wissenschaftlichen Analyse der für den Rennerfolg bedeutenden Elemente bis hin zu Praxisanleitungen für die ambitionierte Rennreiterschaft. Besonders eindrücklich war die Darstellung der für den Sporterfolg unabdingbaren, Mensch und Tier verbindenden "Muskelkette". Viel Gewicht legte die Referentin sodann auf den fachgerechten Einsatz der Peitsche. Sie unterstrich die Wichtigkeit von richtigem Zeitpunkt und von einfühlsamer Dosierung des Reiterhilfsmittels. Bei falscher Anwendung und unkoordinierter/ inkorrekter Reitweise erfährt das Pferd anstelle einer "Unterstützung" eine eigentliche "Behinderung" durch den Reiter.
Juniorenförderer René Stadelmann wusste insbesondere diese letzteren Darstellungen der Referentin durch eindrücklich kommentierte Rennfilmausschnitte zu kommentieren und zu unterstreichen. Zuchtvertreter Dr.med. Hanspeter Meier richtete seinen Fokus auf einen Appell an die Besitzer. Er sensibilisierte die Eigner von Wettbewerbspferden darauf, ein langfristiges Investitions-denken anstelle einer kurzsichtigen Gewinnorientierung zu entwickeln. Daran anschliessend engagierte er sich zum allgemein feststellbaren Imageverlust des Rennsportes und rief zum entsprechenden Entgegenwirken auf.
Gleichermassen spannend waren die Feststellungen von "Handicapper" Thomas Peter, der als Weitgereister aus seinem reichhaltigen Erfahrungsfundus von Beobachtungen auf internationalen Rennplätzen und deren Gegebenheiten schöpfen konnte. Dazu kamen seine Erkenntnisse aus dem Alltag der Rennleitungen im In- und im Ausland, die den Anwesenden wohl die eine oder andere Entscheidung der Rennaufsicht transparenter und verständlicher werden liessen.
Nach einer animierten Fragestunde trafen sich die Rennsportleute zu Fachgesprächen und zu Small-talk-Runden bei einem durch den Veranstalter offerierten Apéro.
Werner Schmid, Präsident www.turf-freunde.ch
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