Dass ein Vater mit seinen beiden Söhnen im selben Rennen reitet (oder besser formuliert "gegen" diese...), hat schon absoluten Seltenheitswert. Doch dass dies an einem PMU-Renntag geschieht und dieses Trio dann auch gleich die ersten drei Plätze belegt, darf schon fast als Sensation bezeichnet werden.
So geschehen in einem an sich unscheinbaren Course F (17'000 EUR, 2100 Meter) für Dreijährige. Der 25-Jährige Stéphane Breux (73 Siege) liess dabei mit dem Riesen-Aussenseiter Fantastic Flash (39.70:1 auf Sieg, 7.60 auf Platz) aus dem Quartier von Conny Brandstätter seinen Vater Jean-Michel Breux mit dem Hefter-Schützling Mr Jinx (4.20:1, 2.Favorit) und seinen 20jährigen Bruder David (5.40, 3.Favorit) um eine Dreiviertel- respektive eine halbe Länge hinter sich. David, der 82 Siege auf seinem Konto hat, musste dabei kämpfen, um die Breux-Dreierwette um einen "kurzen Hals" sicherzustellen...
Die Breux-Dreierwette zahlte übrigens über 1500:1 in richtiger Reihenfolge und immerhin 87:1 in beliebiger.
Jean-Michel Breux, der im Oktober 1980 als knapp 18-Jähriger sein erstes Rennen bestritt, hat in seiner Karriere auf französischen Bahnen rund 4200 Rennen bestritten, 428 davon gewonnen und mit den ihm anvertrauten Pferden über 6 Millionen Euro Preisgeld verdient.
Der inzwischen 48-jährige war in den 90er-Jahren einer der dominierenden Jockeys in der Schweiz, gewann unter anderem dreimal das Swiss Derby in Frauenfeld (1991 mit Wacio, 1993 mit Sharpela und 1994 mit Filao Beach). Bei seinen letzten Einsätzen am Jockey Club-Tag 2009 in Dielsdorf belegte er einen zweiten (Fled Dancer) und zwei dritte Plätze (Eiswind im Jockey Club sowie Belmonte).

Jean-Michel Breux (mitte) beim letzten CH-Einsatz als 3. zu Pont des Arts mit Eiswind (U.Wild)
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