Was für ein unglaubliches Pech! Ein solches Drama, unmittelbar beim "Grand Steeple Chase de Paris-Start". Das hätte niemand für möglich gehalten. Unterwegs in diesem Marathon-Gipfeltreffen über 5800 Meter mit einer Gesamt-Dotation von 820'000 EUR (!!), ja das konnte erwartet werden, aber nicht beim Start.
Alles ging sehr schnell - Christophe Pieux wollte wie immer eine gute Position, wenn möglich an der Spitze des 13er-Feldes (1 Nichtstarter), einnehmen. Doch kaum waren die Gummibänder zur Seite geschnellt, da lag Pieux auch schon am Boden. Was war passiert? Diese Frage stellten sich auch nach dem Rennen, welches vom 25:1-Aussenseiter Polar Rochelais (Jérôme Zuliani) gleich mit 20 Längen gewonnen wurde, die Zuschauer auf der Bahn in Auteuil und an den Bildschirmen. Trainer Jean-Paul Gallorini wollte den Film nochmal genau sehen - und er sah, dass Remember Rose nicht schon vor dem Start (wie da und dort behauptet) seinen Jockey aus dem Sattel katapultierte. Und, wie es von offizieller Seite gemeldet wurde, dass der Crack von Ernst Iten auch keines der "Gummi-Bänder" an den Kopf bekommen hatte.
Vermutlich werden wir nie wissen, wieso er diesen einen "verzögerten" Galoppsprung gemacht hat, der den Balance-Künstler Christophe Pieux ohne Chance auf eine Reaktion liess.
Remember Rose liess sich nicht beirren, galoppierte dem Feld lange voraus, meisterte jeden Sprung (auch den Wassergraben) mit spielerischer Leichtigkeit - doch irgendwann kam er vom richtigen Parcours ab.
Für den Sieg, den Remember Rose im Vorjahr geholt hatte, lagen 369'000 EUR bereit - ein Riesen-Batzen Geld, auch beim aktuell etwas tieferen Euro-Kurs...
Pech, Riesen-Pech.
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