
Grosser Sieg für den Aargauer Urs Wyss mit Oh Calin im GP des Kantons Aargau (Foto: Ueli Wild)
Was die Profis Regis Schmidlin und Sébastien Leloup nicht geschafft haben, gelang Urs Wyss am 30.Mai 2010: Ein Sieg auf dem Schachen mit dem hochklassigen aber vermeintlich nicht "Aarau-tauglichen" Oh Calin. Vor rund 5000 Zuschauern war dies der erste von zwei Wyss-Treffern - derjenige im Cross mit Quel Beau Mec fiel hoch überlegen aus.
Bis auf 2.30:1 war er runtergewettet worden, der mit viel Vorschuss-Lorbeeren in die Schweiz gekommene Oh Calin. Doch der 61. GP der Schweiz, Ende September 2008 ging schliesslich an einen überlegenen Vac de Regnière. Oh Calin musste auch die inzwischen pensionierten Erdeni und Plusvite vor sich dulden, kam rund 12 Längen hinter dem Sieger als enttäuschender 4. ins Ziel.
Einen weiteren Anlauf hatte Oh Calin unternommen: Letzten Herbst in Maienfeld als 2. zum leider inzwischen durch eine Verletzung ausser Gefecht gesetzten Quelca de Thaix (aber vor Bric d'Or und deutlich vor Vac de Regnière). Nun also das dritte Aufeinandertreffen mit Vac de Regnière, der als Favorit ins Rennen gestiegen war, im Vergleich zu seinem GP Schweiz-Sieg gegenüber Oh Calin nun ganze 6 Kilo schlechter stand.
Und diesmal liess der aus Frankreich angereiste Oh Calin für die Erben von Dölf Egloff nichts anbrennen. Besser gesagt sein Reiter Urs Wyss. Nach einem clever eingeteilten Parcours, ohne einen Meter zu viel, zog der von Laurent Métais trainierte Achtjährige im Einlauf in Front und wehrte den Angriff des überraschenden Diabolo Fraise leicht ab. Vac de Regnière holte sich immerhin noch den dritten Rang, während Bric d'Or, der beim Springen ungewohnt oft Boden verloren hatte, auf Rang vier doch eine leichte Enttäuschung war. Ihm dürfte aber auch das über weite strecken langsame Tempo alles andere als entgegengekommen sein.
Mit der letztjährigen Austragung (als mehrere Reiter falsche Bahn gingen und nur noch 2 Pferde ins Ziel gekommen waren), kann nicht verglichen werden - doch wenn man die Siegerzeit von 2008 heranzieht, als Great Spain in 5:08,2 (Durchschnittsgeschwindigkeit von 49 km/h) gewann, so sind das Welten bis zu den 5:41,7 (44.25 km/h) nun in der Ausgabe 2010. Auch wenn das Geläuf vor 2 Jahren bestimmt schneller war.
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