Um den Einnahmen-Ausfall an einem Schlechtwetter-Renntag auszugleichen, hat der Rennverein Maienfeld/Bad Ragaz 2009 erstmals eine Versicherung abgeschlossen. Dies mit folgenden Modalitäten: Falls es an einem Renntag (24 Stunden Zeitspanne) mindestens 8 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gibt, zahlt die Versicherung 100'000 Franken. Die Prämie dafür beträgt 12'500 Franken pro Renntag.
Im 2009 war es am zweiten Renntag zwar kalt und feucht, aber die erforderliche Niederschlagsmenge wurde nicht erreicht. Anders nun im 2010. Wieder betraf es den zweiten Renntag, doch diesmal wurde mit über 10 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter (massgebend war die Wetterstation Bad Ragaz) der geforderte Wert übertroffen, womit der RVMB nun 100'000 Franken erhält. Dies entspricht gemäss dem nach zwei Jahren abtretenden Interims-Präsidenten Michael Stocker in etwa den Mindereinnahmen, welche durch das nasskalte Wetter bei den Zuschauer-Einnahmen und in der Gastronomie zu beklagen waren.
Den 50'000 Franken für Versicherungsprämien (4 mal 12'500 für die Renntage 2009 und 2010) stehen nun also Einnahmen von 100'000 Franken gegenüber. Ein lohnender Deal!
Ab nächstem Jahr übernimmt in Maienfeld eine junge Rösselerin die Geschicke des Rennvereins. Designierte neue Präsidentin ist Sarah Ambühl-Cappellin. Die 28-jährige Lehrerin und frisch gebackene Mutter, die mehrfache Bündner Meisterin der Springreiter und 2003 Schweizer Meisterin bei den "jungen Reitern" war, hat durch ihren Vater Silvio Vogt (Stall SVH, was soviel heisst wie "Silvio Vogt Horses" - sowie Präsdient des Cross Club Maienfeld) auch Bezug zum Rennsport.
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