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Ungar



Trab und Hindernis positiv, Flach schwächer - Grosse Hoffnung PMU: Unser traditioneller Jahresrückblick

Mittwoch, 29. Dezember 2010 21:10

Wie in den letzten Jahren haben wir für Sie einige Zahlen und Fakten analysiert, die den Schweizer Rennsport in einem etwas anderen Licht zeigen - und erfreulicherweise ist die Tendenz positiv!

Sportlich haben wir auf horseracing.ch abgehandelt, was in der Saison 2010 für die grossen Schlagzeilen gesorgt hatte. Nun wollen wir  kurz nochmal zurückblicken auf einige Eckdaten des vergangenen Jahres - in einem zweiten Schritt wagen wir dann später einen Blick ins 2011.

 

Drei Buchstaben als grosse Hoffnungsträger: PMU

Vor einem Jahr hatten wir in unserem Ausblick folgende Zeilen geschrieben: "Besonders wichtig wird die Einführung der PMU-Semi-Nocturnes für den Schweizer Rennsport sein. Zunächst wird vor allem der Sektor Trab (mit mehr Rennen, höheren Preisgeldern und TV-Präsenz) direkt profitieren. Dieses Projekt ist jedoch auch für IENA eminent wichtig - und damit für den Schweizer Rennsport als Ganzes.

 

Nun, zwölf Monate später, hat das Projekt der PMU-Seminocturnes in Avenches mit seinen hervorragenden Umsatzzahlen selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Der riesige Aufwand, welche die Organisation von solchen Renntagen erfordert, konnte in dieser Form nur gemeinsam bewältigt werden. Von der Basis der Aktiven über die Funktionäre, die Film-Equipe, den am Mikrophon zu absoluter Hochform auflaufenden Tausendsassa Denis Roux bis zum Dirigenten und Regisseur Jean-Pierre Kratzer und den vielen Helfern im Hintergrund - alle haben ihren Anteil am grossen Erfolg, der dem Schweizer Rennsport neuen Lebensgeist einzuhauchen vermochte. Nur deshalb kommen im 2011 auch die Schweizer Galopper in den Genuss von PMU-Seminocturnes in Avenches - und stehen damit im Blickpunkt von Frankreich und weiteren Teilen Europas.

Eine Entwicklung, die vor wenigen Jahren noch völlig utopisch schien. Doch "JPK" lässt seine Visionen mit grosser Beharrlichkeit Realität werden. Beinahe nach dem bekannten Slogan eines japanischen Autoherstellers: Nichts ist unmööööglich...

 

 

Wettumsätze ohne PMU - Vorschläge werden ignoriert

Zu den Wettumsätzen auf den Rennplätzen - also ohne die PMU-Rennen in Avenches - haben wir noch keine verlässlichen Zahlen. Doch zeigt der Trend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter nach unten. Wir haben in dieser Hinsicht in der Vergangenheit mehrfach detailliert aufgezeit, was unserer Meinung nach helfen könnte und in verschiedenen Gremien eingebracht.

Zu unserer Enttäuschung (welche von engagierten Wettern geteilt wird) wurde darauf nicht im Geringsten eingegangen. Wir verzichten darauf, hier nochmal eine Mängel- und Vorschlagsliste zu publizieren und sparen uns diese Mühe. Wichtig wäre es aber dennoch, dass neben den Erfolgen mit den PMU-Umsätzen auch die anderen Rennen und die Wetter auf den anderen Rennbahnen nicht vergessen werden. Denn für die Deutschschweizer Rennvereine sind zum einen die Wett-Umsätze nach wie vor ein wichtiger Posten auf der Einnahmen-Seite und zum anderen sind attraktive Wett-Möglichkeiten mit die wichtigsten Argumente für einen Rennbahnbesuch. Und im Gegensatz zum IENA sind die anderen Rennvereine auf Zuschauer bis auf weiteres absolut angewiesen.

 

 

Preisgelder, Pferde und Gewinne: Erstmals mehr Preisgeld für Traber als für Flach-Pferde

Wir haben uns bezüglich der Dotationen, der Anzahl Rennen sowie der startenden Pferde und deren Gewinne wie in den letzten Jahren mit einschlägigem Zahlenmaterial auseinander gesetzt. 

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus: 

  • Die Zahl der in der Schweiz gelaufenen Flach-Pferde hat im 2010 erfreulicherweise zugenommen - 371 Pferde bestritten in der vergangenen Saison mindestens ein Rennen auf einer Schweizer Rennbahn. Das sind 15 mehr als im 2009 und gar drei Dutzend mehr als im 2007. Von den 481 Pferden aus dem Jahr 1988 darf weiter nicht einmal geträumt werden.
    Die ausgeschütteten Preisgelder sind bei den Flachrennen nach einem leichten Rückgang von 2008 auf 2009 nun diesmal deutlicher zurückgegangen: 2'090'996 Franken wurden im 2010 in Flachrennen ausgeschüttet, ganze 91'444 Franken (oder rund 4.2 Prozent ) weniger als im 2009.
    In den 161 Flachrennen der Saison 2010 (2009: 166 - 2008: 172) betrug die Dotation durchschnittlich 12'988 Franken, leicht weniger als im 2009 (13'147). 
    Der durchschnittliche Gewinn pro gestartetes Flach-Pferd belief sich im 2010 auf 5636.11 Franken, also doch recht markant weniger als im 2009 mit 6130.45 - seit 2006 lag dieser Wert nie unter 6087 Franken.
    Im Durchschnitt bestritt jedes in der Schweiz angetretene Pferd im 2009 theoretisch genau 4 Flach-Starts (gegenüber 4.18 im Vorjahr, 4,31 im 2008, 4.66 im 2007 und 4.61 im 2006) - die Flach-Pferde laufen demnach seit 2006 durchschnittlich immer weniger.
  • Im Hindernis-Sektor verlief die Entwicklung unerwartet positiv. 103 Hindernispferde haben im 2010 auf Schweizer Bahnen Rennen bestritten, ganze 11 (+12%) mehr als ein Jahr zuvor.
    Die Anzahl der Hindernis-Starts auf Schweizer Bahnen fiel stieg von 299 im Vorjahr auf nun wiederum 397 (plus 33%!). Dies wurde in den letzten vier Jahren zuvor nie auch nur annähernd erreicht. Ausgesprochen positiv sicher auch für die Rennvereine, welche Hindernisrennen veranstalten. Die Anzahl der Hindernisrennen war im 2010 mit 51 Rennen um 3 höher als ein Jahr zuvor und ist nun wieder gleich hoch wie im 2008.
    Das ausbezahlte Preisgeld in Hindernisrennen betrug im 2010 total 636'960 Franken (gegenüber 584'160 Franken im 2009). Damit bewegt man sich wieder im Rahmen der Jahre 2006 bis 2008.
    Durch die deutlich mehr gelaufenen Pferde wurde der durchschnittliche Gewinn pro Hindernis-Start kleiner: von 1953.71 Franken sankt dieser Wert auf 1604.43 CHF. Der durchschnittliche Saisongewinn pro Hindernispferd belief sich auf 6184 CHF, gegenüger 6349.57 im 2009. 

  • Bei den Trabern wurden im Sog der PMU-Hausse Preisgelder in Höhe von total 2'158'694 Franken ausbezahlt (ein Plus von sage und schreibe 190'355 CHF oder über 9.5 % gegenüber dem 2009). Das ist absoluter Rekord und erstmals überhaupt wurde in der Schweiz mehr Geld für Traber als für Flach-Pferde (!) ausgeschüttet. 
    Durchschnittlich waren die 217 Rennen (über 12% mehr als im Vorjahr mit 193) mit 9948 Franken dotiert (rund 250 Franken weniger als im Vorjahr). Der Gewinn pro Start belief sich durchschnittlich auf 872.90 CHF (gegenüber 874 Franken im Vorjahr.

    Im Laufe der Saison verdienten die 313 in der Schweiz gestarteten Traber (gegenüber 282 im 2009; und 312 im 2008) 6896.80 Franken (6979.9 im 2009).
    Wenig erstaunlich ist die Tatsache, dass Traber deutlich mehr laufen als Galopper: Im Schnitt bestritt ein Traber im 2010 auf Schweizer Bahnen durchschnittlich 7.9 Starts (im Vorjahr waren es 8, 7.42 im 2008, dann 7,82 im 2007 und 7,89 im 2006).

Fazit: Der Trab-Sektor befindet sich nach wie vor in einem ungebremsten Aufschwung, die Hindernisrennen haben im 2010 zugelegt und die Flach-Sparte steht vor einer entscheidenden Saison mit einer einmaligen PMU-Chance, die es unbedingt zu packen gilt.

 

 

2010 aus Sicht von horseracing.ch 

Das Jahr 2010 war wiederum ein voller Erfolg für unser Rennsport-Portal. Im 5. Jahr unseres Bestehens konnten wir die 8-Millionen-Zugriff-Marke überschreiten und sind nun kurz vor Erreichen der 9 Millionen Zugriffe. Im 2011 müsste dann die magische Marke von 10 Millionen fallen.

 

Auffallend ist, dass unsere Artikel, Bilder und Filme in immer mehr Ländern angeschaut werden und für Echo sorgen. Neben den zu erwartenden Besuchern aus Deutschland oder Frankreich erreichen uns inzwischen auch namhafte Zugriffszahlen aus Ländern wie Tschechien, der Slowakei, Russland, Beligen, Schweden, Ungarn oder Japan.

 

Die nach wie vor ungemein beliebten und qualitativ hochstehnden Renn-Fotos von Ueli Wild und die technisch weiter verbesserten Filme von Barbara König sind neben den News-Artikeln die grossen "Renner".

Wir freuen uns sehr über die vielen Beiträge von aktiven Lerinnen und Lesern - das alles zeigt uns, wie breit die Abstützung von

horseracing.ch im Schweizer Rennsport ist.

 

Eine wichtige Erweiterung unseres Angebots ist die neu lancierte, umfassende Datenbank auf horseracing-data.ch. Wir werden diesen Service sukzessive weiter ausbauen - erste Müsterchen davon gibt es bereits im ersten Quartal 2011 zu sehen. Die überwältigend vielen positiven Reaktionen, nicht zuletzt auf die neuen Rennfilme von A-Z und die vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten für die Wetter, geben uns viel Mumm, in dieser Richtung noch mehr anzubieten. 

 

Einige brisante Themen sind wie in den letzten Jahren auf horseracing.ch zuerst oder gar von uns als einziger Plattform ausführlich thematisiert worden. Insbesondere die Kommentarfunktion, mit der Möglichkeit für Leserinnen und Leser zu bestimmten Artikeln ihre Meinung zu publizieren, hat des öfteren für Diskussionsstoff gesorgt. 

Wir sehen uns wie ganz zu Beginn im Januar 2006 bereits erwähnt als Plattform von Aktiven für die Aktiven im hiesigen Rennsport. Diesem Anspruch werden wir, wie uns die vielen Reaktionen zeigen, durchaus gerecht.

 

Aussicht auf 2011

In einem separaten Ausblick auf die kommende Saison versuchen wir einige Entwicklungen vorauszusehen. Ohne ins Kaffesatz-Lesen abzudriften, lässt sich jetzt schon schreiben: Es wird auf alle Fälle ein sehr interessantes, in vielerlei Hinsicht entscheidendes Jahr werden.

Unseren Ausblick lesen Sie Anfang Januar an gewohnter Stelle.

 

Bis dahin wünsche wir einen fulminanten Start ins 2011!

Ihr Markus Monstein
für das horseracing.ch-Team

 

 

 

 



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