Der Frühlingsrenntag vom 8.Mai 2011 in Dielsdorf beginnt mit Pauken und Trompeten: Nicht nur, weil der neue Präsident Martin Gloor mit einigem finanziellem Aufwand die Parkrennbahn einem Facelifting unterzogen hat, sondern vor allem aus sportlicher Sicht. Nachdem vor ein paar Jahren der die ursprünglich zwei Dielsdorfer Frühlingsrenntage auf einen konzentriert worden waren, ist mit den 2000 Guineas, dem GP der Stadt Zürich und dem ehemaligen "BMW" sowie dem Grossen Zürcher Frühjahrspreis der Traber für alle Sparten ein Rennen für die Cracks im Angebot. Kommt noch dazu, dass auch die Meiler mit der Elite vertreten sind.
Einzig die Tatsache, dass für die vier besten Galopprennen jeweils nur Felder mit 8 Startern zusammengekommen sind, ist etwas schade. Doch dieses Haar in der Suppe muss man ja nicht zwingend suchen gehen, zumal die Elite bei den Galoppern halt nach wie vor dünn gesäät ist. Sportlich lässt das Programm keine Wünsche offen und wett-technisch ist es in den meisten Rennen auch mit weniger Startern noch immer schwierig genug.
Bei den Elite-Trabern sind immerhin 13 dabei - keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass für sie innert drei Wochen auf vier verschiedenen Bahnen (Fehraltorf, Basel, Dielsdorf und Aarau) grosse Rennen auf dem Programm stehen.
Im Hauptereignis des Tages, den auf 40'000 Franken aufgestockten Swiss 2000 Guineas stellen sich die besten Schweizer Hengste zwei Gästen aus dem Ausland - wobei paradoxerweise der aus Frankreich anreisende Mi Amor (eine Schmid-Eigenproduktion von Feliciano aus der Madame Steinlen) der einzige Inländer im Feld ist. Und genau dieser Mi Amor, der sich zuletzt in einem Course B hervorragend hielt und weiter steigerungsfähig scheint, muss erstmal geschlagen werden. Henri-Alex Pantall hat eigens für diesen Ritt Maxime Guyon engagiert, der aktuell in grosser Form reitet. Der von Miroslav Rulec aus Deutschland aufgebotene Auenstürmer scheint trotz eines Sieges und Rang drei (aus München) weniger stark. Von den Schweizern ist auf dem Papier Septentrion zuerst zu nennen, der von allem das höchste GAG besitzt, in Frankreich gar noch höher eingestuft ist als Mi Amor. Doch auch Miro Weiss ist mit seinem Trio gut gerüstet - Eyecatsher hat in Avenches überzeugend gewonnen, Oratorio Latino war zuletzt 4. auf Listed-Ebene in Mailand und All In kann sicher mehr als er beim Saisondebüt in Avenches zeigte. Auenprince hielt sich zuletzt in Avenches gegen Septentrion sehr gut - nun hat er im Gegensatz zu damals keinen 5-Kilo-Vorteil mehr, dafür ist mit Dominique Boeuf ein ungleich stärkerer Reiter im Sattel. Schwierig einzustufen ist Hoist the Sail. Der Hurricane Run-Sohn hat in Deutschland ein GAG von 74, in Frankreich ein solches von umgerechnet 81 - dazwischen liegt viel Luft...
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