Seine Limiten sind noch völlig unbekannt - so lautete die Einschätzung für Reliable Man vor dem Prix du Jockey Club, dem französischen Derby (2100 Meter, Gruppe I, 1'500'000 EUR) vom 5.Juni 2011. In der Tat, denn der Dalakhani-Sohn aus einer Sadler's Wells-Stute, hatte bei bislang zwei Starts keinen Bezwinger gefunden. Er war erst im April dieses Jahres in einem vergleichsweise harmlosen Course F über 2000 Meter in Saint-Cloud in seine Rennkarriere gestartet. Danach triumphierte er Anfang Mai in einem Course B in Chantilly mit einer Dreiviertellänge.
Nun übersprang der Vertreter des Pride Racing Club gleich mehrere Stufen und setzte sich unter Gérald Mossé im Prix du Jockey Club durch. Zu Beginn der Zielgeraden sah es allerdings nicht nach einem Sieg aus für ihn. Doch sein Jockey steuerte ihn mit viel Geschick aus hinteren Regionen nach vorne, und einmal auf freier Bahn beschleunigte Reliable Man eindrücklich und gewann mit einer Dreivierteillänge vor Bubble Chic (Ioritz Mendizabal).
Der Pechvogel war Christophe Lemaire, der mit dem Favoriten Baraan einen grossen Startverlust hinnehmen musste - der Aga Khan-Hengst, der aus der innersten Startboxe ins Rennen ging, schien zu Beginn nicht zu begreifen, was von ihm verlangt wurde. Er verlor rund 10 Längen, kam aber trotz des hohen Tempos an der Spitze nochmal zurück und erkämpfte sich weniger als drei Längen hinter dem Sieger den dritten Platz. Es braucht kein Prophet zu sein, wer den Ausgang des Rennens bei "normalen" Umständen vorauszusagen versucht.
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