Ein paar Tage liegt das emotionsgeladene Davidoff 31. Swiss Derby nun bereits zurück. Wie hat doch Fabrino aus dem Trainingsquartier von Miro Weiss tief beeindruckt! Das ist auch jetzt noch so, nachdem ich das Rennen und die ersten Gefühlsregungen etwas habe sacken lassen und ich mir den Rennfilm noch das eine oder andere Mal zu Gemüte geführt habe (auf horseracing-data.ch).
Die Art und Weise wie Fabrino das Derby gewonnen hat, lässt einen nur staunen. Mitte der letzten Gegenseite galoppierte Charlotte Haselbachs Fabrino mit Jockey Robert Havlin noch im Trainingsgalopp am Schluss des Feldes. Erst Anfang des Schlussbogens begann Havlin zu reiten, worauf Fabrino sofort reagierte und einen um den anderen Gegner überholte. Auf der Zielgeraden flog das Paar nur so an den letzten verbliebenen Konkurrenten vorbei, wobei Havlin seinen Partner nur ein einziges Mal aufforderte (was wohl nicht einmal nötig gewesen wäre). Bereits einige Meter vor dem Ziel konnte Havlin mit Reiten aufhören, zu überlegen war Fabrino für seine Gegner.
So gewinnt das Swiss Derby im Normalfall nur ein aussergewöhnlich gutes Pferd. Es sei denn, der diesjährige Derby-Jahrgang würde sich im Nachhinein als nicht ganz so stark, wie auf dem Papier zu vermuten, entpuppen. Angesichts des weichen Bodens (4.5) lässt sich anhand der gelaufenen Zeit (2.41.2), die klar schwächer ist als in den vergangenen sechs Jahren, keine Rückschlüsse ziehen. Wo die Wahrheit liegt, wird die Zukunft zeigen. Ich bin jedenfalls bereits jetzt auf die nächsten Einsätze von Fabrino gespannt.
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Raphael Michel
horseracing.ch
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