Mittlerweile kann etwas überspitzt formuliert, gesagt werden: Ein Tag ohne News in Sachen RVZ/SPV ist ein guter Tag... Nun gibt es aber wieder Neuigkeiten. Und erst noch gute für den Sport. Denn nun ist der RVZ seinen Verpflichtungen für den August-Renntag vollumfänglich nachgekommen. Noch ist aber lange nicht alles gut - der SPV dürfte in den kommenden Tagen über die Lizenzvergabe entscheiden.
Blenden wir zurück: Mit der Lizenzerteilung für den 21.8.2011 hatte der SPV die (nicht publizierte, inzwischen aber bekannte) Auflage gemacht, dass an die Verbände (VRV, Galopp Schweiz und Suisse Trot) sowie IENA (für die Wetterei etc.) Vorauszahlungen durch den RVZ geleistet werden müssen. Dies ist, wie bereits erwähnt, nicht geschehen (ausser die beiden Zahlungen an IENA sowie den VRV, die beiden kleinsten der vier Beträge). Trotz mehrmaliger Mahnung seitens des SPV und Versprechungen (auch schriftlich) durch den RVZ-Präsidenten.
Trotzdem liess der SPV den Renntag über die Bühne gehen, ohne Wirbel zu machen.
Der RVZ attackierte vor dem Renntag hingegen in der Öffentlichkeit den SPV und dessen Präsidenten Jean-Pierre Kratzer.
Die nächste Reaktion folgte dann am Montag, 5.9.2011 - just an jenem Abend fand bekanntlich nach der CRB-Versammlung die Orientierung des SPV statt. Der RVZ fühlte sich offenbar unter Druck, auf seiner Homepage und in einem E-Mail an die Rennvereinspräsidenten (ausser diejenigen von Avenches und Frauenfeld...) zu reagieren. In Baden-Baden sei erzählt worden, der RVZ habe nicht bezahlt. Und das stimme nicht, so der RVZ. Nun, bis zu jenem Wochenende war mehr als die Hälfte nicht bezahlt. Galopp Schweiz hatte von dem ausstehenden Betrag von 73'885 CHF noch immer keinen Rappen auf dem Konto.
An jenem Montag, 5.9.2011, so stand im E-Mail und auf der Homepage , erfolge die Zahlung über diese 73'885 CHF, schrieb Martin Gloor (auch auf einem Auszug des Postcheck-Kontos, welches der RVZ via Mail mitlieferte, war der 5.9. als Ausführungsdatum der Zahlung aufgeführt).
Seltsamerweise fand das Geld am Dienstag, einen Tag später, noch immer nicht den Weg auf das Konto von Galopp Schweiz. Am Mittwoch Nachmittag, 7.9.2011, fragten wir beim Dachverband nach, wie es denn nun aussehe mit der Zahlung (wie vom RVZ auf der Homepage vorgeschlagen, jedermann solle nachfragen...). Nun, bis am Mittwoch, 7.5.2011, um 14.15 Uhr war noch immer nichts auf dem UBS-Konto von Galopp Schweiz eingetroffen. Dann, nachdem der SPV-Präsident die anderen Vereinspräsidenten sowie die Mitglieder des RVZ-Vorstandes über die Situation (das Ausbleiben der Zahlung) informiert hatte, kam plötzlich doch noch Bewegung in die Sache. Und um 17.08 Uhr war dann das Geld auf dem Konto von Galopp Schweiz avisiert, mit Valuta 8.9.2011 (Donnerstag).
Braucht eine Überweisung von einem Post-Konto auf die UBS innerhalb der Schweiz mehr als 2 Tage? Mit an absolute Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit nicht.
Somit stellt sich vor allem eine Frage: Wieso kündigt der RVZ mehrfach an, Zahlungen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu leisten, und hält die(se) Frist(en) dann doch nicht ein? Notabene auch dann nicht, wenn sie wie am Montag selbst auf der eigenen Homepage publiziert werden.
Und eine Anschluss-Frage: Können die Dachverbände, die im Endeffekt alle Aktiven und die Rennvereine repräsentieren, dem Rennverein Zürich nach all den Vorkommnissen noch trauen?
Nun, die Crux ist, dass der SPV für den Sport entscheiden muss und will. Und der Sport braucht die Rennen vom 25. September und 2.Oktober 2011 auf der Parkrennbahn unbedingt. Das wissen auch die Verantwortlichen des RVZ, wohl deshalb trauen sie sich überhaupt, so hoch zu pokern. Eine Lizenzerteilung kann jedoch aus unserer Sicht nur mit der (diesmal im Nichterfüllungsfall knallhart sanktionierten) Auflage der Vorauszahlung sämtlicher Verpflichtungen beider Renntage erfolgen.
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