16 Pferde bestreiten am Sonntag den "Arc" über 2400 Meter, natürlich auf Gruppe-I-Ebene. Zu hoffen ist, dass keiner der Kandidaten kurzfristig zurückgezogen wird. Bei dem zu erwartenden schnellen Geläuf ist dies leider durchaus möglich. So hat zum Beispiel die Entourage des französischen Jockey Club-Siegers Reliable Man angekündigt, erst am Sonntag zu entscheiden, ob der Dalakhani-Sohn, der durchlässigen Boden bevorzugt, antreten wird.
So oder so ist ein tolles Feld zusammengekommen mit 8 Dreijährigen, 6 Vierjährigen und zwei Fünfjährigen. Oldies sind diesmal keine dabei. 13 der 16 Starter haben bereits auf Gruppe-I-Ebene gewonnen!
Den Sieg verdient hätte eine ganze Reihe von Kandidaten. Doch für die Aga Khan-Stute Sarafina dürften besonders viele Daumen gedrück werden, hatte sie doch letztes Jahr grosses Pech. Sie kam aus unmöglicher Position angeflogen, belegte am Ende aber "nur" Rang drei. Christophe Lemaire hat mit der Refuse to Bend-Stute keine gute Nummer gezogen. Die 13 hat im Arc noch selten Glück gebracht. Nur gerade zwei Arc-Sieger der letzten 8 Jahre gingen weiter aussen als aus Box 8 ins Rennen. Und es kommt noch extremer: Nur gerade 2 Pferde aus einer Startboxe mit zweistelliger Nummer konnten sich in den letzten 7 Arc-Austragungen nur schon plazieren!
Vorjahres-Sieger Workforce (Startboxe 8) hat absolut nichts von seinem Können eingebüsst. Gegen ihn spricht aber ebenfalls die Statistik: Nur gerade 6 Pferde ist es gelungen, ihren Arc-Titel zu verteidigen. Der letzte war Alleged, der 1977 und 1978 gewann. Zuvor Ribot (1955/1956). Die letzten die das Kunststück versuchten, waren keine geringeren als Hurricane Run (2006 auf Rang drei) und Montjeu (2000 Rang vier).
Aufgepasst auf den Japaner Hiruno d'Amour, der im Prix Foy am 11.September auf dieser Bahn auf dieser Distanz nur Sarafina um Hals den Vortritt lassen musste. Galikova, die Schwester von Goldikova, ist ebenfalls mit dabei. Der stärkste O'Brien-Trumpf, der wie Alain de Royer Dupré mit einem Trio vertreten ist, dürfte So You Think sein. Doch auch Treasure Beech, der irische Derby-Sieger, hat natürlich sein Wörtchen mitzureden.
Ganz Deutschland fiebert mit der für 100'000 EUR nachgenannten Danedream mit. Die von Peter Schiergen trainierte Ausnahme-Stute bekam Startbox 2 zugelost, womit Andrasch Starke sie wohl schon früh im Rücken der Pacemaker (O'Brien, Aga Khan etc) plazieren kann. Danedream, die an der BBAG-Auktion einst 9000 EUR gekostet hatte und nun über 600'000 Franken auf ihrem Konto hat, pulverisierte zuletzt in Baden-Baden die gewiss nicht schlechte Konkurrenz geradezu. Es wird sehr interessant, die Lomitas-Stute mit einem GAG von aktuell 100.5 kg bei ihrem 12. Start (4 Siege, 4 Plätze) in dieser Gesellschaft zu sehen. Sicher ein Geheimtipp.
Unser Geheimtipp Nummer eins (wenn er denn noch so einer ist) ist Méandre. Der vom Arc-Maestro André Fabre bestimmt auf den Punkt genau in Form gebrachte Slickly-Sohn gewann den Grand Prix de Paris (traditionell am französischen Nationalfeiertag) in hervorragendem Stil mit viel Speed. Seither hat er nur noch ein Vorbereitungsrennen bestritten, wobei er am 11. September im Prix Niel nur Reliable Man vor sich dulden musste. Aufgepasst!
Um etwas 16.18 Uhr werden wir es wissen!
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