Wenn für 10 Rennen gerade mal 78 Pferde zusammenkommen, in den Galopprennen durchschnittlich 6.43 Pferde, dann ist das für den Veranstalter natürlich nicht ideal. Einerseits fehlen am Ende Nenngelder und andrerseits wird es für die Wetter etwas weniger spannend - doch gerade in Maienfeld hat die Erfahrung gezeigt, dass das Publikum ohnehin wettet, was das Zeug hält. Vielleicht machen in der Bündner Herrschaft gerade die kleineren Felder Lust auf eine Zusatz-Wette. Eben weil die Auswahl nicht so gross ist.
Die beiden grössten Felder sind in zwei Trabrennen zu verzeichnen. Doch auch hier hat es mit je einem Dutzend Startern noch je vier freie Startplätze. Im dritten Trabrennen sind es gar nur neun, was für diese Sparte auf Gras tatsächlich sehr mager ist. Schade, dass es die jahrelang bewährte Formel mit den zwei Vorläufen am ersten und dem Final am zweiten Renntag. Dies hatte für die Zuschauer und Wetter den positiven Effekt, dass am zweiten Sonntag ein Feld mit allesamt bekannten Kandidaten am Start war. Wer weiss, vielleicht ist es ja möglich, diese Serie ab 2012 wieder einzuführen.
Bei den Galoppern ist in Maienfeld von vornherein klar, dass in den Hindernis-Rennen keine grossen Felder zusammenkommen. Braucht es auch gar nicht. Spannend sind sie allemal - und mit weniger Pferden sind die Risiken auch kleiner.
Die Ausschreibungen der nur 2 Flachrennen spricht auch nicht für viele Stater: Das eine ist für Stuten (8 Starter), das andere eine Fegentri-Prüfung (7). Am zweiten Sonntag folgen ein Inländer-Junioren-Cup, ein GP-Rennen (mit Pont des Arts) sowie ein Handicap 4.
Im Hauptereignis, dem mit 5400 Meter längsten Schweizer Pferderennen der Schweiz, laufen 6 Pferde um 30'000 Franken. Frontrunner Negus des Mottes trifft dabei auf den Aarauer Sieger Notez Le, die aufstrebenden Monkstown und Pipina sowie Bet on Me mit Dirk Fuhrmann. Dass die ehemalige GP-Maienfeld-Siegerin Avalon nur Aussenseiterin ist, zeigt die gute Besetzung des GP der Stadt Maienfeld 2011.
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