Fünf Monate nach seinem 4. Platz in Ascot (King's Stand Stakes, Gruppe I, 343'181 Pfund) über 1000 Meter gab der ungarische Sprinter mit englischen Wurzeln sein Comeback: In Rom lief Overdose auf Gruppe-III-Ebene (88'000 EUR) über 1200 Meter. Dabei wurde er erstmals von Frankie Dettori geritten - und dieser musste mehr tun, als alle Siegreiter zuvor im Sattel des bis Ende August 2010 in 14 Rennen ungeschlagenen Wunderhengstes.
Nach einem packenden Duell mit dem starken italienischen Sprint-Primus Dagda Mor (zuvor 6 Siege und zwei zweite Plätze bei 9 Starts) hatte Overdose am Ende eine hart erkämpfte halbe Länge Vorsprung im Ziel. Dabei gilt es zu bemerken, dass der vierjährige Martino Alonso-Sohn aus dem Quartier von stefano Botti eineinhalb Kilo mehr schleppen musste als Overdose, der mit einer Quote von 1.60:1 favorisiert war. Der drittplazierte Rosendhal, wahrlich kein Überflieger, folgte zweieinhalb Längen dahinter. Zur Erinnerung: Vor drei Jahren gewann Overdose genau dieses Rennen in ganz anderen Stil (jenem des "echten, damals wirklich schier unbezwingbaren" Overdose eben...) und deklassierte seine Konkurrenz auf den letzten 200 Metern richtiggehend, um schliesslich mit 10 Längen Vorsprung zu gewinnen.
In dieser Art und Weise werden wir Overdose leider wohl nie mehr "explodieren" sehen. Ausser auf früheren Rennfilmen.
Fakt ist, dass Overdose seit seiner ersten Niederlage am 29.August 2010 (nach viel zu langem "Vorspiel" hinter den Startboxen) und der darauf folgenden Verletzungspause noch zwei Rennen gewonnen hat. Im April 2011 in Hoppegarten und nach zwei Niederlagen in England (7. in Haydock und 4. in Ascot) nun nach Kampf in Italien.
Overdose hat nun bei 19 Starts 16 Siege erzielt. Als nächstes könnte für ihn eine Reise nach Sha Tin anstehen, wo er der Hong Kong Sprint ein Ziel wäre.
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