Dass Nightdance Paolo nicht die Form gezeigt hat in Lyon-Parilly, ist jedem klar, der ihn in diesem Jahr auf Schweizer Bahnen hat laufen gesehen. Sicher hatte er es schwieriger in Lyon als in der Schweiz. Doch so sang- und klanglos unterzugehen ist eine ganz andere Sache.
Wie uns Werner Bucher geschrieben hat, war die Bahn in Lyon-Parilly am 18.November 2011 nach heftigen Regengüssen so tief wie nie in diesem Jahr (offiziell war "souple" angegeben; weich also, nicht etwa tief). Die Beschaffenheit des Geläufs war schon vor dem Rennen gemäss Bucher ein Thema bei Trainer Andreas Schärer und Jockey Nicolas Perret. Schon beim Aufgalopp habe Perret bemerkt, dass dieser Boden Nightdance Paolo nicht gefiel, deshalb habe er ihn im Einlauf dann auch nicht ausgeritten, schilderte Bucher die Aussagen des Jockeys.
Nun, in Deutschland war Nightdance Paolo in seiner Jugend schon einmal auf weichem bis tiefem Boden angetreten: Am 8.November 2009 in Krefeld wurde das Geläuf mit 5.1 angegeben - und Nightdance Paolo belegte Rang 7 in einem Achterfeld. Er war allerdings auch als Aussenseiter (13:1) in das Gruppe-III-Rennen gegangen.
Auf weichem Boden (4.8) gewann er Ende August 2010 in Baden-Baden ein mit 52'000 EUR dotiertes Auktionsrennen. Doch gegen ähnlich starke oder gar stärkere Gegner muss bekanntlich alles stimmen. Sonst ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Man darf gespannt sein, wie der Crack von Paul Zöllig im Februar 2012 mit der Schnee-Unterlage zurecht kommt. Spannend ist dann sicher auch seine weitere Entwicklung auf Gras.

Nightdance Paolo (innen an 2./3. Stelle) hinter dem Leader eingeklemmt (Fotos: Werner Bucher)

Im Einlauf liess Nicolas Perret Nightdance Paolo in Ruhe (ganz links zu sehen)
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