Was für ein Rennen, was für ein "sang froid" wieder einmal von Frank Nivard! Der Prix d'Amérique 2012 hat gehalten, was sich die Turfisten versprochen hatten...

Das "Führpferd" der unvergleichlichen Prix d'Amérique-Parade... (Foto: Stéphane Caron).
Nach einem guten Start - wie immer isoliert ganz aussen - fand sich Franck Nivard vor der Tribüne in dritter Spur "Nase im Wind" wieder. Er forcierte, brachte Ready Cash an die Seite des führenden Timoko, worauf der in seinem Rücken trabende Maharajah seinerseits beschleunigen musste, um nicht weiter in dritter Spur aussen traben zu müssen. So kam Nivard zu einem super-Rücken. Doch im letzten Bogen war alles blockiert. "J'étais au petit trot, attendais que de pouvoir sortir...", erklärte Nivard beim Siegesinterview noch auf der Bahn. Er habe gedacht, das Rennen sei verloren. Aber er habe gewusst, dass ihm der Sieg nicht zu nehmen sein würde, falls er Ready Cash doch noch rechtzeitig auf freie Bahn bringen könne.
Und tatsächlich, als die Lücke aufging, beschleunigte Ready Cash, zog an Timoko innen vorbei - aussen rückte The Best Madrik aus der Ecurie des As des Schweizers Arno Curty vielversprechend auf. Doch gegen den von Thierry Duvaldestin für seinen Kollegen Philippe Allaire trainierten 2:1-Favoriten hatte er keine Chance. Roxane Grif musste The Best Madrik noch passieren lassen, er hielt aber als 80:1-Aussenseiter den hervorragenden dritten Platz!
Auf Rang vier folgte der schwedische Champion Maharajah vor dem sich gut haltenden Timoko sowie dem unglücklichen, lange eingeklemmten Royal Dream.

Titelverteidigung geglückt: Franck Nivard triumphiert mit Ready Cash (Foto: Stéphane Caron)
Ready Cash erzielte über die 2700 Meter eine Reduktion von 1:12,0 - was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h entspricht.
Für Franck Nivard war es bereits der dritte Sieg im wichtigsten Trabrennen (2009 Meaulnes du Corta, nun zweimal hintereinander mit Ready Cash). Mit seiner unvergleichlichen Coolness meinte er beim Interview auf dem Siegerehrungspodest nur: "Ja, ich hatte grosses Glück solche Cracks fahren zu dürfen. Aber man darf solche Chancen dann eben nicht vermasseln..."
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