(mmo) Nach einigen Regenfällen war die Grasbahn auf der weichen, klebrigen Seite. Offiziell wurde ein Penetrometer-Wert von 4.2 angegeben. Einige Pferde hatten Mühe, ihre Rennen gut fertig zu machen, waren zum Teil schon Mitte Einlauf müde und kamen nicht mehr weiter. Beim nächsten Start auf besserem Geläuf kann das für diese Kandidaten schon ganz anders aussehen.
Das mit Spannung erwartete Hauptereignis des Tages, die Poule d'Essai, brachte ein interessantes Achter-Feld an den Start. Wer würde den ersten Test des Derby-Jahrgangs an seine Fahnen heften? Nun, Fiorano sorgte, zum ersten Mal mit Scheuklappen ausgerüstet, für eine zügige Fahrt. Im Einlauf waren seine Energiereserven dann aber aufgebraucht. Choix Célèbre rückte aussen auf, musste von Robert Havlin aber schon bemüht werden, während plötzlich der 13:1-Aussenseiter Prado immer besser ins Bild kam. Doch am Ende hatte er gegen Fundao, den Georg Bocskai hinter der Spitze plaziert hatte, keine echte Siegchance. So blieb der "Kräuliger" trotz eines Schwenkers am Ende in die Bahn von Prado der Sieger. Choix Célèbre holte sich zweieinhalb Längen dahinter den dritten Rang vor dem gut debütierenden England-Neuling Maroosh und Fiorano. Abgeschlagen als Letzte kam Just Call Me ins Ziel - eine Leistung die so niemals stimmen kann.
Bereits das andere Rennen für die Dreijährigen, jenes für die sieglosen, hatte Trainerin Carmen Bocskai an ihre Fahnen geheftet. Und wie: Der Lebensdebütant Azzato (von Soldier Hollow) gewann mit Sibylle Vogt im Sattel in beeindruckendem Stil überlegen gleich mit 7 Längen Vorsprung. Dies zur Quote von 16:1. Rockmount River belegte vor Apéro den Ehrenplatz, Maipenrai holte von weit hinten kommend noch das vierte Geld.

"De toute une classe" - der Lebensdebütant Azzato (mit Sibylle Vogt) hoch überlegen (Foto: Ueli Wild)
Für den dritten Bocskai-Volltreffer sorgte Löwengang, der nach mehreren Monaten Pause ein gelungenes Comeback gab und für den Stall Grauholz gewann. Sibylle Vogt servierte dem Lomitas-Sohn einen perfekten Rennverlauf, griff im Einlauf den vom Start weg führenden Just in Time an und schnappte ihm den Sieg auf den letzten Metern noch um kurzen Kopf weg, obschon sie den Siebenjährigen lediglich einmal kurz mit der Peitsche aufgefordert hatte, ansonsten nur mit den Händen ritt.
Das erste Rennen wurde eine sichere Beute von Lumisson, der unter Karin Zwahlen im Einlauf keine ernsthaften Gegner mehr hatte. Der Raveneau-Schützling gewann fünf Längen vor Story of Dubai und der gut fertig machenden Nayfashion.
Im zweitletzten Rennen erzielte Stall Zürisees Romanofsky beim 14. Start seinen ersten Volltreffer. Debby Eberle steuerte den Weiss-Schützling zu einem sicheren Sieg über den bis ins Ziel nie nachlassenden Sisindu und Lark Bunting.

Debby Eberle hat mit Romanofsky Sisindu im Griff - erster Sieg für den "Zürisee-Galopper" beim 14.Start.
Die Zahl 14 brachte auch Queen of Malta Glück: Auch sie gewann beim 14. Start zum ersten Mal. Endlich, denn sie hatte (wie wir in unseren Tipps geschrieben) zuvor kein einziges Rennen schlechter als im 6 Rang beendet. Nun also der verdiente Sieg für die von Josef Stadelmann trainierte King of Kings-Stute aus der treuen Delimara. Michèle Forster realisierte damit beim 11. Ritt ihren zweiten Sieg.

...und noch ein verdienter erster Sieg: Queen of Malta (Michèle Forster) vor Horus und Makalele.
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