(S.L.) Am Sonntag wird in Frauenfeld von den Zuschauern, Aktiven und Funktionären viel Stehvermögen verlangt. Denn zusätzlich zu den urspünglich vorgesehenen 10 Rennen kam nach der Absage des zweiten Maienfelder Renntages noch ein Jagd- und ein Flachrennen dazu. Immerhin gibt es zwischen den Rennen keine grossen Pausen, im Gegenteil, diese finden teilweise sogar im 25-Minuten-Rhytmus statt, was die Besucher sicher schätzen werden.
Das erste Rennen des Tages wird um 11.35 Uhr gestartet. Es ist das Hürdenrennen für Dreijährige mit lediglich vier Startern. Mit ein Grund, diese Prüfung ohne Wetten laufen zu lassen.
Im 10. Grand Prix Turf Club Frauenfeld, dem Handicap 1-Flachrennen hat es im Zehnerfeld einige interessante Kandidaten. Mit einer ausgezeichneten Form agiert zur Zeit die Trainerin Christina Bucher, die Leiloken und Majari ins Rennen schickt. Der fünfjährige Leiloken gewann vor einem Monat auf der Allmend äusserst leicht, nachdem er sich eine Woche zuvor beim Comeback in Avenches nur von Halling River hatte bewingen lassen müssen. Ebenfalls zwei interessante Anwärter bietet Carmen Bocskai auf: Der Sieg von Cumascheals unter der leider immernoch verletzten Sibylle Vogt über Eyecatcher im Meilen-Grand Prix im Mai ist noch in bester Erinnerung. Dass sich der Inländer in Form befindet, hat er Mitte September mit einem Sieg in Lyon bewiesen. Die zweite Bocskai-Waffe heisst Caunton Beck. Dieser ging in Aarau, allerdings gegen beträchtlich schwächere Gegner, spazieren. Ebenfalls zu den Sieganwärtern zählt das Duo von Miroslav Weiss. Glad Panther liess im Juni in Frauenfeld bei seinem Sieg über 2000 Meter Septentrion, Majari, Caunton Beck und Nordfalke in dieser Reihenfolge mühelos hinter sich. Halling River hat nach seiner Kastration zu seiner Stärke zurückgefunden und zuletzt, wie bereits erwähnt, Leiloken in Avenches bezwungen. Vom Trio von Andreas Schärer dürfte Septentrion, der nach zwei famosen Hürdensiegen auf die Flachbahn zurückkehrt, die besten Chancen haben. Für den zweifachen Saisonsieger Nordfalke und für Devineur spricht das Gewicht.
Im besten Trabrennen des Tages gilt es das Augenmerk auf Patricia Felbers Négotians d'Ortige zu richten. Er hat bisher in der Schweiz sechs Rennen bestritten, davon deren zwei gewonnen (beide auf Gras in Avenches) und belegte im Prix du Président den achten Platz. Die Inländer-Cracks Napoléon de Bussy und Quick Fighter, beide bei ihrem letzten Einsatz siegreich, hatten bei der Nummernauslosung kein Glück, sie gehen mit den Nummern 7 und 8 ins Rennen. Ende September hat Nash Tivoli über 2400 Meter knapp gegen Napoléon de Bussy gewonnen, er ist auch hier wieder zu beachten.
Zehn Pferde treten zum Cross-Country an. Quick Fellow wird - ebenso wie sein Stallgefährte Oh Calin im Jagdrennen - von Dirk Fuhrmann geritten, der schon oft erfolgreich in der Schweiz im Einsatz war.
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