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Vivace du Martza



Jahresrückblick 2012 Trab: Ulycia de Bussy in den Hufstapfen von Napoleon

vendredi, 30. novembre 2012 20:28

Mit erst vier Jahren ist Ulycia de Bussy der gewinnreichste Traber der Schweiz, ganz knapp vor Quick Fighter. Ebenfalls hauchdünn fielen die Entscheidungen der Besitzer- und Trainer-Championate bei den Trabaktiven aus.

(S.L.) Erstmals seit fünf Jahren vermochte sich wieder ein Inländer und erstmals seit 10 Jahren ein vierjähriges Pferd als gewinnreichster Traber der Schweiz durchzusetzen. Erstmals seit über 10 Jahren reichte dazu eine Gewinnsumme von unter 50'000 Franken und ebenfalls erstmals seit langem vermochte sich der Meister der Traber nicht in den besten Zehn der Jahreswertung zu etablieren. Dies zeigt, dass es in der vergangenen Saison keinen herausragenden Traber in der Schweiz gab, dass die Spitze aber sehr breit ist.

 

Ulycia de Bussy, die (Halb-)Schwester von Napoleon de Bussy gewann bei 11 Starts sieben Rennen, wurde zweimal Zweite und einmal Dritte, dabei wurde sie immer von ihrer Besitzerin Barbara Schneider gefahren. Das Paar begann die Saison mit vier Siegen in Folge wobei Ulycia de Bussy auch ihren ersten Grasstart in Frauenfeld siegreich gestaltete. Mitte Juni musste sie sich im Critérium des 4 ans Une du Martza beugen, die Ende Saison die stärkste Rivalin werden sollte. Mit den Siegen in der Coupe des 4 ans und im Prix d'Elevage holte sich Ulycia de Bussy zwei weitere grosse Erfolge, musste sich aber am Schluss im Grand Prix des 4 ans und im Prix des Elites wieder Une du Martza beugen. Im September absolvierte die Love You-Tochter ihr Debüt in Vincennes, wo sie im Vorlauf zum Grand Prix UET als Siebte in 1:14,3 keineswegs abfiel.

 


Ulycia de Bussy beim 7. Saison-Streich im Prix de l'Elevage mit ihrer Besitzerin Barbara Schneider. (U.Wild)

 

Hinter Ulycia de Bussy klassierten sich in der Jahreswertung mit dem knapp geschlagenen Quick Fighter und mit Une du Martza zwei weitere Inländer. Der Président-Sieger Punchy und der treue Orélius Gentil folgen als nächste. Erst auf Rang zwölf ist Opéra House, der neue Meister der Traber, zu finden. Zwar hat er seit seinem Schweizer Debüt im März zwölf Rennen bestritten und deren vier gewonnen, den ganz grossen Coup, welchen er in der Meisterschaft in der Hand seiner Besitzerin und Trainerin Patricia Felber landete, vermochte er bei den zwei folgenden Starts weder im Steherpreis in Aarau noch in Maienfeld zu bestätigen. Patricia Felber hat aber mit Négotians d'Ortige einen weiteren Crack im Stall, der u.a. die Trohpée Vert und das Swiss Champion Race in Avenches gewann. Den Circuit National du Trot entschied Nègre du Digeon mit 35 Punkten klar vor Onic Dream und Noble Limousin (je 25) für sich.

 

 

 


Nègre du Digeon beim ersten Schweizer Sieg im April 2012 in Avenches vor Prince du Chevrel (Foto: U. Wild)

 

Die hoffnungsvollen Youngsters

Ulycia de Bussy gewann nicht nur die Gesamtwertung des besten Trabers sondern logischerweise auch diejenige des besten Inländers und des besten Vierjährigen. Man darf gespannt sein, ob sie sich ebenso wie seinerzeit ihr Bruder Napoléon de Bussy, der als Vierjähriger im Sommer so richtig "durchzustarten" begann, weiter steigern und auch als älteres Pferd so erfolgreich sein wird. Stall Wiltons Pensylvania, die ebenfalls meistens von Barbara Schneider gefahren wurde, ist mit fünf Siegen und knapp 38'000 Franken Gewinnsumme die erfolgreichste Dreijährige. Bei den Zweijährigen hob sich der Ready Cash-Sohn Atténarco klar von seinen Altersgenossen ab. Von den sechs Starts gestaltete der Vertreter der Ecurie Turrettini mit Vitor Nunes de Oliveira deren fünf siegreich, einmal wurde er disqualifiziert.

 


Hoffnungsvoller, ungeschlagener Youngster: Atténarco (Vitor Nunes de Oliveira, vorne). (U.Wild)

 

 

Schneekönig Mask du Granit

Die Saison hatte bekanntlich nach der Absage von Arosa verspätet in St. Moritz begonnen, wo Mask du Granit mit Laurence Kindler zum Schneekönig gekürt wurde. Am ersten Tag passierte das Paar das Ziel als erste, wurde aber nächträglich disqualifiziert, doch die beiden grossen Trabrennen des zweiten und dritten Tages liess sich das Paar nicht nehmen. Mask du Granit wurde danach nur noch spärlich eingesetzt und hat es deshalb auch nicht in die Liste der besten Zehn geschafft.

 


Schnee-Dominatoren: Mask du Granit und Laurence Kindler (Foto: Ueli Wild)

 

Punchy Président-Sieger

In keiner guter Erinnerung bleibt der Prix du Président 2012. Weil das Spitzenduo nach einer halben Runde stark abbremste, kam es zu einem fürchterlichen Massensturz, welcher aber glücklicherweise relativ glimpflich ausging. Am schlimmsten erwischte es Prince du Chevrel, der im Juli bei seinem Sieg im Prix de Vitesse den Schweizer Rekord auf 1:12,1 geschraubt hatte.

Das Rennen wurde neu gestartet - drei Pferde konnten nicht mehr teilnehmen - und der Favorit Punchy (Jean Boillereau), der vor einem Jahr Zweiter geworden war, gewann nach einem äusserst spannenden Endkampf gegen den 45:1-Aussenseiter Onyx d'Em und den Co-Favoriten Quattro Ecus.

 


Punchy (13) schlägt Onyx d'Em (rechts) und Quattro Ecus (abgeschnitten) im Prix du Président (U.Wild)

 

 

Championnate spannend bis zuletzt

Noch selten waren die Championnate bis zuletzt so spannend wie in diesem Jahr. Nachdem die Ecurie du Martza jahrelang das Besitzerchampionnat dominiert hatte, wurde sie letztes Jahr von der Ecurie Turrettini entthront, die den Titel zu verteidigen schien. Doch dann setzten Tango, Vivace und Une du Martza zu einem wahren Endspurt an und vor dem letzten Renntag lagen die Martzas wieder in Front. Am letzten Renntag fiel die Entscheidung dann in Extremis: Zuerst bauten die Pferde von Jean-Pierre Kratzer dank dem neuerlichen Sieg von Une du Martza im Prix des Elites ihren Vorsprung aus, doch schon eine Stunde später rückte die Ecurie Turrettini dank den Doppelsieg von Attenarco und Attaline im Critérium des 2 an wieder auf. Nun hing alles vom allerletzten Trabrennen der Saison ab: Wenn Rattzino und Vitor Nunes de Oliveira dieses Rennen gewannen, war die Titelverteidigung perfekt - und sie taten dies mühelos. Die Ecurie Max Gordon wurde Dritte.

 


Die strahlenden erfolgreichsten Besitzer mit Henri Turrettini links und Jean-Pierre Kratzer (U.Wild)

 

Auch bei den Trainern fiel die Entscheidung äusserst knapp aus, weil Jean-Bernard Matthey am letzten Tag im Gegensatz zu Marc André Bovay einen Sieger hatte (im ersten Rennen mit Olympio de May). Doch JBM hätte noch einen weiteren Sieg für den Titelgewinn gebraucht, weil Bovay mehr zweite Plätze aufzuweisen hat. Renaud Pujol belegt den Bronceplatz.

Identisch mit der Rangliste der Trainer ist diejenige der Berufsfahrer, wobei Marc André Bovay mit 27 Siegen gegenüber Matthey (25) und Pujol (23) hier deutlicher obenausschwang. Dreizehn Sieger fuhr Barbara Schneider und verteidigte damit den Goldhelm bei den Amateuren gegen Patricia Felber (11) und Joey Vignoni (9) souverän.

 


Die erfolgreichsten Driver: Doppel-Champion Marc-André Bovay (2.v.l.) und Amateur-Championne Barbara Schneider, mit J.-B. Matthey (links) und Joey Vignoni (rechts). Foto: Ueli Wild.

 

 

 



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