(mmo) Die Verbundenheit des Rennvereins Frauenfeld mit dem Militär ist nur schon durch den Standort des Rennplatzes gegeben. Für die 94. Generalversammlung des RVF hatte Waffenplatzkommandant Oberst Thomas Wirz eigens in die Stadtkaserne geladen, wo anno 1919 bereits die allererste GV des Rennvereins Frauenfeld stattgefunden hatte.
An geschichtsträchtigem Ort blickte die Crew um den Präsidenten Christoph Müller auf eine turbulente Saison 2012 zurück. Eine Saison, die als Meilenstein in die Annalen des Rennvereins Frauenfeld eingeht. Erstmals überhaupt hat man ganze Premium-Reunions organisiert, dies mit gutem Erfolg. Rund eine halbe Million Zuschauer in Frankreich, Belgien und Luxemburg hätten die Rennen über den Rennsport-Sender Equidia verfolgt. Auch die Wettumsätze sorgten bei den Organisatoren für Freude. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir haben Neues gewagt und sind stolz, bestanden zu haben", so Christoph Müller.
Die Absage des Herbstrenntages, der buchstäblich ins Wasser und in den Schnee fiel, hatte dem Rennverein Frauenfeld Mehrkosten von 40'000 Franken beschert. Dank dem Turf-Club und einigen Sponsoren konnte dieses Loch geschlossen werden, wie Christoph Müller erklärte.
Die Rechnung des RVF schloss mit einem Gewinn von 11'000 Franken positiv ab.
Für die kommende Saison wird an Bewährtem festgehalten. Es wird wieder Premium-Rennen mit Live-Übertragung geben. "Wir haben erste Erfahrungen gesammelt und es hat alles geklappt. Darauf sind wir stolz", so Christoph Müller. Es bleibt jedoch bei 2 Premium-Abenden, am 13. Mai und am 10. Juni.
Der Versuch mit dem traditionellen Pfingstmontag als "Quasi-Doppelrenntag" mit PHH-Rennen am Nachmittag und Premium-Rennen am Abend wird hingegen nicht mehr fortgesetzt.
"Eine Veranstaltung so in die Länge zu ziehen, birgt Gefahren. Im Normalfall sind die Rennen zwischen 17.30 und 18 Uhr zu Ende. Mit den Abendrennen wird es 21 Uhr. Da gehen zwei Drittel der Leute nach Hause und der Anlass verliert enorm an Stimmung", so Christoph Müller.
Der Pfingstmontag wird im 2013 also wieder nach dem traditionellen Muster, als klassischer "Deutschschweiz-Renntag à la ancienne" durchgeführt. Darüber wird kaum jemand traurig, dafür aber eine breite Masse glücklich sein.
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