Im 2007 hatte Chiron in Avenches als Saisondebütant nach mehr als 8 Monaten Pause die versammelte Schweizer Elite auf Anhieb bezwungen.
Nun tritt er am Freitag unter ganz anderen Voraussetzungen an, seinen "Titel" zu verteidigen. Er kommt als frischer Listed-Sieger an den Start. Alle Ampeln auf grün also bei seiner Entourage? Nicht ganz. Auch weil die Distanz verhältnismässig weit ist? Wir haben bei Chirons Trainer Andreas Bolte nachgefragt.
"Die Gegner kenne ich ehrlich gesagt nicht alle. Aber ich denke schon, dass Chiron eine gute Chance haben müsste. Wegen der klassischen Distanz habe ich wenig bedenken. Mehr Respekt haben wir vor der für Chiron verhältnismässig kurzen Pause von nur 19 Tagen seit dem letzten Start", erklärte Bolte, "er ist zwar gut drauf und hat immer gut gefressen. Seit dem München-Sieg habe ich ihn allerdings relativ konservativ trainiert. Die Schlussarbeit habe ich weggelassen. So hoffen wir, dass er genügend Frische hat."
Es sei zwar ein Risiko, die für Chiron kurze Startfolge. Doch die Besitzer Brunhilde und Horst-Dieter Kuhlmann, die zugleich auch die Züchter sind, seien sich dessen bewusst.
Als Jockey hatte man Andreas Suborics verpflichten wollen, der mit Chiron die beiden Saison-Siege eingefahren hatte. Doch der Österreicher reitet in Goodwood auf Gruppe-III-Ebene (Glorius Stakes) für das Blume-Quartier Dickens den Hamburger Derby-Zweiten von 2006 (zu Schiaparelli).
"Adrie de Vries kennt Chiron aber ebenfalls bestens", erklärte Andreas Bolte. In der Tat, der 13-fache Holländische Champion, der das deutsche Championnat 2005 erst am allerletzten Renntag gegen Filip Minarik verlor und aktuell mit demselben Konkurrenten die Statistik ex aequo mit 40 Saisonsiegen anführt, sass beim zweitletzten Start von Chiron in Baden-Baden im Sattel (3.Platz auf Ausgleich-I-Ebene nach nichtmal glattem Rennverlauf).
Und der fliegende Holländer hat noch eine Rechnung offen in Avenches: Letztes Jahr belegte er im 1.August-Highlight nämlich hinter Chiron den zweiten Platz - damals im Sattel von Majofils...

Letztes Jahr Gegner, nun ein paar: Adrie de Vries (Majofils) und Chiron (in Front; Foto: U.Wild)
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