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Engadiner Pferdesport Verein zieht Lizenzgesuch für Rennen in St.Moritz überraschend zurück

mardi, 03. novembre 2009 09:58

Mit dem Rückzug des Lizenzgesuchs durch den Engadiner Pferdesport Verein (EPV) war nun wirklich nicht zu rechnen - doch der EPV sieht seine Forderungen gemäss einer Presseerklärung erfüllt und hat sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.

Noch am Sonntag (1.11.2009) hatte SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer anlässlich einer Medien-Orientierung die Patt-Situation erklärt, wonach beide Dossiers (White Turf Racing Association und Engadiner Pferdesport Verein) für die Ausrichtung der Rennen 2011 in St.Moritz nicht vollständig seien und mit weiteren Informationen "gefüllt" werden müssten.

 

Nun hat der Engadiner Pferdesport Verein das Handtuch geworfen, um es in der Boxersprache zu formulieren. Der EPV sieht seine Forderungen erfüllt - in der Tat hat sich innerhalb der WTRA mit dem angekündigten Rückzug von Rudolf Fopp und der schrittweisen Übergabe an seinen designierten Nachfolger Silvio Staub mehr verändert, als von aussen je zu erwarten war. Ohne den Druck durch das Lizenzgesuch des EPV wäre dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie so gekommen.

 

Jean-Pierre Kratzer wusste noch nichts von dieser Entwicklung, als wir ihn am Dienstag Morgen (3.11.2009) damit konfrontierten. "Nein, davon habe ich noch nichts gehört", erklärte Kratzer. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass auch nach dem Rückzug die WTRA die Lizenz des SPV noch nicht automatisch auf sicher habe. "Das Dossier ist noch nicht vollständig, es fehlen noch wichtige Informationen", so Kratzer.

 

Reaktionen aus dem Engadin folgen...

 

 

 

Hier schon mal die Medienmitteilung des EPV im vollen Wortlaut:

 

Engadiner Pferdesport Verein zieht Lizenzgesuch für St. Moritzer Pferderennen zurück

EPV sieht seine Forderungen erfüllt

St. Moritz, 3. November 2009 – Der Engadiner Pferdesportverein (EPV) hat beschlossen, sein Lizenzgesuch für die Ausrichtung von Pferderennen in St. Moritz zurückzuziehen. Mit den jüngst angekündigten personellen Veränderungen bei der White Turf Racing Association (WTRA), bisheriger Ausrichter der Rennen, sieht der EPV den hauptsächlichen Hinderungsgrund für eine gesicherte Durchführung als gelöst. Der neue Präsident der WTRA geniesst das Vertrauen des EPV. Mit dem Rückzug des Gesuchs bringt der EPV ausserdem Klarheit in die zögerliche Informationspolitik des Schweizer Pferderennsport-Verbands, der die Lizenzen vergibt.

Der Engadiner Pferdesport Verein (EPV) zieht sein Gesuch um eine Lizenz für die Organisation von Pferderennen in St. Moritz zurück. Das Gesuch war anfangs Juni auf Anfrage des Schweizer Pferderennsport-Verbands (SPV) eingereicht worden, um die Durchführung der Pferderennen in St. Moritz sicherzustellen. Gefährdet wurden die Rennen durch Uneinigkeiten zwischen dem Präsidenten des Veranstalters der Rennen, Rudolf Fopp von der White Turf Racing Association, und dem Präsidenten des SPV, Jean-Pierre Kratzer, dessen Verband die Lizenz vergibt. Der EPV wollte mit der Eingabe eines eigenen Gesuchs verhindern, dass die traditionsreichen Rennen persönlichen Animositäten zum Opfer fallen.


Zögerliches Vorgehen beim SPV


Mit dieser Entscheidung bringt der EPV Klarheit in die Frage der Lizenzvergabe. Entgegen den Beteuerungen des SPV, die Lizenzvergabe für 2011 bis Ende Oktober dieses Jahres abgeschlossen zu haben, steht ein Entscheid immer noch aus. Mit dem Rückzug des Gesuchs steht trotz des zögerlichen Vorgehens des SPV einer definitiven Vergabe an die White Turf Racing Organisation unter ihrem neuen Präsidenten nun nichts mehr im Weg. Angesichts des Zeitplans hofft der EPV auf eine schnelle Reaktion von SPV-Präsident Kratzer.


Neuer Präsident der White Turf Racing Association geniesst volles Vertrauen des EPV

Mit dem Rücktritt des bisherigen Präsidiums der White Turf Racing Association, bestehend aus Präsident Rudolf Fopp und Vizepräsident Hansruedi Schaffner, sieht der EPV die hauptsächliche Ursache für die Gefährdung der Pferderennen auf dem See als gelöst. Der neue Präsident der White Turf Racing Association, Silvio Staub, wird sein Amt für die Rennen 2011 antreten und geniesst das volle Vertrauen des Engadiner Pferdesport Verbandes. Der EPV sieht sein Anliegen einer geordneten Durchführung der Pferderennen somit erfüllt und hat aus diesem Grund beschlossen, das Lizenzbegehren per sofort zurückzuziehen.

 

Fortgesetztes Engagement für den Pferdesport beim EPV

Der EPV setzt sich weiterhin für die nachhaltige Förderung und Erhaltung des Pferdesportes im Engadin ein. Als Interessengemeinschaft aller Pferdesportbegeisterten in der Region dient er auch zukünftig als glaubwürdiges Kompetenzzentrum und Ansprechpartner für alle in den Pferdesport involvierten Personen und Instanzen.

 

 

 

 



1 Kommentar
Hans-Peter Sorg aus Schaffhausen schreibt am 03.11.2009 15:27 Uhr
Wieder einmal hat es der Vorstand SPV mit Erfolg geschafft, dass es im Schweizer Rennsport nur Verlierer gibt. Der Erlass einer statuten- und mithin gesetzwidrigen Weisung (vgl. Rennkalender vom 28.10.2009) und das damit im Zusammenhang stehende Hinausschieben des Entscheides für die Vergabe der Rennen 2011 bewirkte sowohl im Engadin als auch in der schweizerischen Rennsportszene grosse Verunsicherung. White Turf Racing Association, eine in den letzten Jahren einzigartige Erfolgsstory, wurde unfair attackiert. Glücklicherweise war der Rückhalt bei den politischen und sportlichen Entscheidungsträgern in St. Moritz stets vorhanden, so dass die Weiterführung des White Turfs, wenn auch mit unnötig angekratztem Image, gesichert ist.

Die im ?Konkurrenzverein? EPV engagierten Horsemen liessen sich vom VSPV einspannen, ohne zu merken, dass sie nur als Mittel zum Zweck, d.h. zur Entfernung des verdienten Teams Fopp / Schaffner, benutzt wurden. Ein zukünftiges Engagement der Leute um Hans Jürg Zinsli im schweizerischen Rennsport dürfte wohl ausgeschlossen sein..... Wenn der SPV Präsident vor diesem Hintergrund die Lizenzerteilung weiterhin als noch nicht sicher beurteilt, so fehlen mir schlicht die Worte. Für uns Rennsportaktive ist allerdings bemerkenswert und bedauerlich, dass mit Ruedi Fopp sich der letzte kritische Geist aus den Gremien verabschieden wird.


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