"Jetzt muss gehandelt werden" - Tagi-Artikel zur Situation im RVZ
mercredi, 16. décembre 2009 08:47
Dass der RVZ seit längerem mit finanziellen und anderen Problemen kämpft, ist hinlänglich bekannt. In einem Artikel im Tages-Anzeiger wurde die Situation beleuchtet.
Der Rennverein Zürich ist seit Jahrzehnten im Schweizer Rennsport ausgesprochen exponiert - nicht zuletzt durch die Tatsache, dass im Zürcher Unterland lange Zeit das einzige Galopp-Trainingszentrum stand, trug dazu bei. Denn wo viele Pferde trainiert werden, hat natürlich jeder (mehr oder weniger stark) Involvierte seine eigenen Vorstellungen, was wie wann zu tun sei auf der Anlage. Zwangsläufig entstehen in einer solchen Szene auch immer rasch die wildesten Gerüchte, und es werden diverse Animositäten ausgelebt, zum Teil aufgebauscht und schliesslich kultiviert.
Wie auch immer, der Rennverein Zürich - mit rund 700 Mitgliedern notabene der grösste in der Schweiz - kämpft ums Überleben. Wobei dem Vorstand rund um den (weil gegen aussen unscheinbar handelnd) in der Öffentlichkeit da und dort wohl "verkannten" Präsidenten Dieter Syz (der den RVZ in einer ausgesprochen schwierigen Situation übernommen hatte und enorm viel dazu beigetragen hat, dass es ihn heute überhaupt noch gibt) sowie Vize-Präsident Marc Hunziker (ohne den als umtriebigen Sponsoren-Chef schlichtweg gar nichts mehr ginge) die Aufgabe von vielen Seiten gar noch massiv erschwert wurde.
Nun hat der geschäftsleitende Vorstands-Ausschuss des RVZ mit SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer einen fruchtbaren Dialog gestartet, der noch vor Weihnachten weitergeführt wird.
Kratzer ist nicht der einzige der erkannt hat, dass dem Rennverein Zürich in der Deutschschweiz und im Schweizer Rennsport insgesamt eine Schlüsselrolle zukommt. Und er ist bereit seine Erfahrung (in Sachen Rennbahn-/Trainings-Betrieb sowie als ehemaliger Top-Banker) für die Sanierung des RVZ einzubringen.
1 Kommentar
Beat Dr. Ries, Präs. ARV aus Aarau schreibt am 17.12.2009 13:45 Uhr
Im Artikel im Tagesanzeiger ?Jetzt muss gehandelt werden? wird auf den Aargauischen Rennverein und dessen finanzielle Lage Bezug genommen. Die Feststellungen sind unnötig und in der publizierten kurzen Fassung stellen Sie den ARV schlecht dar, viel schlechter als sich dieser präsentiert.
Der ARV ist seit Jahren in der Lage, die Betriebskosten aus eigenen Mitteln vollumfänglich zu decken. Es liegen keine Betreibungen und keine Verlustscheine vor. Die Bilanz des ARV weist ein positives Eigenkapital auf. Das Darlehen von CHF 500'000.00 wurde im Jahre 1993 ? vor 16 Jahren ? für den Umbau und die Renovation als Beitrag für die Infrastruktur gewährt. Die Stadt Aarau ist in der glücklichen Lage verschiedene Sport- und Kulturstätten zu unterstützen. Ich verweise beispielhaft auf das Engagement der Stadt Aarau zugunsten des FC Aarau beim Stadionneubau (knapp CHF 20Mio.), zugunsten des Stadtmuseums Schlössli (ca CHF 14 Mio) aber auch zugunsten der Kultur in der Futterfabrik, KiFF (Beiträge für Infastruktur und zur Aufrechterhaltung des Betriebs, mehrere CHF 100'000) usw, um nur drei aktuelle Beispiele zu nennen. Der Erlass der Restschuld von CHF 460'000.00 passt in diese städtische Politik und stellt nichts Solitäres dar. Im städtischen Parlament war der Erlass unbestritten und fand Zustimmung über alle Parteien von links bis rechts und die Votanten der einzelnen Fraktionen zollten dem ARV Respekt für die von den Exponenten des ARV geleistete Arbeit. Der ARV bezieht keine ? fonds perdu Beiträge, weder von der Stadt Aarau noch vom Kanton Aargau.
Ganz besonders ärgerlich ist die Formulierung am Anfang des letzten Absatzes im TA-artikel: Der ARV hatte nicht einfach ?Glück?, dass das Darlehen abgeschrieben worden ist. Es ist dem ARV in den letzten Jahren gelungen, durch konsequentes Kostenmanagement, durch viel Fronarbeit und durch viel persönliches Engagement das für die Abschreibung dieses Darlehens notwendige Vertrauen zu gewinnen.
Wäre der ARV in dieses Licht gerückt worden, dann hätte der Leser des Tagesanzeigers ein ganz anderes Bilde vermittelt erhalten. Es ist schade, dass genau diese Chance hier vertan worden ist. Dr. Beat Ries, Präsident Aarg. Rennverein
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