Über die Probleme auf diversen Rennplätzen mit zu wenig geschultem Personal haben wir in den letzten Jahren des öfteren berichtet und Vorschläge gemacht, wie eine Verbesserung herbeigeführt werden könnte.
In St.Moritz tauchte nun am dritten Renntag wieder Ungemach für die Wetter auf. Niemand hielt es für nötig, die Wetter darüber zu informieren, welche Wett-Arten in den beiden PMU-Rennen im Angebot standen (die PMU bot für die Zweier- und Dreierwette jeweils zwei Varianten an: In Reihenfolge und beliebig). Es gab schlicht keine Information darüber auf dem Rennplatz. Ein Skandal, das muss so hart formuliert werden.
Denn die Konsequenz war, dass die Wetter, welche eine Dreierwette spielen wollten, in der Absicht wie gewohnt "in Reihenfolge" zu wetten, ein simples Trio (beliebig) auf den Wett-Zettel gedruckt bekamen. Ein himmelweiter Unterschied, der sich nach dem GP St.Moritz bei all jenen manifestierte, die sich freuten, die ersten zwei getrofffen zu haben - denn dies reichte bei der Dreierwette (in Reihenfolge), da niemand die ersten drei hatte. Statt der Quote von 289.90:1 gab es lange Gesichter, nämlich gar nichts zurück.
Ich habe mit erfahrenen Wettern vor Ort gesprochen, die am Wettschalter die Information erhalten hatten, eine Dreierwette "in Reihenfolge" sei für die Rennen 4 (GP) und 6 (Trab-GP) gar nicht möglich... Bingo, soviel zum Thema!
Als erste Massnahme müssen jetzt dringend die seit Jahren fehlenden und (von uns immer wieder mit Nachdruck) geforderten Wett-Karten wieder lanciert werden. So können die (Kombinations-)Wetten schon zu Hause vorbereitet werden - und die Leute an den Wett-Schaltern müssten (wenn die Wetten auf den Karten richtig ausgefüllt sind) nichtmal mehr wissen, wie eine solche Wette funktioniert, beziehungsweise auf dem Terminal einzugeben ist.
Damit wäre doch allen gedient: Den Wettern, den Veranstaltern - und damit dem ganzen Sport.
Markus Monstein
horseracing.ch
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