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Artikel nun frei - Article gratuit pour tous: Wichtige Entwicklungen bei IENA und Suisse Trot: Jean-Pierre Kratzer verweigert Beantwortung von Fragen

Donnerstag, 31. Dezember 2020 18:31

MAINTENANT AUSSI en français! Letzte Woche waren im offiziellen Publikationsorgan "Renn- und Zuchtkalender" einige Mitteilungen abgedruckt, die zu Fragen (sowie da und dort zu Stirnrunzeln) führten. Wir haben Jean-Pierre Kratzer als IENA-Chef und Suisse Trot-Präsident per E-Mail Fragen gestellt - eine Woche später kam nach den Weihnachtsfeiertagen die Antwort mit dem Inhalt, dass er unsere Fragen derzeit nicht beantworte... Im Artikel beleuchten wir die Vorgänge bei IENA und Suisse Trot - mit den unbeantworteten Fragen. VERSION française tout en bas!

von Markus Monstein

 

Wenn der "Rennkalender" eine Woche verspätet erscheint, dann hat das in aller Regel einen Grund. Die neuste Ausgabe des offiziellen Publikations-Organs der Schweizer Pferderennsport-Verbände (SPV, Galopp Schweiz, Suisse Trot und Verband der Rennvereine) war für den 14. Dezember angekündigt - wurde dann aber um eine Woche verschoben.

 

Es hatte denn auch einige Mitteilungen drin, die es in sich haben. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, den einen oder anderen Blick zwischen die Zeilen zu werfen, respektive Vorgänge zu hinterfragen. Dies vor dem Hintergrund, dass der Druck auf JPK in den letzten Wochen und Monaten gewachsen ist und wächst. Nicht zuletzt auch deshalb, weil bei Suisse Trot eine Mediation im Gang ist (um herauszufinden, ob es einen gemeinsamen Nenner der beiden Lager nach den Vorkommnissen rund um die ausserordentliche GV gibt).

 

Über die frohe Kunde, dass die Aktivverbände Galopp Schweiz und Suisse Trot vom Bund mit "à fonds perdu-Beiträgen" unterstützt werden, hatten wir bereits berichtet (unmittelbar nach Erscheinen des Rennkalenders)

 

Nun beleuchten wir folgende Themenkomplexe:

  • IENA-Communiqué (Ankündigung, dass Christine Baumgartner Direktorin von IENA werden soll - geplante Neu-Investitionen in Höhe von 500'000 CHF - Neu-Anpassung der Outsourcing-Verträge von Galopp Schweiz und Suisse Trot).

 

  • Neue Ausschreibungskommission (bisher Aktivenkommission) Suisse Trot sowie Ernennung der Mitglieder derselben - und Suche nach neuen Mitgliedern für die anderen Suisse Trot-Kommissionen

 

  • Suisse Trot-Communiqué betreffend Finanzen - insbesondere Verlust 2020 von rund 30'000 CHF trotz der Bundesbeiträgen

 

 

IENA-Communiqué: "Finanziell gesunde Situation" - "Neuanpassung der Verträge mit Galopp Schweiz und Suisse Trot" - "Investitionen in Höhe von 500'000 CHF" - "Christine Baumgartner soll Direktorin von IENA werden"

 

Auf Seite vier des "Rennkalenders" Nummer 24 ist ein Communiqué von IENA abgedruckt (->Download als PDF).

 

Der Schreibende hat Jean-Pierre Kratzer dazu folgende Fragen gestellt:

 

  1. Sie schreiben von «effizienten organisatorischen und strukturellen Massnahmen im April 2020» - können Sie das konkretisieren?

  2. Weiter schreiben Sie von einem «guten Ergebnis bei den Premium-Rennen». Wie sieht es da in Zahlen aus?

  3. «Neuanpassung der Verträge mit Galopp Schweiz und Suisse Trot»: Wie viel müssen Galopp Schweiz und Suisse Trot neu an IENA bezahlen und ab wann gelten diese neuen Verträge? Ab 1.1.2021 oder gibt es auch für 2020 eine Vergünstigung?

  4. Welche Investitionen sollen für die genannten 500'000 CHF getätigt werden? Und woher stammen diese 500'000 Franken?

  5. Was bedeutet es konkret, wenn Christine Baumgartner zur Direktorin der IENA Sàrl wird? Bekommt sie andere Aufgaben? Mehr Verantwortung? Wird sie auch IENA-Geschäftsführerin sein oder werden weiterhin Sie diese Rolle bekleiden?

 

 

Dazu schrieb Jean-Pierre Kratzer:

"Pour ce qui concerne vos questions relatives à l'IENA, nous ne pouvons y répondre car nous nous permettons de vous rappeler que IENA Sàrl est une "Société à responsabilité limitée" au sens des articles 772 et suivants du CO. La gestion en incombe au gérant qui en rend compte régulièrement au Conseil de gérance, respectivement à l'assemble des associés qui est le pouvoir suprême de la société."

 

Auf Deutsch übersetzt:

"Wir sind nicht in der Lage, Ihre Fragen zu IENA zu beantworten, da wir Sie daran erinnern möchten, dass IENA Sàrl eine "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" im Sinne der Artikel 772 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts ist. Die Leitung des Unternehmens liegt in der Verantwortung des Geschäftsführers, der regelmäßig an den Vorstand oder die Gesellschafterversammlung berichtet, die das oberste Organ des Unternehmens ist."

Das ist exakt das Spiel, das Jean-Pierre Kratzer seit Jahren spielt: IENA bleibt gegen aussen eine "black box", kommuniziert wird nur sehr selektiv (vor allem über "Erfolge" und "gute Taten"). Und wenn ungebetene Fragen auftauchen, versteckt sich der Geschäftsführer (Jean-Pierre Kratzer ist genau dies - nicht etwa Inhaber oder sonstwas) von IENA hinter solchen Floskeln.

Von aussen ist das ganze Konstrukt der IENA-Gruppe unmöglich zu durchschauen. Es gibt neben der IENA Sàrl (Sàrl = Gmbh): IENA Gestion et Services Sàrl, IENA Promotion Sàrl, IENA Investissements Sàrl und seit Sommer 2018 auch IENA Campus Sàrl. Irgendwann wird ein externes Audit nötig sein, um Klarheit zu schaffen. Wetten?!

 

Christine Baumgartner, seine "rechte Hand" innerhalb von IENA, hat Jean-Pierre Kratzer seit Jahren bei jeder Forderung, den Übergang in die "Ära nach JPK" zu regeln (er könnte ja von einem Tag auf den anderen tot umfallen oder nicht mehr handlungsfähig sein - mit oder ohne Covid-19), als seine Nachfolgerin genannt. Tut sich diesbezüglich nun etwas mit der Ankündigung, "anlässlich der nächsten Generalversammlung Christine Baumgartner als Direktorin der IENA Sàrl vorzuschlagen"? Das ist die Frage. Denn Geschäftsführer von IENA dürfte wohl Jean-Pierre Kratzer bleiben, auch wenn er auf diese Frage ja eben nicht antworten wollte. Wir werden dies genau beobachten.

 

 

Suisse Trot: Ausschreibungs- statt Aktivenkommission neu besetzt - Kehrtwende mit plötzlich mehr Amateuren als Profis

Im Vorfeld und an der ausserordentlichen Generalversammlung von Suisse Trot in Bern versprach Präsident  Jean-Pierre Kratzer unter dem Druck der Initianten, die verschiedenen Kommissionen von Suisse Trot zu öffnen und "allen, die wollen" die Möglichkeit zur Mitwirkung zu geben. 

 

So sieht diese "Möglichkeit zur Mitwirkung" nun konkret aus: Die Aktiven-Kommission wurde durch eine Ausschreibungs-Kommission ersetzt, deren Mitglieder vom Suisse Trot-Vorstand handverlesen und bestimmt wurden - ohne anderen Aktiven die Chance zu geben, mitzumachen. Dem Schreibenden sind mehrere Personen bekannt, die sich in der Ausschreibungskommission einbringen wollten und dies auch entsprechend mitgeteilt hatten. Einem Trainer, der sich telefonisch bei Denis Roux gemeldet hatte, wurde beschieden, alle Plätze seine besetzt... Umgekehrt erhielt ein Amateur einen Anruf eines Suisse Trot-Vorstandsmitglieds: Er sei vom Vorstand einstimmig für die Ausschreibungskommission gewählt worden. Dumm nur, dass besagter Aktiver antwortete, er stehe gar nicht zur Verfügung.

 

Hier die entsprechende Mitteilung im Rennkalender (-> PDF zum Download).

 

Während über lange Jahre die sogenannte "Aktiven-Kommision" (in welcher ursprünglich diejenigen Trainer mit den meisten Startern in Avenches Einsitz hatten - wobei mehrere Exponenten sich beklagten, dass am Ende ohnehin nur einer die Entscheidungen fälle) zur Legitimation der von Denis Roux praktisch "pfannenfertig" vorbereiteten Ausschreibungen vorgesehen war, gibt es nun offiziell eine neue Ausschreibungs-Kommission: Neben den Profis Philippe Besson, Marc-André Bovay, Adrian Burger und Raphaël Fesneau sind nicht weniger als 5 Amateure in dieser Kommission: Jean-Claude Gardaz, Ursula Herren, Evelyne Hirt, Nicole Schneider und Stephanie Theiler.

 

Die Haltung von Jean-Pierre Kratzer war über die letzten Jahre wie folgt: Mit den PMU-Rennen unter der Woche professionalisiert sich der Schweizer Pferderennsport, die Amateure haben an den Wochenenden in der Deutschschweiz genug Rennen (hat er dem Schreibenden vor Jahren wörtlich so gesagt). Nun sieht es plötzlich anders aus (Amateure von 0 auf 5 in der Kommission, welche sich um Ausschreibungen kümmert). Ist nun ein Schelm wer dabei denkt, dass dies mit der a.o. GV in Bern zusammenhängen könnte, an welcher Amateure und Deutschschweizer mehrheitlich für JPK und den bisherigen Vorstand gestimmt hatten?

 

Notabene: Ich habe seit Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass der Rückgang der Amateure dramatisch ist. In meiner Analyse "Pferderennen in der Schweiz: Vergangenheit, Gegenwart und aktuelle Problemkreise auf dem Weg in die Zukunft" hatte ich Anfang 2018 mich auch eingehend mit der Problematik der Amateure und des Nachwuchses im Schweizer Rennsport befasst.

 

Ob es aber die richtige Entwicklung ist, dass in der Ausschreibungs-Kommission Amateure gegenüber den Profis in der Mehrzahl sind, darf (respektive muss) ohne die Verdienste und Wichtigkeit der Amateure für unseren Sport in irgendeiner Weise zu unterschätzen, bezweifelt werden. Gibt es einen ernstzunehmenden Sport, in welchem nicht die Berufsleute (die davon leben) mehrheitlich "in charge" sind? Sie sind es doch auch, die in der Regel den tieferen Einblick in die Materie und mehr Pferde im Stall haben - und es geht ja darum, letztendlich für alle Pferde möglichst gute Ausschreibungen zu erstellen.

 

Der einzige echte Profi in diesem neuen Gremium ist Marc-André Bovay. Die anderen mit Profi-Lizenz sind hauptberuflich a) Rentner b) Hufschmied c) bei IENA angestellt.

 

Zudem: Im Vorfeld und an der a.o. GV wurde immer wieder kritisiert, die von den Initianten vorgeschlagenen Kommissionen seien mit 9 Leuten (jeweils einem Mitglied des Vorstandes Suisse Trot, 2 Berufsfahrern/Trainern, 2 Amateuren, 2 Besitzern und 2 Züchtern - also mit Sicherheit ausgewogener als die jetzige Zusammensetzung) zu gross. Nun besteht die Ausschreibungskommission inklusive Präsident Denis Roux aus 10 Personen... Noch Fragen?

 

Auftrag an die Lizenz-/Sanktions-/Animal Welfare-/Funktionärs-Kommission: "Sucht neue Mitglieder, aber der Vorstand wählt dann aus..."

In der gleichen Mitteilung steht, dass der Vorstand Suisse Trot die Präsidenten der anderen Kommissionen (Lizenzen, Reglemente, Sanktionen, Animal Welfare, Funktionäre) beauftragt, neue Mitglieder zu suchen. Im nächsten Satz wird dann präzisiert, dass diesen Neuen vom Vorstand genehmigt werden müssen.

 

So sieht offenbar Öffnung "à la Suisse Trot" aus. Man besetzt die Kommissionen mit Leuten, die genehm sind. Ja keine anderen Meinungen, oder zumindest nicht zu sehr.

 

Doch es gibt auch noch eine neue Kommission: Die Kommunikationskommission! Dazu kann man Suisse Trot nur beglückwünschen. Denn Kommunikation war bisher eine der grossen Schwachstellen. Man darf schon sehr gespannt sein, wie eine spezialisierte Kommission eines Verbandes wirken soll und kann, wenn der Präsident himself die Wichtigkeit und Funktionsweise von Kommunikation nicht einmal im Ansatz verstanden hat (oder verstehen möchte).

 

Unsere Fragen zu den Kommissionen an JPK lauteten am 23.12.2020:

  1. An der Generalversammlung hatten Sie angekündigt, Arbeitsgruppen/Kommissionen zu öffnen. Alle, die an einer Mitarbeit interessiert seien, seien willkommen mitzumachen (Ihre Worte). Nun ist zu lesen, dass die «Aktivenkommission» in eine «Ausschreibungskommission» unter Vorsitz von Denis Roux transformiert worden ist – und dass sämtliche Mitglieder dieser Kommission bereits bestimmt worden sind. Ohne überhaupt den Kreis der Interessierten abzustecken. Ich weiss persönlich von mehreren, die gerne mitgearbeitet hätten (einem wurde telefonische Anfrage Anfang letzter Woche von Denis Roux beschieden, die Kommissions-Plätze seien bereits alle besetzt).

  2. Weshalb haben Sie Ihr Versprechen nicht gehalten? Denken Sie nicht, dass es nun an der Zeit gewesen wäre für eine Öffnung? Ohne dass die Leute für solche Kommissionen von Ihnen oder Ihren Leuten ausgewählt werden.

 

 

Suisse Trot macht im 2020 voraussichtlich trotz Bundes-Geldern 30'000 Franken Verlust - im Gegensatz zu den Galoppern

Ein Suisse Trot-Communiqué im Rennkalender (-> PDF zum Download) befasst sich mit der finanziellen Situation. Darin steht, dass Suisse Trot im Rahmen des Programms "Bundesbeitrag 2020 COVID-19" Subventionen (à fonds perdu) in Höhe von 50'568 Franken erhalten hat. Bei den Galoppern haben diese Gelder dazu geführt, dass für 2020 eine ausgeglichene Rechnung präsentiert werden kann. Nicht so bei den Trabern. Gemäss der Mitteilung wird Suisse Trot ein Defizit von rund 30'000 CHF ausweisen.

 

Unsere Fragen an Jean-Pierre Kratzer dazu lauteten:

  1. Suisse Trot macht gemäss Ankündigung im 2020 ein Defizit von 30'000 Franken. Wie ist es im Vergleich mit Galopp Schweiz zu erklären? Bei Galopp Schweiz gibt es gemäss der Publikation eine ausgeglichene Jahresrechnung, Suisse Trot hingegen macht einen nicht unerheblichen Verlust.
    Die Erklärungen in der «Mitteilung Suisse Trot» leuchten mir nicht auf den ersten Blick ein (und auch nicht auf den zweiten)
    Kurz dazu: «Abnahme der Dotationen im Vergleich zum Budget» sowie «Absage von rund zehn Renntagen in der Deutschschweiz und in Saignelégier» (da hatten die Galopper ja deutlich mehr Ausfälle in der Deutschschweiz als die Traber, oder nicht?).

  2. Sie erwähnen die «zusätzlichen Kosten in Zusammenhang mit der a.o. GV vom 3. Oktober». Wie hoch waren diese denn?

 

 

Fragen über Fragen. Die Antwort von Jean-Pierre Kratzer auf "Suisse Trot-Fragen":

"Suisse Trot a pour principe de communiquer ses informations soit lors des assemblées générales, soit lors de séances explicatives ou soit par communiqué, ceci afin que tous les membres puissent les connaître en même temps. Toutes les informations concernant l'exercice 2020 seront donc communiquées au plus tard lors de la prochaine assemblée générale, ou le moment choisi par le comité lors de sa prochaine réunion."

 

Auf Deutsch übersetzt:

"Es ist die Politik von Suisse Trot, Informationen an Generalversammlungen, an erläuternden Versammlungen oder mittels einer Pressemitteilung zur Verfügung zu stellen, so dass alle Mitglieder gleichzeitig von den Informationen Kenntnis nehmen können. Alle Informationen, die das Geschäftsjahr 2020 betreffen, werden daher spätestens anlässlich der nächsten Generalversammlung oder zu dem vom Vorstand an seiner nächsten Sitzung gewählten Zeitpunkt mitgeteilt."

Meine Antwort an JPK:

"Sehr geehrter Herr Kratzer

 

Danke für Ihre Nachricht, deren Inhalt ich sehr seltsam finde.

 

Sie beantworten also keine einzige meiner Fragen und berufen sich auf Gründe, die Sie in den letzten rund 20 Jahren nie gehindert hatten, Stellung zu aktuellen Themen zu beziehen. Ich erinnere Sie daran, dass wir in der Vergangenheit mehrmals Jahresend-(oder Anfangs-)Interviews mit Ihnen publiziert hatten (so zum Beispiel am 24.11.2017, am 8.1.2015 oder am 28.1.2014). Da haben Sie von sich aus meine Fragen – notabene auch zu Suisse Trot und IENA – ausführlich beantwortet.

 

Nun gut. Mein Artikel erscheint natürlich so oder so – in diesem Fall halt ohne Antworten von Ihnen, aber mit meinen Fragen. So können sich die Leser selbst ein Bild machen, ob es opportun ist, dass Sie als Präsident von Suisse Trot und Verantwortlicher von IENA nicht auf berechtigte Fragen antworten, welche nicht nur ich mir stelle.  

 

Ich nehme Frau Christine Baumgartner mit in Kopie, damit sie als künftige Direktorin von IENA auch auf dem Laufenden ist.

 

Mit freundlichen Grüssen

Markus Monstein" 

 

 

Zwei Avenches-Trab-Sonntage im Frühling gestrichen zu Gunsten eines Jubiläums-Renntags im Herbst - aber der 9. Mai bleibt Doppel-Renntag mit Dielsdorf und Avenches

Zum Schluss noch dies: Der 9. Mai 2021 war im Entwurf des Datenkalenders doppelt belegt. Mit Dielsdorf am Nachmittag und Avenches am Abend. Je nach Entwicklung an der Covid-Front brauche man diese Renntage im Frühling, so eines der Argumente von Suisse Trot/IENA für diese unsinnige, unnötige Doppelbesetzung eines Sonntags. Nun steht unter "Mitteilungen des Geschäftsführenden Ausschusses" des Verbandes der Rennverein im Rennkalender, dass die Sonntag-Renntage vom 25. April und 16. Mai 2021 in Avenches gestrichen wurden - zu Gunsten eines Samstag-Renntags am 18.9.2021 (30 Jahre PMU in der Romandie).

 

Es geht also plötzlich doch, dass im Frühling gleich zwei Renntage weniger auf dem Programm stehen. Aber anstatt den 9. Mai für Avenches zu kippen und einen gemischten Frühlingsrenntag in Dielsdorf für die ganze Rennsport-Familie freizugeben, streicht Kratzer einen Sonntag nachher sowie zwei Wochen vorher. Geht's eigentlich noch?

 

 

Jean-Pierre Kratzer in Vincennes - noch zu seiner Zeit als Präsident des europäischen Trab-Dachverbandes U.E.T. (Foto: Stéph Caron).

Jean-Pierre Kratzer à Vincennes - à l'époque où il était président de l'U.E.T. (Photo : Stéph Caron).

 

 

UPDATE: la traduction française

 

 

Développements importants à IENA et Suisse Trot : Jean-Pierre Kratzer refuse de répondre aux questions

La semaine dernière, dans l'organe de publication officiel "BO", la publication de certaines annonces a suscité des questions (ainsi que des froncements de sourcils ici et là). Nous avons posé des questions par e-mail à Jean-Pierre Kratzer, patron de l'IENA et président de Suisse Trot. Une semaine plus tard, après les vacances de Noël, la réponse est arrivée avec un contenu qui ne répond pas à nos questions pour le moment... Dans notre article, nous faisons la lumière sur les événements de l'IENA et de Suisse Trot - avec les questions sans réponse.

 

par Markus Monstein

 

Lorsque le "BO" est publié avec une semaine de retard, il y a généralement une raison à cela. La dernière édition de la publication officielle des associations suisses de courses de chevaux (FSC, Galopp Schweiz, Suisse Trot et de l’Association des Hippodromes) a été annoncée pour le 14 décembre - mais a ensuite été reportée d'une semaine.

 

Il contenait alors un certain nombre d'annonces qui étaient tout à fait remarquables. Nous voulons donner à nos lecteurs la possibilité de jeter un coup d'œil «entre les lignes» et de s'interroger sur les processus. Ceci dans un contexte où la pression sur JPK s'est accrue et s'accentue ces dernières semaines et ces derniers mois. Notamment parce qu'un processus de médiation est en cours au sein de Suisse Trot (pour savoir s'il y a un dénominateur commun entre les deux camps après les événements entourant l'assemblée générale extraordinaire).

 

Nous avons déjà annoncé la bonne nouvelle que les associations actives Galopp Schweiz et Suisse Trot sont soutenues par le gouvernement suisse avec des "contributions à fonds perdu" (immédiatement après la publication du BO).

 

 

Nous allons maintenant faire la lumière sur les sujets suivants :

  • Le communiqué IENA (annonce que Christine Baumgartner deviendra directrice d'IENA - nouveaux investissements prévus de 500'000 CHF - nouvel ajustement des contrats d'externalisation de Galopp Schweiz et Suisse Trot).

 

  • Nouvelle commission des conditions de courses (précédemment commission des actifs) Suisse Trot ainsi que la nomination des membres de celle-ci - et recherche de nouveaux membres pour les autres commissions Suisse Trot

 

  • Le communiqué Suisse Trot concernant les finances - en particulier la perte 2020 d'environ 30'000 CHF malgré les contributions fédérales

 

Communiqué IENA : "Situation financière saine" - "Réadaption des contrats avec Galopp Schweiz et Suisse Trot" - "Investissements de l’ordre de 500'000 CHF" - "Christine Baumgartner devient Directrice d'IENA".

 

A la page 4 du "BO" numéro 24, un communiqué de l'IENA est imprimé (->Download als PDF).

 

L’auteur a posé les questions suivantes à Jean-Pierre Kratzer:

 

  1. Vous parlez de "mesures d’organisation et de structures efficaces prises en avril 2020" - pouvez-vous être plus précis?

  2. Vous écrivez également sur un "bon résultat dans les courses Premium". A quoi cela ressemble-t-il en chiffres?

  3. «Réadaption des contrats avec Galopp Schweiz et Suisse Trot»: combien Galopp Schweiz et Suisse Trot doivent-ils payer à IENA et à partir de quand ces nouveaux contrats s'appliquent-ils ? A partir du 1.1.2021 ou y a-t-il également une réduction pour 2020?

  4. Quels sont les investissements à réaliser pour les 500 000 francs suisses mentionnés ? Et d'où viennent ces 500 000 francs suisses?


  5. Que signifie concrètement le fait que Christine Baumgartner devienne Directrice d'IENA Sàrl? Lui confiera-t-on d'autres tâches ? Plus de responsabilités ? Sera-t-elle également directrice générale de l'IENA ou continuerez-vous à occuper ce poste?

 

 

Jean-Pierre Kratzer a écrit sur les sujets:

"Pour ce qui concerne vos questions relatives à l'IENA, nous ne pouvons y répondre car nous nous permettons de vous rappeler que IENA Sàrl est une "Société à responsabilité limitée" au sens des articles 772 et suivants du CO. La gestion en incombe au gérant qui en rend compte régulièrement au Conseil de gérance, respectivement à l'assemble des associés qui est le pouvoir suprême de la société."

 

C'est exactement le jeu auquel Jean-Pierre Kratzer joue depuis des années: L'IENA reste une "boîte noire" pour le monde extérieur, ne communiquant que de manière très sélective (principalement sur les "succès" et les "bonnes actions"). Et lorsque des questions non sollicitées se posent, le directeur général (Jean-Pierre Kratzer est justement cela - pas le propriétaire ni rien d'autre) d'IENA se cache derrière de telles phrases creuses.

 

De l'extérieur, il est impossible de voir l'ensemble de la construction du groupe IENA. Outre IENA Sàrl il y a : IENA Gestion et Services Sàrl, IENA Promotion Sàrl, IENA Investissements Sàrl et, depuis l'été 2018, IENA Campus Sàrl. À un moment donné, un audit externe sera nécessaire pour apporter des éclaircissements. Vous voulez parier?!

 

Christine Baumgartner, son "bras droit" au sein de l'IENA, a pendant des années été désignée par Jean-Pierre Kratzer comme son successeur chaque fois qu'on lui a demandé de gérer la transition vers "l'ère post-JPK" (celui pouvait, après tout, disparaître ou être incapable d'agir du jour au lendemain - avec ou sans Covid-19). L'annonce selon laquelle "Christine Baumgartner sera proposée comme Directrice d'IENA Sàrl lors de la prochaine assemblée générale" signifie-t-elle quelque chose ? Telle est la question. Car Jean-Pierre Kratzer restera probablement directeur général de l'IENA, même s'il n'a pas voulu répondre à cette question. Nous suivrons cela de près.

 

 

Suisse Trot: Commission des conditions de courses nouvellement composée en remplacement de la commission des actifs - un revirement avec soudain plus d'amateurs que de professionnels

Lors des séances de préparation et de l'assemblée générale extraordinaire de Suisse Trot à Berne, le président Jean-Pierre Kratzer a promis, sous la pression des initiateurs, d'ouvrir les différentes commissions de Suisse Trot et de donner à "tous ceux qui le souhaitent" la possibilité de participer.

 

Voilà à quoi ressemble concrètement cette "possibilité de participation": La Commission des actifs a été remplacée par une Commission des conditions de courses, dont les membres ont été triés sur le volet et déterminés par la direction de Suisse Trot - sans donner la possibilité à d'autres actifs de participer. L'auteur a connaissance de plusieurs personnes qui ont voulu participer à la Commission des conditions de courses et qui l'ont fait savoir en conséquence. Un entraîneur qui a téléphoné à Denis Roux s'est fait dire que toutes les places étaient prises... D'autre part, un amateur a reçu un appel d'un membre du comité de Suisse Trot: il avait été élu à l'unanimité par le conseil d'administration pour la Commission des conditions. Toutefois, ladite personne active a répondu qu'elle n'était pas du tout disponible.

 

Voici le message correspondant dans le BO (-> PDF à télécharger).

 

Alors que pendant de nombreuses années, la "Commission des actifs" (dans laquelle, à l'origine, les entraîneurs ayant le plus de partants à Avenches avaient un siège - plusieurs intervenants se sont plaints qu'en fin de compte, une seule personne prenait les décisions) était destinée à légitimer les conditions présentées pratiquement « toutes faites » par Denis Roux, il existe maintenant officiellement une nouvelle Commission des conditions de courses: Outre les professionnels Philippe Besson, Marc-André Bovay, Adrian Burger et Raphaël Fesneau, cette commission compte pas moins de 5 amateurs : Jean-Claude Gardaz, Ursula Herren, Evelyne Hirt, Nicole Schneider et Stéphanie Theiler.

 

L'attitude de Jean-Pierre Kratzer a été aussi brumeuse ces dernières années : Avec les courses de PMU en semaine, les courses de chevaux suisses se professionnalisent, les amateurs ont assez de courses le week-end en Suisse alémanique (il l'a littéralement dit à l’auteur il y a des années). Aujourd'hui, il a soudain un aspect différent (amateurs de 0 à 5 dans la commission, qui s'occupe des conditions de courses). Est-ce qu’une mauvaise langue pourrait penser que ce revirement pourrait être lié à l'assemblée générale extraordinaire de Berne, où les amateurs et les Suisses alémaniques avaient voté majoritairement pour JPK et le comité actuel de Suisse Trot?

 

Notabene : Je souligne depuis des années que le déclin des amateurs est dramatique. Dans mon analyse "Pferderennen in der Schweiz: Vergangenheit, Gegenwart und aktuelle Problemkreise auf dem Weg in die Zukunft" ("Les courses hippiques en Suisse: les problèmes passés, présents et actuels sur la voie de l'avenir") j'avais également traité au début de 2018 en détail le problème des amateurs et des jeunes talents dans les courses suisses.

 

Toutefois, sans sous-estimer en aucune façon les mérites et l'importance des amateurs pour notre sport, on peut (ou on doit) se demander si c'est la bonne évolution que les amateurs soient plus nombreux que les professionnels dans la commission des conditions. Existe-t-il un sport sérieux dans lequel les professionnels (qui en vivent) ne sont pas majoritairement "aux commandes" ? Après tout, ce sont eux qui ont généralement la meilleure connaissance du sujet et le plus de chevaux dans l'écurie - et il s'agit en fin de compte de créer les meilleures conditions possibles pour tous les chevaux.

 

Le seul vrai professionnel dans ce nouveau comité est Marc-André Bovay. Les autres titulaires d'une licence professionnelle sont «à plein temps» un a) retraité b) maréchal-ferrant c) employé par l'IENA.

 

En outre: lors de séances de préparation et de l'assemblée générale extraordinaire, il a été critiqué à maintes reprises que les commissions proposées par les initiateurs étaient trop grandes avec 9 personnes (dans chaque cas un membre du comité Suisse Trot, 2 drivers/entraîneurs professionnels, 2 amateurs, 2 propriétaires et 2 éleveurs - donc avec une sécurité plus équilibrée que la composition actuelle). La Commission des conditions de courses, dont le président Denis Roux, est désormais composé de 10 personnes... Des questions ?

 

 

Mandat à la Commission des licences/sanctions, de l’Animal Welfare et des fonctionnaires : "Cherchez de nouveaux membres, mais le Comité sélectionnera ensuite..."

Le même mémo précise que le comité de Suisse Trot mandate les présidents des autres commissions (licences, règlements, sanctions, animal welfare, fonctionnaires) pour rechercher de nouveaux membres. Dans la phrase suivante, il est précisé que ces nouveaux membres doivent être approuvés par le comité.

 

C'est évidemment à cela que ressemble l'ouverture "à la Suisse Trot". On remplit les commissions avec des personnes qui sont approuvées. Oui, pas d'autres opinions, ou du moins pas trop.

 

Mais il y a aussi une nouvelle commission : la commission de la communication ! On ne peut que féliciter Suisse Trot pour cela. Parce que la communication a été l'un des grands points faibles jusqu'à présent. On est très curieux de savoir comment une commission spécialisée d'une association doit et peut fonctionner, si le président lui-même n'a même pas compris (ou veut comprendre) l'importance et le fonctionnement de la communication.

 

 

Le 23.12.2020, nous avons posé les questions suivantes à JPK concernant les commissions:

  1. Lors de l'Assemblée générale, vous aviez annoncé l'ouverture de groupes de travail/commissions. Tous ceux qui étaient intéressés par une coopération étaient les bienvenus (vos mots). Nous lisons maintenant que la "Commission des actifs" a été transformée en "Commission des conditions de course" présidée par Denis Roux - et que tous les membres de cette commission ont déjà été nommés. Sans même délimiter le cercle des parties intéressées. Je connais personnellement plusieurs personnes qui auraient aimé participer (Denis Roux a dit à l'une d'entre elles par téléphone au début de la semaine dernière (avant Noël, n.d.l.r.) que toutes les places de la commission avaient déjà été pourvues).

  2. Pourquoi n'avez-vous pas tenu votre promesse ? Ne pensez-vous pas que le moment serait venu de faire une ouverture? Sans que les personnes chargées de ces commissions soient choisies par vous ou vos gens.

 

 

Suisse Trot devrait perdre 30 000 francs en 2020 malgré les fonds fédéraux - contrairement au galop

Un communiqué de Suisse Trot dans le BO (-> PDF à télécharger)

traite de la situation financière. Il indique que Suisse Trot a reçu des subventions (à fonds perdu) d'un montant de 50'568 francs dans le cadre du programme "Contribution fédérale 2020 COVID-19". Pour les galopeurs, ces fonds ont permis de présenter un compte équilibré pour 2020. Il n'en va pas de même pour les trotteurs. Selon l'annonce, Suisse Trot affichera un déficit d'environ 30 000 CHF.

 

Nous avons posé des questions à Jean-Pierre Kratzer à ce sujet:

  1. Selon l'annonce, Suisse Trot fera un déficit de 30'000 CHF en 2020. Comment expliquer cela par rapport à Galopp Schweiz ? Selon la publication, Galopp Schweiz a un compte annuel équilibré, alors que Suisse Trot fait une perte non négligeable..

    Les explications contenues dans l'"Annonce Suisse Trot" n'ont pas de sens pour moi à première vue (et pas non plus à seconde vue).

    En bref: "Diminution des dotations par rapport au budget" ainsi que "Annulation d'une dizaine de jours de course en Suisse allemande et à Saignelégier" (là, les galopeurs avaient nettement plus de défaillances en Suisse allemande que les trotteurs, n'est-ce pas ?)



  2. Vous mentionnez les "coûts supplémentaires liés à l'assemblée générale extraordinaire du 3 octobre". Quelle était leur hauteur?

 

 

Questions sur questions. La réponse de Jean-Pierre Kratzer aux "Questions sur Suisse Trot":

"Suisse Trot a pour principe de communiquer ses informations soit lors des assemblées générales, soit lors de séances explicatives ou soit par communiqué, ceci afin que tous les membres puissent les connaître en même temps. Toutes les informations concernant l'exercice 2020 seront donc communiquées au plus tard lors de la prochaine assemblée générale, ou le moment choisi par le comité lors de sa prochaine réunion."

 

 

Ma réponse à JPK (en allemand, traduit en français)

"Bonjour M. Kratzer.

 

Je vous remercie pour votre message, dont le contenu me paraît très étrange.

 

Vous ne répondez donc pas à une seule de mes questions et vous invoquez des raisons qui ne vous ont jamais empêché de prendre position sur les questions d'actualité depuis une vingtaine d'années. Je vous rappelle que nous avons publié des interviews de fin d'année (ou initiaux) avec vous à plusieurs reprises dans le passé (par exemple, le 24 novembre 2017, le 8 janvier 2015 ou le 28 janvier 2014). Vous y avez répondu de votre propre chef à mes questions - nota bene également sur Suisse Trot et IENA - en détail.

 

Alors, bon. Mon article paraîtra bien sûr de toute façon - dans ce cas, juste sans réponses de votre part, mais avec mes questions. Les lecteurs pourront ainsi se faire leur propre opinion sur l'opportunité pour vous, en tant que président de Suisse Trot et responsable de l'IENA, de ne pas répondre aux questions justifiées que je ne suis pas le seul à me poser. 

 

Je mets Mme Christine Baumgartner en copie, afin qu'elle soit également au courant en tant que future directrice de l'IENA.

 

Avec mes meilleures salutations

Markus Monstein" 

 

 

Deux dimanches de trot à Avenches au printemps ont été supprimés au profit d'une journée de course anniversaire en automne - mais le 9 mai reste une double journée de course avec Dielsdorf et Avenches

Enfin, ceci: Le 9 mai 2021 a été inscrit en double dans le projet de calendrier des courses. Avec Dielsdorf l'après-midi et Avenches le soir. Selon l'évolution du front Covid, on a besoin de ces journées de course au printemps, c'est donc l'un des arguments de Suisse Trot/IENA pour cette double occupation absurde et inutile d'un dimanche. Maintenant, sous "Communications du Comité exécutif" de l'Association des Hippodromes, le calendrier des courses indique que les journées de courses du dimanche 25 avril et 16 mai 2021 à Avenches ont été annulées - au profit d'une journée de courses du samedi 18 septembre 2021 (30 ans de PMU en Suisse romande).

 

Tout d’un coup ça va alors d'avoir deux jours de course de moins au printemps. Mais au lieu de laisser tomber le 9 mai pour Avenches et de libérer une journée de course mixte de printemps à Dielsdorf pour toute la famille des courses, Kratzer annule un dimanche après ainsi que deux semaines avant. Est-ce que c'est encore normal?

 



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