«Am 15. November ist Nennungsschluss», betont Peter Jegen als Erstes auf die Reise angesprochen, die vom 25. Februar bis 4. März an den Swiss Derby Day in Kapstadt führt und exklusive Einblicke in den Pferderennsport, das Leben und das Land Südafrika bietet. Nicht nur für Rennsport-Fans eine einmalige Gelegenheit, etwas Neues und Tolles zu erleben, ist Jegen überzeugt und erzählt, wie es überhaupt zu dieser Reise kam: «Ich kenne Rolf Theiler aus der Zeit, als er mit seinem Bruder Urs den CSI Zürich auf der offenen Rennbahn und im Hallenstadion veranstaltete und ich wusste, dass er und seine südafrikanische Frau Gloria auch einen Wohnsitz in Kapstadt haben. Nach langem bin ich Rolf dann per Zufall begegnet, wobei es wohl mehr Vorbestimmung als Zufall war».

Atemberaubend: Der Blick auf Kapstadt aus der Vogelperspektive (Fotos: zVg).
Vorbestimmung deshalb, weil sich Jegen im Sommer dazu entschloss, sich im RVZ verstärkt zu engagieren und sich an der GV 2027 zur Wahl zum Präsidenten zu stellen, Vorbestimmung auch deshalb, weil Theiler sich in Südafrika mit dem Galopprennsport zu beschäftigen begann und die Idee des Swiss Derby Day lancierte. «Uns war sofort klar, dass wir zwischen Kenilworth, der Rennbahn in Kapstadt, und der Parkrennbahn in Dielsdorf, der Austragungsstätte des Swiss Derby, eine Brücke schlagen müssen», erinnert sich Jegen und ergänzt: «Als ich im RVZ-Sekretariat davon erzählte, sagte Claudia Lüddecke spontan: Dann machen wir doch einen Ausflug nach Kapstadt. Die Idee der RVZ-Reise war geboren.»
Der Swiss Derby Day wird am 27. März der höchstdotierte Renntag in der Kapregion sein (10 Millionen Rand Preisgeld, rund 500'000 Franken) und den krönenden Abschluss des dortigen Sommermeetings bilden. Auf dem Programm stehen sieben Rennen, deren Höhepunkt das prestigeträchtige Longines Cape Derby (Grade 1) für dreijährige Pferde über 2000 Meter mit einem Preisgeld von 3 Millionen Rand ist. Für zusätzliche Spannung sorgt ein Jackpot in Höhe von 1 Million Rand, der unter allen Züchtern, Besitzern, Trainern und Jockeys aufgeteilt wird, die am Swiss Derby Day mindestens drei Rennen gewinnen. Rolf Theiler sagt dazu: «Um neue Besitzer in den Sport zu bringen, ist ein attraktives Preisgeld für möglichst viele zwingend. Deshalb haben wir nicht nur das gesamte Preisgeld massiv erhöht, sondern auch die Verteilung der Gelder neu geregelt. Der Sieger erhält 45 und nicht mehr 60 Prozent, im Gegenzug aber werden Preisgelder bis zum 8. Rang ausbezahlt.» Der Renntag wird von namhaften Schweizer Firmen wie Longines, Lindt & Sprüngli oder Lalique unterstützt und soll zu einer Plattform für Swissness in Südafrika werden. «Rot und Weiss werden die dominierenden Farben sein, zwischen den Rennen wird es Six-Barres-Springen geben, Schweizer Essen wird zu Schweizer Musik serviert», ergänzt Gloria Theiler zu den unterhaltenden und gesellschaftlichen Komponenten des Swiss Derby Day.
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Training am Strand Gloria und Rolf Theiler Champion-Jockey Richard Fourie
Für die RVZ-Reisegruppe ist der Swiss Derby Day eines von vielen Highlights, denn es werden auch exklusive Einblicke in die bekanntesten Gestüte und Trainingszentralen des Landes gewährt. Im Drakenstein Stud lädt Besitzerin Gaynor Rupert, die Gattin von Johann Rupert, dem Gründer und Mehrheitsaktionär des Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont, in ihre private «Hall of Fame» ein und stellt die Hengste des Gestüts vor. Darunter den irischen Champion-Sprinter A Case of You oder One World, den führenden First-Season-Sire Südafrikas. Und auch die weltbekannten Anthonij Rupert Weine werden degustiert. Drakenstein ist mehrfacher Besitzer- und Züchter-Champion des Landes. Justin Snaith derweil ist der aktuell erfolgreichste Trainer. In der Saison 2025/26 gewann er den Titel zum vierten Mal in Folge und stellte im Durban July, dem bekanntesten Rennen Südafrikas, den Sieger und den Zweiten. Der 50-jährige Snaith betreut rund 180 Galopper und geht mit ihnen oftmals auch an den Strand. Internationale Erfahrung sammelte er in Australien bei David Hayes. Danach wurde er Assistenztrainer bei Vater Chris Snaith, ehe er im Jahr 2000 den Familienbetrieb mit seinem Bruder Jonathan übernahm. Da Snaith auch der Trainer der Theiler-Galopper ist, wird natürlich auch sein Trainingsquartier in der Morgenarbeit besucht. Insgesamt arbeiten in Südafrika über 100 Trainer auf Rechnung von rund 2'000 Besitzern. Und in der Ende Juli zu Ende gegangenen Saison 2025/26 liefen 4'305 Galopper auf 7 Bahnen an 331 Renntagen bei 26'705 Starts in 2'853 Rennen um ein Preisgeld von rund 21 Millionen Franken. Und die Vollblutzucht floriert. 219 Züchter liessen im letzten Jahr 2'600 Mutterstuten decken, 1'233 Fohlen wurden registriert.

Auf der Rennbahn von Kenilworth findet der Swiss Derby Day mit dem Longines Cape Derby statt.
Über solche Zahlen darf man während der RVZ-Reise ebenso staunen wie über die Besonderheiten von Kapstadt und dem Kap der guten Hoffnung. Die Stadt trifft auf atemraubende Wildnis, unweit des Kaps verschmelzen Atlantischer und Indischer Ozean in rauer See. Kein Wunder also wird betont: Nennungsschluss 15. November nicht verpassen! Hier geht’s zur Anmeldung und der Webseite des Reiseveranstalters African Green-Land Safaris & Travel GmbH.
Übrigens: Wer noch mehr Lust auf Afrika hat, kann die Reise individuell mit einem Abstecher nach Namibia in die Omaruru Game Lodge der Familie Domenig verlängern. Dort können Nashörner, Zebras oder Antilopen aus nächster Nähe beobachtet werden.
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