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Stellungnahme des SPV zum Thema Weidegang von Rennpferden (aussi en français: Communiqué de la FSC concernant chevaux sur Paddock)

Freitag, 09. März 2018 21:49

Im Anschluss an unseren Artikel mit den von Jean-Pierre Kratzer an der Suisse Trot-GV getätigten Aussagen über Rennpferde auf der Weide hat uns der SPV-Präsident heute eine Stellungnahme zugesandt, die wir in der Folge publizieren.

von Markus Monstein

 

Mit folgendem "Viereinhalbzeiler"(in Original-Schrift) hat Jean-Pierre Kratzer als Präsident des Schweizer Pferderennsport-Verbandes heute auf meinen Artikel über die Suisse Trot-GV vom 3.3.2018 reagiert:

 

"Sehr geehrter Herr Monstein

Wir beziehen uns auf Ihren Artikel über Tierwohl im Schweizer Rennsport.

Wie auf französisch gemachten Äusserungen wurden unvollständig und nicht korrekt übersetzt. Wir bedauern sehr, dass Sie es nicht für nötig gehalten haben, die Informationen zu überprüfen.

Deshalb bitten wir Sie, die beiliegende Mitteilung des Schweizer Pferderennsport-Verbandes zu publizieren.

Besten Dank für Ihre Kenntnisnahme.

Mit freundlichen Grüssen

SCHWEIZER PFERDERENNSPORT-VERBAND

Jean-Pierre Kratzer, Präsident"

 

Selbstverständlich publiziere ich diese Stellungnahme des SPV, sehe mich aber zu folgenden Präzisierungen veranlasst:

1) Der Kontext der Aussagen ist im Artikel (hier nun für alle frei zugänglich) so beschrieben, wie der Ablauf an der GV war und ist nicht unvollständig (natürlich nicht im Wortlaut 1:1, das hätte den Rahmen gesprengt).

 

2) Der Vorwurf der nicht korrekten Übersetzung erstaunt mich sehr. Denn ich habe ja den entscheidenden Satz extra noch auf Französisch in den Artikel geschrieben.

 

3) Dass ich die Informationen nicht "überprüft" habe, ist schlicht falsch. Genau deshalb habe ich ja mehrmals nachgefragt (notabene in der Muttersprache des Präsidenten), ob ich das so richtig verstanden hatte. Und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er damit die vielen Leute im Rennsport als Tierquäler hinstelle, die den Pferden eine möglichst natürliche Haltung ermöglichen. 

 

Notabene: Es geht im Artikel gar nicht um die Bemühungen des SPV zum Thema Tierwohl (die in grossen Teilen sehr fortschrittlich sind und weiter gehen als in den meisten anderen Pferdesport-Disziplinen), sondern um die aus meiner Sicht völlig veraltete Meinung und unhaltbare Aussage seines Präsidenten.

 

 

 

 

Hier die Stellungnahme des SPV von heute 9.3.2018 (Deutsch und Französisch):

 

Mitteilung des SPV vom 9. März 2018

Aufgrund eines Artikels, in welchem Äusserungen aus deren Kontext herausgenommen wurden, möchte der Vorstand des Schweizer Pferderennsport-Verbandes seine Position betreffend der Massnahmen für das « Wohl des Tieres», insbesondere betreffend der Rennpferde, präzisieren.
Auf diesem Gebiet hat der SPV seit längerer Zeit eine genaue und strenge Kontrolle zum Schutze des Pferdes eingeführt. Es geht nicht einfach darum die Weisungen des Tierschutzgesetzes oder diejenigen des SPV zu respektieren. Bereits vor allen anderen war dieses Anliegen ein zentraler Punkt der Entscheide des SPV. Erinnern wir uns daran, dass der SPV bereits vor 2000 das Anbinden der Zunge verboten hat. Zudem gilt bei den Dopingkontrollen die Null-Toleranz und seit vier Jahren führt der SPV auch Dopingkontrollen im Training durch. Das Weiterverfolgen von in Rennen verunfallten Pferden oder die an lässlich von den Tierärzten an den Rennen gemachten Beobachtungen sind Gegenstand eines fortgeschrittenen Monitoring, welches gemäss unserer Erkenntnis einmalig im Schweizer Pferdesport ist.

Zusätzlich zu diesen reglementarischen Aspekten und Überwachungen hat der SPV sich entschlossen, seine Anstrengungen auf dem Gebiet des Verhalten des Menschen gegenüber dem Pferd zu verstärken. Sei dies in den Rennen, indem der Peitschengebrauch limitiert wird oder Autopsien bei leider euthanasierten Pferden durchgeführt werden. Fortlaufend sollen vorbeugende Massnahmen eingeführtwerden und den Aktivmitgliedern der verschiedenen Verbänden sollen grössere Kenntnisse zu Verfügung stehen. Für diese Arbeit gilt die Politik, dass das Pferd für seine inneren Werte geschätzt werden soll. Es gilt seine Würde zu respektieren. Der Film «Menschen und Pferde», welcher auf der Internetseite von IENA (haben wir schon publiziert, hier der Link zum Artikel mit Film; Anm. d. Red) angeschaut werden kann, ist ein Beitrag zum Kennenlernen der Rennpferde und des Funktionieren unseres Verbandes.

Ein Galopprennpferd bleibt ein Galopprennpferd, ein Trabrennpferd bleibt ein Trabrennpferd. Sie müssen als Athleten auf hohem Niveau betrachtet und behandelt werden. Sie haben besondere Bedürfnisse, welche erfüllt werden müssen damit sie an Rennen teilzunehmen können. Behandelt man solche Athleten während der Zeit der Rennen wie ein Pferd einer anderen Rasse, welches nicht an Wettkämpfen teilnimmt, lässt man sie übergewichtig werden oder gibt ihnen nicht die entsprechende Pflege, so sind dies Verhaltensweisen, welche der SPV verurteilt. Dies schliesst selbstverständlich nicht aus, dass Rennpferde auch auf die Weide können, soweit jedoch ihre Voraussetzungen und ihre Würde respektiert sind.

Schweizer Pferderennsport-Verband
Avenches, 9. März 2018

 

 

Communiqué de la FSC du 9 mars 2018

A la suite d'un article reprenant des propos sortis de leur contexte, le comité de la Federation Suisse des courses tient à préciser sa position concernant les mesures relatives au «bien-etre animal», en particulier  pour les chevaux de courses.
Dans ce domaine, depuis longtemps, la FSC a mis en place un suivi et un contrôle précis et pointu pour protéger le cheval. Il ne s'agit pas simplement de respecter les directives fixées par la loi sur la protection des animaux, ni celles édictées par la Fédération. Bien avant tout le monde, cette préoccupation fut un point central des décisions de la FSC. Rappelons qu'avant le début des années 2000, la FSC a notamment interdit l'attache langue. Par ailleurs, en matière de doping, la FSC pratique une tolérance zéro. Elle a également introduit les contrôles antidoping à l'entrainernent depuis maintenant 4 ans. Le suivi des chevaux après des accidents ou d'observations des vétérinaires a l'issue des courses fait l'objet d'un monitoring avancé et unique à notre connaissance dans le sport hippique en Suisse.

Au-delà de ces aspects réglementaires et de surveillance, la FSC a décidé de poursuivre ses efforts dans le domaine du comportement humain vis-à-vis du cheval. Que ce soit en course en limitant les abus de cravaches, ou en pratiquant des autopsies sur les chevaux malheureusement euthanasiés, ceci afin de mettre en place progressivement des mesures prophylactiques et une plus grande connaissance à disposition des membres actifs des differentes fédérations.
Ce travail s'inscrit dans une politique où le cheval doit être considéré pour ses valeurs intrinsèques. Et sa dignité doit être respectée,

Un film disponible sur le site de IENA (nous l'avons déjà publié dans un article, voir lien, note de la rédaction) «Les hommes et les chevaux» est une contribution à la connaissance des chevaux de courses et au fonctionnement de notre Fédération.

Un galopeur reste un galopeur, un trotteur reste un trotteur. Il faut les considérer et les traiter comme des athlètes de haut niveau car ils ont des besoins spécifiques qui doivent être satisfaits afin de pouvoir être en mesure de participer à des compétitions. Durant la période de courses, traiter de tels athlètes comme un autre cheval de race différente et non astreint à la compétition, ainsi que les laisser devenir en surpoids et ne pas apporter tous les soins nécessaires exigés par les circonstances, constituent autant d'attitudes que la FSC condamne. Ceci n'exclut bien évidemment pas le fait que les chevaux de courses peuvent séjourner normalement au paddock pour autant que leur condition et leur dignité soit respectée.

Fédération Suisse de courses de chevaux
Avenches, 9 mars 2018

 



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